Kategorien entdecken

Das sind die Blinks zu

Hirngeflüster

Wie wir lernen, unser Gedächtnis effektiv zu trainieren

Von Martin Korte
12 Minuten
Audio-Version verfügbar
Hirngeflüster von Martin Korte

Die Neurowissenschaft hat in der jüngsten Vergangenheit herausgefunden, dass das menschliche Gehirn trainiert werden kann. In den Blinks zu Hirngeflüster (2019) verraten wir dir, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse dem zugrunde liegen. Und wir geben dir konkrete Tipps, wie du deine Gedächtnisleistung verbesserst.

  • Alle, die sich wünschen, noch mehr von dem, was sie auf Blinkist lesen, behalten zu können 
  • Neurowissenschaftlich Interessierte
  • Menschen, die sich nach mehr Konzentration sehnen

Prof. Dr. Martin Korte ist ein deutscher Biologe und Sachbuchautor. Er forscht an der Technischen Universität Braunschweig vor allem zu den zellulären Grundlagen unseres Gedächtnisses und zur Plastizität im Hippocampus.

Kennst du schon Blinkist Premium?

Mit Blinkist Premium erhältst du Zugang zu dem Wichtigsten aus mehr als 3.000 Sachbuch-Bestsellern. Das Probeabo ist 100% kostenlos.

Premium kostenlos testen

Was ist Blinkist?

Blinkist ist eine App, die die großen Ideen der besten Sachbücher in einprägsame Kurztexte verpackt und erklärt. Die Inhalte der über 3.000 Titel starken Bibliothek reichen von Sachbuch-Klassikern, über populäre Ratgeber bis hin zu diskutierten Neuerscheinungen. Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen wird jeder Titel von speziell geschulten Autoren aufbereitet und dem Nutzer als Kurztext und Audiotitel zur Verfügung gestellt.

Discover
3.000+ top
nonfiction titles

Get unlimited access to the most important ideas in business, investing, marketing, psychology, politics, and more. Stay ahead of the curve with recommended reading lists curated by experts.

Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:
Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:
Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Hirngeflüster

Wie wir lernen, unser Gedächtnis effektiv zu trainieren

Von Martin Korte
  • Lesedauer: 12 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 7 Kernaussagen
Jetzt kostenloses Probeabo starten Jetzt lesen oder anhören
Hirngeflüster von Martin Korte
Worum geht's

Die Neurowissenschaft hat in der jüngsten Vergangenheit herausgefunden, dass das menschliche Gehirn trainiert werden kann. In den Blinks zu Hirngeflüster (2019) verraten wir dir, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse dem zugrunde liegen. Und wir geben dir konkrete Tipps, wie du deine Gedächtnisleistung verbesserst.

Kernaussage 1 von 7

Dank der Plastizität lässt sich unser Gehirn trainieren.

Es mag wie ein bloßer Fiebertraum der Generation Selbstoptimierung klingen, doch es stimmt tatsächlich: Wir können unsere Hirnleistung systematisch steigern, das ist inzwischen wissenschaftlich belegt. Jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen – und mit der einen oder anderen Einschränkung. 

Die Erkenntnis, dass Gehirne sich verändern können, ja, dass sie sogar immer in Veränderung begriffen sind, ist noch gar nicht so alt. Der Psychologe Donald Hebb stellte erst im Jahr 1949 die Hypothese auf, dass sich beim Lernen auch unsere tatsächliche Hirnstruktur verändern müsse. In den folgenden Jahrzehnten konnten Neurowissenschaftler diese Hypothese wissenschaftlich belegen. In Experimenten bestätigte sich immer wieder eine Erkenntnis: Hirnregionen, die wir häufig nutzen, vernetzen sich und gewinnen so an Komplexität. 

Die deutsche Hirnforscherin Svenja Caspers konnte beispielsweise nachweisen, dass Menschen mit besonders vielen sozialen Kontakten auch über besonders viele neuronale Verknüpfungen in den Hirnbereichen verfügen, die soziale Interaktionen verarbeiten. Gleiches gilt jedoch auch umgekehrt: Menschen, die zurückgezogen leben, weisen nur schwach ausgebildete Verbindungen in diesen Arealen auf.

Gehirne lassen sich dank dieser Formbarkeit, der Plastizität, auch bewusst verändern. Klar, die genetischen Veranlagungen bestimmen unser Leben zu einem großen Teil. Doch Gene setzen uns nur einen Rahmen, in dem wir uns auf die eine oder andere Art und Weise entwickeln können. Wir werden also nicht sozial oder unsozial, mit einem guten oder einem schlechten Gedächtnis geboren. Wir können unser Gehirn so verändern, dass wir sozialer werden. Oder aber, dass wir Informationen leichter behalten und beim Lesen Inhalte schneller verstehen. 

Doch wie funktioniert solch eine Optimierung? Möglicherweise hast du schon einmal gehört, man könne das Gehirn trainieren wie einen Muskel. Ein Gehirn besteht jedoch nicht aus Muskelzellen, sondern aus Milliarden von Neuronen. Wenn wir unsere kognitiven Fähigkeiten verbessern wollen, uns ein besseres Gedächtnis wünschen, können wir daher nicht einfach das Gedächtnisareal trainieren, so wie wir für einen größeren Arm den Bizeps stimulieren. Denn das Gedächtnis besteht aus unterschiedlichen Abteilungen in verschiedenen Bereichen in unserem Hirn.

Wir müssen stattdessen die neuronalen Strukturen trainieren, die mit dem Gedächtnis zusammenhängen. Sudoku oder Kreuzworträtsel sind dafür ungeeignet. Sie gleichen einfachen Fitnessübungen: Sudoku trainiert nicht unser Zahlengedächtnis, ein Kreuzworträtsel nicht unser Faktengedächtnis, und beide wirken sich auch nicht auf andere Denktätigkeiten aus. Mit einem solchen Training werden wir bloß besser im Lösen spezifischer Aufgaben. 

Mit Premium freischalten Jetzt lesen oder anhören

Inhalt

Mit Premium freischalten Jetzt lesen oder anhören

Bringe mehr Wissen in deinen Alltag!

Sichere dir jetzt Zugang zu den Kernaussagen der besten Sachbücher – praktisch in Text & Audio in nur 15 Minuten pro Titel.
Created with Sketch.