It's a date! Buchzusammenfassung - das Wichtigste aus It's a date!
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Zusammenfassung von It's a date!

Pia Kabitzsch

Tindern, Ghosting, große Gefühle. Was die Psychologie über Dating weiß

3.8 (380 Bewertungen)
27 Min.

Kurz zusammengefasst

It's a date! ist ein Buch von Pia Kabitzsch, das auf unterhaltsame Weise über moderne Dating-Erfahrungen berichtet. Es zeigt verschiedene Szenarien und gibt wertvolle Tipps für ein erfolgreiches Dating-Erlebnis.

Inhaltsübersicht

    It's a date!
    in 4 Kernaussagen verstehen

    Audio & Text in der Blinkist App
    Kernaussage 1 von 4

    Vor dem ersten Date: Wie du dein Online-Dating-Profil aufpolierst

    Den Johannes, ja, den habe sie beim Bäcker kennengelernt. So erklärte Pia ihren Kommilitoninnen das Date, für das sie an einem ihrer ersten Abende nach dem Unistart verabredet war. Dass Johannes und sie sich online kennengelernt hatten, musste niemand wissen. Damals, 2013, war Online-Dating noch längst nicht so verbreitet und akzeptiert wie heute. 

    Das hat sich inzwischen geändert. Laut einer Umfrage vom Februar 2020 hatten 28 Prozent der Deutschen zu diesem Zeitpunkt bereits Erfahrungen mit Online-Dating gemacht. Und für fast 50 Prozent dieser Nutzenden hatte sich schon mal eine Beziehung oder ein erotischer Kontakt durch Online-Dating ergeben. Die Methode scheint also zu funktionieren. Und das, obwohl nur etwa die Hälfte der Nutzenden überhaupt Single ist. So kam bei einer Studie der Uni Flensburg 2020 heraus, dass ganze 47 Prozent der Nutzenden unter 27 Tinder verwenden, während sie in einer festen monogamen Beziehung sind. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zu den häufigsten zählt jedoch: der Ego-Boost. Ein Match zu kriegen fühlt sich einfach gut an, auch ohne Dating-Absichten. Kein Wunder also, dass einige von Pias Matches nie auf ihre Kontaktversuche eingingen. 

    Aber bevor wir weiter über Matches, Swiping und Profilpics sprechen, sollten wir für die Online-Dating-Newcomer kurz erklären, wie eine klassische Dating-App überhaupt funktioniert. Aufgebaut ist das Ganze wie ein Kartenspiel. Auf jeder Karte siehst du das Hauptprofilbild einer Person und ein paar Zusatzinfos wie Alter und Job. Nun hast du drei Optionen: Wenn dich das Profil nicht interessiert, schiebst beziehungsweise swipst du die Karte nach links. Wenn du mehr erfahren willst, klickst du auf die Karte. So bekommst du zusätzliche Fotos zu sehen und einen Profiltext. Gefällt dir, was du siehst, kannst du das Profil liken, indem du die Karte nach rechts swipst. Wenn die Person, deren Profil du gelikt hast, nun deine Karte zu sehen bekommt und sie ebenfalls nach rechts schiebt, erscheint bei euch beiden ein „Match“ und ihr könnt anfangen, miteinander zu chatten. 

    Als alter Hase im Online-Dating kannte Pia die Grundregeln natürlich. Bisher war sie allerdings eher eine, sagen wir mal, intuitive Spielerin gewesen. Nun stellte sie sich zum ersten Mal strategische Fragen. Zum Beispiel, ob ihre Asbach-uralten Reisebilder wirklich die richtige Wahl für ihr Profil waren.

    In einer Studie der University of Iowa aus dem Jahr 2016 las Pia: Je unverfälschter eine Person auf ihren Profilbildern wirkt, desto attraktiver und vertrauenswürdiger schätzen sie andere Nutzende ein. Pia entschied sich daher, ihre gestellten sexy Thailand-Fotos durch Aufnahmen zu ersetzen, die eher ihrer Realität entsprachen. Pia zeigte sich deshalb ungeschminkt an der Atlantikküste oder beim Beißen in ein gigantisches Stück Pizza.

    Aber nicht nur ihre Fotoauswahl, auch ihre Profilbeschreibung brauchte dringend eine Generalüberholung. Nachdem Pia verschiedene Studien zu dem Thema konsultiert hatte, kam sie zu folgendem Ergebnis: Überzeugend sind Profilbeschreibungen vor allem dann, wenn sie freundlich und offen formuliert sind und zu den ausgewählten Fotos passen. Das heißt: Wenn auf drei von vier Fotos eine Pizza mit dir im Bild ist, solltest du vielleicht in deinem Profiltext darauf eingehen. Sexuelle Anspielungen, Rechtschreibfehler oder allzu ausführliche Selbstbeschreibungen kommen dagegen nicht so gut an. Eine Studie des spanischen Linguisten Ricardo Casañ Pitarch aus dem Jahr 2020 zeigt außerdem: Beschreibungen mit Emojis stoßen vor allem bei heterosexuellen Männern und homosexuellen Menschen auf positive Reaktionen.

    Vielleicht denkst du jetzt: Ach, die meisten interessieren sich doch eh nur für Fotos, wieso soll ich mir da Mühe mit meinem Profiltext machen? Ganz so oberflächlich sind wir dann aber doch nicht. Tess van Zanden, die an der Tilburg School of Humanities and Digital Sciences lehrt, zeigte 2021 in einer Studie: Nutzende schauen zwar zuerst auf das Foto, ihre Aufmerksamkeit richten sie aber danach auf den Profiltext. Und das überraschend schnell – nach circa einer Sekunde – und überraschend lange – rund neun Sekunden lang. Diese Forschungsergebnisse legen die Vermutung nahe, dass das Bild für die Einschätzung der Attraktivität entscheidend ist. Über die Profilbeschreibung aber möchten User herausfinden, ob sie sich mit einer Person auch verstehen könnten. Wer im Dating-Game erfolgreich sein möchte, sollte daher ruhig etwas Zeit in den Profiltext investieren.

    Das mit dem „Game“ ist übrigens nicht nur so dahergesagt. Gamification gilt inzwischen als Megatrend. Gemeint ist damit, dass gewöhnliche Vorgänge wie Dating in eine computerspielähnliche Form gebracht werden. Das Ergebnis ist ein regelrechtes Spiel mit deinen Gefühlen.

    Denn wenn du ein Match hast, fühlt sich das ziemlich gut an, oder? Der Grund dafür ist das Dopamin. Dieser Botenstoff wird zum Beispiel auch ausgeschüttet, wenn du etwas Leckeres isst. Er ist dafür verantwortlich, dass dein Gehirn lernt: Das war prima, noch mal bitte! Wiederholt sich der Vorgang mehrfach, lernt dein Gehirn aber noch weiter, nämlich dass bestimmte Tätigkeiten wie Swipen zu bestimmten Belohnungen wie Matches führen. Dieser Lernprozess hat nun zur Folge, dass du immer wieder zum Smartphone greifst und die App öffnest, weil schon beim Swipen kleine Mengen Dopamin ausgeschüttet werden, sozusagen in Vorfreude auf die große Belohnung. Bleibt das Match allerdings aus, hört das Gehirn auch irgendwann auf, Dopamin auszuschütten. Das Ergebnis ist eine Art Kater, ein schales Gefühl der Ausgelaugtheit. Tindern macht also regelrecht süchtig!

    Aber nehmen wir einmal an, du bekommst deine Belohnung. Wie geht es nun weiter? Worauf solltest du bei der Kontaktaufnahme achten? Antworten auf diese Frage gibt eine Studie aus dem Jahr 2011 von Valentin Schöndienst und Linh Dang-Xuan, die beide zur Wirtschaftsinformatik forschen. Sie fanden heraus, dass Frauen im Schnitt eher auf ausführlichere Nachrichten ohne sexuelle Anspielungen antworten. Männer dagegen bevorzugen knappe Nachrichten. Und sie reagieren laut einer Studie des Psychologen T. Joel Wade aus dem Jahr 2015 oft positiv auf explizites Flirting. 

    Ein weiterer Faktor neben der Länge sind die Personalpronomen. Stark ichbezogene Nachrichten wirken auf die meisten Menschen eher unsympathisch und motivieren nicht gerade zum Antworten. Dagegen steigt die Chance auf eine Antwort, wenn deine Nachricht viele Personalpronomen in der zweiten Person enthält, also: du, dir, dich.

    Und noch ein persönlicher Tipp von Pia: Versuch doch mal in deiner ersten Nachricht, auf das Profil deines Matches einzugehen! So hat es auch Paul bei Pia geschafft. Ihr Bild mit der Pizza habe ihn „voll gecatcht“, schrieb er ihr. Schnell entspannte sich ein angeregtes Gespräch zwischen den beiden.

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    Kernaussagen in It's a date!

    Mehr Wissen in weniger Zeit
    Sachbücher auf den Punkt gebracht
    Sachbücher auf den Punkt gebracht
    Kernaussagen aus Sachbüchern in ca. 15 Minuten pro Titel lesen & anhören mit den „Blinks”
    Zeitsparende Empfehlungen
    Zeitsparende Empfehlungen
    Titel, die dein Leben bereichern, passend zu deinen Interessen und Zielen
    Podcasts in Kurzform
    Podcasts in Kurzform Neu
    Kernaussagen wichtiger Podcasts im Kurzformat mit den neuen „Shortcasts”

    Worum geht es in It's a date!?

    Welche Fotos sollte ich für mein Tinder-Profil auswählen? Wie sieht das ideale erste Date aus? Und was ist dran an der Drei-Tage-Regel? Wer sich diese Fragen auch schon mal gestellt hat, darf sich nun auf Antworten freuen. In It’s a date! (2022) erzählt die Psychologin Pia Kabitzsch nämlich nicht nur von ihren persönlichen Dating-Erfahrungen, sie liefert auch zahlreiche wissenschaftliche Fakten und Tipps zum Thema Dating – Pia-approved, versteht sich. Die wichtigsten Infos haben wir in diesen Blinks für dich zusammengefasst. 

    Wer It's a date! lesen sollte

    • Kurzzeit-Singles, die gerade erst ins Dating-Game eingestiegen sind
    • Langzeit-Singles, die wissen wollen, wie man es meistert
    • Alle, die sich für Liebe und Dating aus wissenschaftlicher Perspektive interessieren

    Über den Autor

    Pia Kabitzsch ist studierte Psychologin und Host des funk-Kanals psychologeek, auf dem sie psychologische Themen auf verständliche und humorvolle Weise vermittelt. Außerdem ist sie eine echte Expertin in Sachen Dating. Sie hat sich nämlich nicht nur wissenschaftlich mit dem Thema auseinandergesetzt, sondern auch jede Menge empirische Erfahrungen auf dem Gebiet vorzuweisen. Einmal zum Beispiel ist sie extra nach Spanien geflogen für ein erstes Date.

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    ❤️ für Blinkist️️️ 
    Ines S.

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    Julia P.

    Viele tolle Bücher, auf deren Kernaussagen reduziert- präzise und ansprechend zusammengefasst. Endlich habe ich das Gefühl, Zeit für Bücher zu finden, für die ich sonst keine Zeit habe.

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