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Das sind die Blinks zu

Die Narzissmusfalle

Woran man Narzissten erkennt und wie man mit ihnen umgeht

Von Reinhard Haller
16 Minuten
Audio-Version verfügbar
Die Narzissmusfalle von Reinhard Haller

Der schöne Jüngling Narziss, der sich in sein eigenes Spiegelbild verliebt und an dieser Liebe schließlich zugrunde geht, dient als Namensgeber für eine Krankheit, die auch heute nicht an Bedeutung verloren hat – im Gegenteil: Unsere Gesellschaft fördert den Narzissmus wie nie zuvor. Die Blinks zu Die Narzissmusfalle (2013) erklären dir, wie man Narzissten überhaupt ausmacht, wie man am besten mit ihnen umgeht und warum es wahrscheinlich ist, dass du selber einen unentdeckten Narzissten in deinem Bekanntenkreis hast.

  • Alle, die sich mit selbstverliebten Menschen zu tun haben
  • Menschen, die unter Egozentrikern zu leiden haben
  • Jeder, der ein bisschen mehr Mitgefühl in die Welt tragen möchte

Reinhard Haller wurde 1951 im österreichischen Mellau geboren. Der Psychiater und Neurologe habilitierte sich 1984 an der Universität Innsbruck mit einer Arbeit zum Thema „Psychische Störung und Kriminalität“. Er ist seit 1990 Drogenbeauftragter der Vorarlberger Landesregierung und erstellte in seiner Tätigkeit als Gerichtssachverständiger seit 1983 bislang ca. 8.000 Gutachten. 2010 wurde ihm der Toni-Russ-Preis für seine Verdienste am Vorarlberger Land verliehen. 

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Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Die Narzissmusfalle

Von Reinhard Haller
  • Lesedauer: 16 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 10 Kernaussagen
Die Narzissmusfalle von Reinhard Haller
Worum geht's

Der schöne Jüngling Narziss, der sich in sein eigenes Spiegelbild verliebt und an dieser Liebe schließlich zugrunde geht, dient als Namensgeber für eine Krankheit, die auch heute nicht an Bedeutung verloren hat – im Gegenteil: Unsere Gesellschaft fördert den Narzissmus wie nie zuvor. Die Blinks zu Die Narzissmusfalle (2013) erklären dir, wie man Narzissten überhaupt ausmacht, wie man am besten mit ihnen umgeht und warum es wahrscheinlich ist, dass du selber einen unentdeckten Narzissten in deinem Bekanntenkreis hast.

Kernaussage 1 von 10

Narzissten sind ich-fixiert und ihnen mangelt es an Empathie.

In jedem von uns steckt ein kleiner Egoist, und das ist in einem gewissen Maße auch gesund. Wir müssen manchmal einfach eigennützig handeln, um unsere eigenen Bedürfnisse nicht aus dem Auge zu verlieren. Der Narzisst überspannt den Boden allerdings deutlich: Durch seine übersteigerte Selbstbezogenheit geht ihm jeglicher Sinn für die Perspektiven anderer Menschen ab. Er sieht nur sich selbst, und hat kein Auge mehr für andere.

Ein Narzisst ist von sich selbst und seinem Standpunkt so überzeugt, dass er keine anderen Meinungen akzeptieren kann. In seinen Augen hat seine eigene Ansicht Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

Hervorragend beobachten lässt sich das bei der Beurteilung von Dingen, ganz egal ob es um eine politische Frage geht oder um ein Mittagessen. Das Urteil eines egozentrischen Narzissten ist immer allumfassend und wird oft scheinbar objektiv formuliert, obwohl es sich um eine subjektive Wahrnehmung handelt. Ein Narzisst sagt nicht: „Mir hat das Essen nicht geschmeckt“, sondern: „Das Essen war schlecht“.

Ein narzisstischer Mensch kennt wegen dieses Mangels an Empathie auch kein echtes Mitleid. Dafür wäre es nötig, sich in die Lage seines Gegenübers einzufühlen – da er aber nur auf seinen eigenen Gemütszustand fixiert ist, kann er weder mit anderen mitfühlen noch mitleiden.

Wenn ein Narzisst tatsächlich Mitleid zeigt, handelt es sich in Wahrheit um Selbstmitleid. Er empfindet nämlich nicht wirklich das Leid seines betroffenen Mitmenschen, sondern empfindet es als Ungerechtigkeit, dass ausgerechnet in seinem Bekanntenkreis ein Unglück geschehen musste.

Während er das Leid anderer also nicht sieht, steigert er sich maßlos in sein eigenes Leid hinein. Die kleinste Ungerechtigkeit stürzt ihn in tiefstes Selbstmitleid, denn für den Narzissten ist das, was ihm selbst geschieht, eigentlich immer das Schlimmste, was überhaupt geschehen kann.

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