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Finstere Zeiten

Zur Krise in Griechenland

Von Petros Markaris
16 Minuten
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Finstere Zeiten: Zur Krise in Griechenland von Petros Markaris

Seit 2010 ist die EU mit der griechischen Staatsschuldenkrise und deren Folgen beschäftigt. Dabei handelt es sich nicht nur um eine Finanzkrise: Ein viel größeres kulturelles und politisches Problem ist der Auslöser. Dieses ist in der Geschichte und Struktur der modernen griechischen Politik verwurzelt. Die Blinks zu Finstere Zeiten (2012) erklären Ursachen und Ausmaße der Krise aus griechischer Sicht und was die Europapolitik damit zu tun hat. 

  • Alle, die wissen wollen, wie es zur Finanzkrise in Griechenland kam
  • Menschen, die sich für die griechische Perspektive auf die Krise interessieren
  • Europapolitik-Kenner und solche, die es werden wollen

Petros Markaris, geboren 1937, ist ein international bekannter Krimi- und Drehbuchautor. Außerdem arbeitet er als Übersetzer von deutschen Klassikern ins Griechische. Bekannt ist er als Kommentator der Griechenlandkrise und Mittler zwischen der deutschen und griechischen Kultur.

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Finstere Zeiten

Zur Krise in Griechenland

Von Petros Markaris
  • Lesedauer: 16 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 10 Kernaussagen
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Finstere Zeiten: Zur Krise in Griechenland von Petros Markaris
Worum geht's

Seit 2010 ist die EU mit der griechischen Staatsschuldenkrise und deren Folgen beschäftigt. Dabei handelt es sich nicht nur um eine Finanzkrise: Ein viel größeres kulturelles und politisches Problem ist der Auslöser. Dieses ist in der Geschichte und Struktur der modernen griechischen Politik verwurzelt. Die Blinks zu Finstere Zeiten (2012) erklären Ursachen und Ausmaße der Krise aus griechischer Sicht und was die Europapolitik damit zu tun hat. 

Kernaussage 1 von 10

Der heutige Schuldenberg ist Folge der Finanzmoral der vergangenen dreißig Jahre.

1976 trat Griechenland der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, kurz EWG, bei. Seitdem gehen die Griechen völlig anders mit ihren Finanzen um. Das hat zu der prekären finanziellen Lage des Landes geführt. 

Die Mehrheit der griechischen Bevölkerung versteht Kredite heutzutage nicht als geliehenes Geld, sondern als Teil ihres Einkommens. Der Staatshaushalt ist inzwischen hoch verschuldet und auch jeder zweite Privathaushalt. 

Vor dem Beitritt zur EWG waren in griechischen Städten viele halbfertige Stockwerke zu finden. Diese warteten darauf, bis wieder genug Geld für den Ausbau zusammengespart sein würde. Heute finanzieren sich viele Griechen nicht nur ein zweites Stockwerk, sondern ganze Luxushäuser durch viel zu hohe Kredite. Diese können sie in den meisten Fällen nicht zurückzahlen.

Das Schlüsselereignis in der Fehlentwicklung im Staatshaushalt waren die Olympischen Spiele: Sie führten 2004 zu immensen Ausgaben. Diese wiederum brachten Griechenland untragbare Schulden ein, die in keinem Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt des Landes standen. 

Für das Projekt standen 2,4 Milliarden Euro zur Verfügung; die Ausgaben beliefen sich letztlich aber auf 11,5 Milliarden Euro – also das Fünffache. Kredite deckten die Kosten kurzerhand, doch deren Rückzahlung durch den griechischen Staat war von Beginn an utopisch.

In Griechenland existiert nämlich kein effizientes Steuersystem. Dieses könnte aber im Zweifelsfall solche Kredite begleichen. Noch dazu werden die Steuern, die der Staat erhebt, häufig überhaupt nicht gezahlt. 

Trotz des bekannten Problems war die griechische Regierung in den letzten Jahren unfähig, Steuerhinterziehung an der richtigen Stelle anzugehen und zu bekämpfen. Dem System mangelt es nicht nur an Transparenz und Kontrolle, es verschließt sogar die Augen vor Steuerbetrug und Korruption. 

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