Im Anfang war das Gefühl Buchzusammenfassung - das Wichtigste aus Im Anfang war das Gefühl
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Zusammenfassung von Im Anfang war das Gefühl

Antonio Damasio

Der biologische Ursprung menschlicher Kultur

4.1 (72 Bewertungen)
22 Min.

Worum geht es in Im Anfang war das Gefühl?

António Damásios Im Anfang war das Gefühl (2017) ist ein schlaues Plädoyer für eine fundamentale Korrektur der allgemeinen Erzählung unserer Kulturgeschichte. Wir neigen dazu, unsere großen zivilisatorischen Errungenschaften ausschließlich mit Intelligenz zu verknüpfen. Dabei spielen unsere Gefühle eine mindestens genauso wichtige Rolle. Diese Blinks erklären, wie aus simplem physiologischem Feedback komplexe Informationen über den Zustand unserer Innen- und Außenwelt wurden, was die Grundlage für alle intellektuellen Leistungen lieferte.

Inhaltsübersicht

    Im Anfang war das Gefühl
    in 8 Kernaussagen verstehen

    Audio & Text in der Blinkist App
    Kernaussage 1 von 8

    Die Rolle der Emotionen wurde in der Beschreibung der menschlichen Zivilisationsgeschichte systematisch unterschätzt.

    Wir Menschen erzählen unsere Kultur- und Zivilisationsgeschichte am liebsten auf folgende Weise: Wir hätten die Meilensteine unserer Entwicklung im Wesentlichen unserem herausragenden Intellekt zu verdanken. Dieses Narrativ muss jedoch dringend überarbeitet werden, denn es verkennt die evolutionäre Bedeutung der Gefühle.

    Dabei sind unsere Affekte der wichtigste Katalysator und Feedback-Mechanismus unseres Verstandes. Ohne unsere Empfindungen hätte unser Gehirn nämlich gar keinen Zugriff auf all die Informationen über den Zustand unseres Körpers, auf deren Grundlage es seine zentralen Funktionen steuert. Hunger, Schmerz und Erstaunen sind Signale, die unseren Verstand dazu bringen, nach Antworten zu suchen. So gesehen sind unsere Gefühle die Initialzündungen, die unseren Denkapparat in Gang setzen, damit der sich an die intellektuelle Problemlösung macht.

    Nur so konnten wir Menschen zu den begnadeten Lebenskünstlern werden, die wir heute sind. Unsere großen Erfindungen – von der Perfektion der Nahrungsbeschaffung, Bekleidung und Energieversorgung bis zur Bekämpfung von Krankheiten – verdanken wir unseren emotionalen Bedürfnissen nach Gesundheit, Sicherheit und Wärme. Sind diese Bedürfnisse fürs Erste befriedigt, bekommen wir durch unsere Gefühle zuverlässiges Feedback zur Qualität der von uns entwickelten Lösungen.

    Die Mär vom Verstand als primärer Triebfeder der Entwicklung hat eine weitere Schwachstelle: In dieser Vorstellung musste sich erst das menschliche Bewusstsein formen, bevor kulturelles Verhalten möglich wurde. Das widerspricht allerdings fundierten biologischen Erkenntnissen. Bakterien z.B. sind trotz ihrer simplen organischen Konstitution in der Lage, bestimmte sensorische Informationen über ihre Umgebung zu verarbeiten. Diese Fähigkeit gilt nicht nur als direkte evolutionäre Vorstufe der Emotionalität, sondern führte sogar zu rudimentären Formen kultureller Organisation und „moralischen Verhaltens“.

    Manche Bakterienarten kommen z.B. zu Gruppen bzw. Kolonien zusammen, um ihren Zugang zu bestimmten Ressourcen zu verbessern oder sich gegen Feinde zu verteidigen. Wenn einzelne Mitglieder die Kooperation verweigern oder versuchen, schmarotzerhaft vom Verhalten der Mehrheit zu profitieren, können sie von anderen Mitgliedern zurechtgewiesen oder gar aus der Gruppe ausgeschlossen werden.

    In diesem ganz elementaren Sinn sind Emotionen und deren Vorläufer also von Anfang an ein wesentlicher Teil der evolutionären und kulturellen Entwicklungsgeschichte. Aber wie sind sie eigentlich entstanden?

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    Kernaussagen in Im Anfang war das Gefühl

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    Bestes Zitat aus Im Anfang war das Gefühl

    „Gefühle und – allgemeiner gesagt – Affekte jeder Art und Intensität sind die stillen Teilnehmer am Konferenztisch der Kultur.

    —Antonio Damasio
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    Über den Autor

    António Damásio ist ein portugiesischer Professor für Neurowissenschaften, Psychologie und Philosophie. Seit 2005 leitet er das Brain and Creativity Institute an der University of Southern California in Los Angeles. Er ist insbesondere bekannt für seine wegweisenden Arbeiten im Bereich der Bewusstseinsforschung und den neuronalen Funktionen, die für Emotionen und Bewusstsein zuständig sind. Er ist außerdem der Autor einer Reihe bedeutender wissenschaftlicher Bücher, darunter Descartes’ Irrtum (2004), Der Spinoza-Effekt (2004) und Selbst ist der Mensch (2013).

    Wer Im Anfang war das Gefühl lesen sollte

    • Neurowissenschaftlerinnen, Evolutionsbiologen, Medizinerinnen, Physiker und Psychologinnen
    • Kulturwissenschaftler und andere Interessierte, die sich für die Entstehung menschlicher Kultur begeistern
    • Alle, die sich für das Zusammenspiel von Gedanken und Gefühlen interessieren

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