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Das sind die Blinks zu

Glück allein macht keinen Sinn

Die vier Säulen eines erfüllten Lebens

Von Emily Esfahani Smith
13 Minuten
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Glück allein macht keinen Sinn: Die vier Säulen eines erfüllten Lebens von Emily Esfahani Smith

Was ist Glück? Und was bedeutet es, wenn in den wohlhabendsten Regionen der Welt immer mehr Menschen depressiv werden oder Selbstmord begehen? Streben wir in der westlichen Welt nach der falschen Art von Glück? Diese Blinks behaupten beherzt: Glück allein macht keinen Sinn (2018). Sie zeigen, warum es viel wichtiger ist, dass unser Leben einen tieferen Sinn hat. Dass wir einander nah sind, rücksichtsvoll begegnen und helfen. Und sie beschreiben, wie wir das schaffen.

  • Alle, die sich fragen, was der Sinn des Lebens ist
  • Jeder, der eine schwere Zeit durchlebt
  • Alle, die sich für Psychologie, Philosophie oder Literatur interessieren

Emily Esfahani Smith studierte am Dartmouth College und absolvierte ihren Master in Angewandter Positiver Psychologie an der University of Pennsylvania. Heute lebt sie in Washington, D.C., und veröffentlicht Artikel zu Themen rund um Kultur und Psychologie in verschiedenen Zeitschriften, z.B. The Atlantic, der New York Times und dem Wall Street Journal.

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Glück allein macht keinen Sinn

Die vier Säulen eines erfüllten Lebens

Von Emily Esfahani Smith
  • Lesedauer: 13 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 8 Kernaussagen
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Glück allein macht keinen Sinn: Die vier Säulen eines erfüllten Lebens von Emily Esfahani Smith
Worum geht's

Was ist Glück? Und was bedeutet es, wenn in den wohlhabendsten Regionen der Welt immer mehr Menschen depressiv werden oder Selbstmord begehen? Streben wir in der westlichen Welt nach der falschen Art von Glück? Diese Blinks behaupten beherzt: Glück allein macht keinen Sinn (2018). Sie zeigen, warum es viel wichtiger ist, dass unser Leben einen tieferen Sinn hat. Dass wir einander nah sind, rücksichtsvoll begegnen und helfen. Und sie beschreiben, wie wir das schaffen.

Kernaussage 1 von 8

Es gibt ein wachsendes Gefühl des Unglücks in der Welt, dem wir durch die vier Säulen eines erfüllten Lebens begegnen können.

Es klingt völlig schizophren: Die Menschen in den wohlhabendsten Regionen der Welt wie Skandinavien schneiden in sogenannten Glücksstudien traditionell am besten ab. Gleichzeitig schießen ausgerechnet in diesen Ländern die Selbstmordraten in die Höhe. Was ist bloß los?

Die Forscher Shigehiro Oishi und Ed Diener deckten den Widerspruch in ihrer Studie aus dem Jahr 2014 auf. Sie analysierten Daten von fast 140.000 Menschen aus über 130 Ländern, die zuvor vom Gallup-Institut gesammelt worden waren. Dabei fanden sie Erstaunliches heraus: Menschen in ärmeren Ländern wie Togo oder Sierra Leone bezeichneten sich selbst als weitaus weniger glücklich. Bei einer anderen Frage – nämlich der, ob sie ihr Leben als sinnvoll empfänden – waren ihre Werte allerdings um ein Vielfaches höher. Was hat das zu bedeuten?

Man könnte sagen: Die Glücksforschung stellt die falschen Fragen. Der wohlhabende Westen strebt nach wirtschaftlichem Erfolg und materiellem Wohlstand. Nach dem Gelingen eines Lebensentwurfs und der Erfüllung beruflicher und persönlicher Ziele. Nach dem, was wir im Westen heutzutage unter Glück verstehen. Die Glücksforschung fragt aber nicht, ob all das irgendeinen Sinn ergibt.

Oishi und Diener fanden heraus, dass fast ein Viertel aller US-Amerikaner nicht wusste, was ihrem Leben Sinn verlieh. Dabei kamen Denker wie der Philosoph Will Durant und der Sozialpsychologe Roy Baumeister in ihren Forschungen immer wieder zu dem Schluss, dass der Sinn im Leben viel wichtiger sei als das Glück.

Was aber gibt dem Leben Sinn? Ist das nicht die älteste und schwierigste Frage von allen? Will Durant hatte Anfang des 20. Jahrhunderts dasselbe Gefühl – und bat kurzerhand einige der größten Koryphäen seiner Zeit um Rat. Niemand Geringeres als Gandhi z.B. antwortete, sein Leben sei sinnvoll, wenn er seiner Bestimmung folgte, anderen zu helfen. Der Filmproduzent Carl Laemmle schrieb, sein Leben sei erfüllt, weil er sich seiner Familie und seinen Kindern zugehörig fühlte.

Auch Emily Esfahani Smith wollte der Frage nach dem Lebenssinn nachspüren. Sie beschäftigte sich mit den Ausführungen vieler weiterer Philosophen und Psychologen von Aristoteles bis Baumeister. Sie fand heraus, dass sich in all den Vorschlägen vier gedankliche Leitmotive fanden. Sie bezeichnet sie als die vier Säulen eines erfüllten Lebens:

  1. Sich zugehörig fühlen
  2. Die eigene Bestimmung finden
  3. Die Welt durch Geschichten verstehen
  4. Sich als Teil eines Größeren erfahren

Diese vier Säulen können helfen, den Sinn des Lebens an ganz unerwarteten Orten zu finden. Bist du bereit?

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