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Das sind die Blinks zu

Furcht

Trump im Weißen Haus

Von Bob Woodward
19 Minuten
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Furcht: Trump im Weißen Haus von Bob Woodward

In Furcht (2018) wirft der renommierte Journalist Bob Woodward einen Blick hinter die Kulissen von Donald Trumps Weißem Haus in den ersten zwei Regierungsjahren. Diese Blinks rekonstruieren das erschreckende Bild einer unfähigen Regierung. Sie zeigen, wie verunsicherte Mitarbeiter mit- und gegeneinander konspirieren, um die Anweisungen eines impulsiven und sturen Präsidenten zu unterwandern und so zumindest die schlimmsten Katastrophen zu vereiteln.

  • Politikbegeisterte und Freunde des investigativen Journalismus
  • Jeder, der sich Sorgen um die Demokratie macht
  • Alle, die wissen wollen, was wirklich in Trumps Weißem Haus los ist

Bob Woodward ist heute Assistant Managing Editor der renommierten Washington Post, für die er seit 47 Jahren schreibt, und einer der berühmtesten Journalisten der USA. Zusammen mit seinem Freund und Kollegen Carl Bernstein wurde er bereits zweimal mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet. Ihr Buch Die Watergate-Affäre über den gleichnamigen Skandal war ein Bestseller in den USA, so wie alle seine weiteren Veröffentlichungen von Obama’s Wars bis zu The Last of the President’s Men.

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Furcht

Trump im Weißen Haus

Von Bob Woodward
  • Lesedauer: 19 Minuten
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Furcht: Trump im Weißen Haus von Bob Woodward
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In Furcht (2018) wirft der renommierte Journalist Bob Woodward einen Blick hinter die Kulissen von Donald Trumps Weißem Haus in den ersten zwei Regierungsjahren. Diese Blinks rekonstruieren das erschreckende Bild einer unfähigen Regierung. Sie zeigen, wie verunsicherte Mitarbeiter mit- und gegeneinander konspirieren, um die Anweisungen eines impulsiven und sturen Präsidenten zu unterwandern und so zumindest die schlimmsten Katastrophen zu vereiteln.

Kernaussage 1 von 12

Kurz vor der Wahl 2016 glaubte selbst Trumps Team nicht mehr an einen Wahlsieg.

2010 arbeitete der Publizist Steve Bannon an Filmmaterial, um die rechtspopulistische Tea-Party-Bewegung in den USA bei ihrem überraschenden Aufstieg zu unterstützen. Noch im selben Jahr lud ihn der konservative Politikberater David Bossie zu einem Treffen mit Donald Trump ein, der damals erstmals öffentlich eine republikanische Präsidentschaftskandidatur erwog.

Bannon hielt das Treffen für sinnlos und lehnte ab, fand Trumps Gebärden aber amüsant: Trump wunderte sich damals z.B. ungeniert über den Einwand, seine lange Liste an Spenden für die Demokraten könnte seine Chancen als Kandidat für die Republikaner schmälern. Umso überraschter war Bannon – wie so viele andere Menschen auch – als Trump 2016 tatsächlich zum Kandidaten nominiert wurde.

Bannon leitete die rechtspopulistisch orientierte Nachrichten- und Meinungswebsite Breitbart News und verfolgte den Verlauf der Wahlkampagne genau. Am 13. August 2016 rief er die Milliardärstochter Rebekah Mercer an, die sowohl das Breitbart-Network als auch das Trump-Team mit großzügigen Summen unterstützte. Bannon äußerte seine Sorge über die gegenwärtige Krise: Die Zeitungen bezifferten Trumps Rückstand gegenüber Hillary Clinton an jenem Morgen mit 20% und die Kampagne schien völlig aus dem Ruder gelaufen zu sein.

Mercer war völlig seiner Meinung. Der damalige Wahlkampfmanager Paul Manafort sei „ein Desaster“, und Bannon solle sich unbedingt selbst mit Trump treffen, um das sinkende Schiff zu retten. Mercer wusste, dass Trump die Breitbart-Artikel las und Bannon respektierte. Sie wusste, dass Bannon jemand war, dem Trump zuhören würde.

Kurz darauf, nur knappe 85 Tage vor der Wahl, gab Bannon seinen Einstand als Chefstratege. Er gab der Kampagne die so schmerzlich vermisste Kontur und legte eine realistische, einfach ausführbare Agenda vor, die sich auf genau drei Dinge einschoss: Immigration, Arbeitsplätze und die amerikanische Kriegsbeteiligung im Ausland.

Bannon glaubte, dass Trump sich in genau diesen drei Punkten am stärksten von Clinton absetzen konnte. Er würde Clinton als lasche Immigrationspolitikerin darstellen, als Globalisierungsbefürworterin, die Jobs ans Ausland verlor, und als Vertreterin eines verkrusteten Establishments, das unnötig amerikanische Leben in Auslandskriegen riskierte. Solange Trump nur hart genug in diese drei Kerben schlüge, würde er eine Chance haben.

Bannons Plan ging auf. Am Ende war aber sogar Trump überrascht, als die ersten Ergebnisse kamen. Er hatte weder ein Übergangsteam nominiert noch einen Plan für die Besetzung der 4.000 Beamtenstellen erstellt. Bannon sagte damals zutreffend: Clinton hat sich ihr Leben lang auf die Präsidentschaft vorbereitet. Trump nicht eine Sekunde.

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