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Das sind die Blinks zu

Das Märchen vom reichen Land

Wie die Politik uns ruiniert

Von Daniel Stelter
15 Minuten
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Das Märchen vom reichen Land von Daniel Stelter

Deutschland ist längst nicht so reich, wie uns Politik und Medien glauben machen. Diese Blinks widmen sich Daniel Stelters Abrechnung mit dem Märchen vom reichen Land (2018). Sie erklären, inwiefern sich der deutsche Staat mit versprochenen Rentenerhöhungen und faulen EU-Krediten übernimmt, während er gleichzeitig die Bildung und Infrastruktur kaputt spart. Sie sind ein alarmierendes Plädoyer für eine realistischere und mutigere Politik.

  • Alle, die wissen wollen, wie es wirklich um den deutschen Wohlstand bestellt ist
  • Bürger Deutschlands, die sich um ihre Altersvorsorge sorgen
  • Menschen, die der Eurorettung kritisch gegenüberstehen

Daniel Stelter ist promovierter Ökonom und Gründer des Online-Forums Beyond the Obvious. Davor war er lange als Unternehmensberater tätig. Als Autor hat er unter anderem folgende Titel verfasst: Die Billionen-Schuldenbombe, Nach der Krise ist vor dem Aufschwung und Eiszeit in der Weltwirtschaft. In seinen Büchern kritisiert er die deutsche sowie europäische Politik und versucht, klare Lösungswege aufzuzeigen.

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Das Märchen vom reichen Land

Wie die Politik uns ruiniert

Von Daniel Stelter
  • Lesedauer: 15 Minuten
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Das Märchen vom reichen Land von Daniel Stelter
Worum geht's

Deutschland ist längst nicht so reich, wie uns Politik und Medien glauben machen. Diese Blinks widmen sich Daniel Stelters Abrechnung mit dem Märchen vom reichen Land (2018). Sie erklären, inwiefern sich der deutsche Staat mit versprochenen Rentenerhöhungen und faulen EU-Krediten übernimmt, während er gleichzeitig die Bildung und Infrastruktur kaputt spart. Sie sind ein alarmierendes Plädoyer für eine realistischere und mutigere Politik.

Kernaussage 1 von 9

Deutschland ist längst nicht so reich, wie es scheint.

Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt. Das ist zumindest die allgemeine Auffassung der Bevölkerung und die Botschaft, die diese täglich von Politikern und Journalisten suggeriert bekommt. Alles super also, oder? Beileibe nicht. Tatsächlich ist es alles andere als gut um die deutsche Wirtschaft bestellt.

Auf den ersten Blick sehen die Zahlen prima aus: Die Arbeitslosigkeit geht seit Jahren zurück. Der Export boomt und auch die Binnenwirtschaft wächst. Das Bruttoinlandsprodukt ist zwischen 2010 und 2018 um satte 9,8 Prozent gewachsen, und selbst das Durchschnittseinkommen der Privathaushalte scheint dank niedriger Zinsen und hoher Produktivität zu steigen.

Ein Blick hinter die Kulissen offenbart jedoch ein ganz anderes Panorama. Deutschland hat noch ein paar gute Jahre vor sich, bevor die Lage richtig ernst wird. Wir werden die sich abzeichnende Entwicklung in den nächsten Blinks noch ausführlicher beleuchten. Doch steigen wir mit einem Problem ein, dass die Deutschen bereits hier und jetzt betrifft: die Mär vom hohen Einkommen.

Wir erinnern uns: Dein Einkommen ist das, was du verdienst. Das Vermögen ist das, was nach Abzug aller Steuern, Abgaben und Lebenshaltungskosten übrig bleibt. Dieses Vermögen kann auch Ersparnisse und Wertanlagen beinhalten. „Reich“ bist du der deutschen Politik zufolge bereits ab einem Jahreseinkommen von 54.000 Euro – ab dieser Summe wird nämlich der Spitzensteuersatz fällig. Natürlich bist du mit 54.000 oder auch 60.000 im Jahr ein Gutverdiener, aber reich

In diesem Einkommensbereich tut der Spitzensteuersatz besonders weh. Denn obwohl Einkünfte dieser Höhe brutto erst einmal nach einer Menge Geld aussehen, bleibt unterm Strich nur wenig hängen. Tatsächlich reicht der Nettobetrag kaum aus, um nachhaltig zu sparen und Vermögenswerte für die Altersvorsorge zu bilden.

Laut Eurostat lag das deutsche mittlere Haushaltseinkommen, auch „Medianeinkommen“ genannt, 2016 mit 21.263 Euro deutlich unter dem seiner Nachbarn. Die Menschen in Dänemark, den Niederlanden und Luxemburg verdienten um einiges mehr.

Außerdem mussten die Deutschen 2016 im Durchschnitt 49,4 Prozent ihres Jahreseinkommens wieder abgeben. Damit belegte Deutschland den zweiten Platz unter den OECD-Ländern. Nur in Belgien hatten die Menschen noch weniger Netto vom Brutto.

Die Politik stellt das natürlich anders dar. Schauen wir sie uns genauer an, die Märchen, mit denen die Politiker ihre Wählerinnen und Wähler bei Laune halten.

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