Das sind die Blinks zu

Liebe, Lust und Trauma

Auf dem Weg zur gesunden sexuellen Identität

Von Franz Ruppert
13 Minuten
Audio-Version verfügbar
Liebe, Lust und Trauma von Franz Ruppert

Sexualität beschränkt sich nicht nur auf das Liebesleben, sondern durchzieht alle Bereiche des Daseins. Sie kann die Quelle von Lust und Freude sein, aber auch von sehr viel Schmerz und Leid. Vor allem sexuelle Traumata beeinflussen das Lebenswohl. In den Blinks zu Liebe, Lust und Trauma (2019) erfährst du, wie solche Traumata entstehen, auf welche Weise sie die Psyche beeinflussen und wie man sie verarbeiten kann. Mit der vom Autor entwickelten Identitätsorientierten Traumatherapie (IoPT) sollen Betroffene ihre Traumata erkennen und auflösen können, um Sexualität wieder als lustbringende Kraft zu erleben und eine gesunde sexuelle Identität zu entwickeln. 

  • Psychologen, Psychotherapeuten und alle, die es werden wollen
  • Menschen, die sich mit ihrer Sexualität auseinandersetzen wollen 
  • Angehörige und Freunde von Trauma-Patienten

Dr. Franz Ruppert ist Professor für Psychologie an der Katholischen Stiftungshochschule München und arbeitet zudem als Psychotherapeut in seiner eigenen Praxis. In zahlreichen Büchern sowie Vorträgen und Seminaren auf der ganzen Welt klärt er über Psychotraumata, ihre Folgen und Therapiemöglichkeiten auf. Zu seinen bekanntesten Publikationen zählen das Standardwerk Trauma, Angst und Liebe (2012) und Mein Körper, mein Trauma, mein Ich (2017).

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Liebe, Lust und Trauma

Auf dem Weg zur gesunden sexuellen Identität

Von Franz Ruppert
  • Lesedauer: 13 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 8 Kernaussagen
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Liebe, Lust und Trauma von Franz Ruppert
Worum geht's

Sexualität beschränkt sich nicht nur auf das Liebesleben, sondern durchzieht alle Bereiche des Daseins. Sie kann die Quelle von Lust und Freude sein, aber auch von sehr viel Schmerz und Leid. Vor allem sexuelle Traumata beeinflussen das Lebenswohl. In den Blinks zu Liebe, Lust und Trauma (2019) erfährst du, wie solche Traumata entstehen, auf welche Weise sie die Psyche beeinflussen und wie man sie verarbeiten kann. Mit der vom Autor entwickelten Identitätsorientierten Traumatherapie (IoPT) sollen Betroffene ihre Traumata erkennen und auflösen können, um Sexualität wieder als lustbringende Kraft zu erleben und eine gesunde sexuelle Identität zu entwickeln. 

Kernaussage 1 von 8

Für den Menschen ist Sexualität mehr als nur reine Fortpflanzung.

Alles, was lebt, will sich vermehren. Das ist das Grundprinzip des Lebens und Existenzvoraussetzung aller lebenden Organismen.

Die einfachste Art der Vermehrung ist die ungeschlechtliche: Zellen pflanzen sich fort, indem sie sich teilen, viele Pflanzen vermehren sich durch Knospen, Knollen oder Ausläufer. Bei dieser Art der Fortpflanzung sind die Nachkommen genetisch identisch mit den elterlichen Lebewesen.

Sexualität ist da schon komplexer, denn hier kommen zwei Geschlechter ins Spiel. Durch die Kombination der verschiedenen Gene entstehen dabei Nachkommen, die sich genetisch von den Eltern unterscheiden. Das heißt: Sie haben ein neues Genom, das je zur Hälfte aus den väterlichen und mütterlichen Genen besteht.

Sexualität sichert das Fortbestehen unserer Art. Aber wozu empfinden wir dann überhaupt Lust beim sexuellen Akt? Wieso gibt es Selbstbefriedigung oder Verhütungsmittel, die Sex ohne Fortpflanzung ermöglichen? Weil Sexualität eben nicht allein der Fortpflanzung dient. Sie hat auch einen Wert an sich.

Lust und Erregung vor und während des Sexualaktes sowie der Orgasmus am Ende sind so wertvoll, dass die Fortpflanzung dabei oftmals gar keine Rolle spielt. Das ist übrigens auch bei einigen Tierarten der Fall. Unter Bonobos etwa, einer Affenart, ist Masturbation eine gängige Praxis.

Die menschliche Sexualität besteht allerdings nicht nur aus Masturbation und Geschlechtsverkehr. Von Geburt an sind wir sexuelle Wesen. Die Sexualität ist nicht auf den Geschlechtsakt reduziert, sondern prägt unsere Wahrnehmung, unsere Gefühle und Gedanken.

Das Einsetzen der Geschlechtsreife in der Pubertät etwa wirkt sich unter anderem auch auf die Psyche aus: Geschlechtshormone sorgen dafür, dass wir unser Umfeld plötzlich stark sexualisiert wahrnehmen und dadurch andere Prioritäten setzen. Plötzlich wirken Gleichaltrige, die man vorher „doof“ fand, anziehend und interessant. 

Darüber hinaus sind auch bestimmte Verhaltensweisen Teil unserer Sexualität, zum Beispiel das Vergleichen mit anderen Menschen des gleichen Geschlechts oder das Werben um Menschen des anderen Geschlechts.

Sexualität ist also mehr als nur Sex und Sex ist mehr als reine Fortpflanzung. Aber welche Rolle spielt eigentlich die Liebe dabei?

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