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Das sind die Blinks zu

Die Psychologie sexueller Leidenschaft

Sexuelle und emotionale Blockaden überwinden

Von David Schnarch
15 Minuten
Audio-Version verfügbar
Die Psychologie sexueller Leidenschaft von David Schnarch

Die Psychologie sexueller Leidenschaft (2006) erklärt, dass dauerhafte Liebesbeziehungen einer erfüllten Sexualität nicht entgegenstehen, sondern diese erst ermöglichen. Die Blinks vermitteln die Grundlagen solcher langjährigen, sexuell erfüllten Beziehungen.

  • Paare, die sich ein erfülltes Sexualleben wünschen
  • Unglückliche Paare, die ihre Beziehung retten wollen
  • Jeder, der verstehen will, wie Intimität hergestellt wird

David Schnarch, Jahrgang 1946, leitet das Marriage & Family Health Center in Evergreen, Colorado. Er gilt als einer der führenden Paar- und Sexualtherapeuten weltweit und hat schon einige Bücher veröffentlicht, unter anderem den Titel Intimität und Verlangen aus dem Jahr 2011.

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Die Psychologie sexueller Leidenschaft

Von David Schnarch
  • Lesedauer: 15 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 9 Kernaussagen
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Die Psychologie sexueller Leidenschaft von David Schnarch
Worum geht's

Die Psychologie sexueller Leidenschaft (2006) erklärt, dass dauerhafte Liebesbeziehungen einer erfüllten Sexualität nicht entgegenstehen, sondern diese erst ermöglichen. Die Blinks vermitteln die Grundlagen solcher langjährigen, sexuell erfüllten Beziehungen.

Kernaussage 1 von 9

Von Beziehung und Sexualität gibt es viele falsche Vorstellungen.

Wer in seiner Beziehung unzufrieden ist, sich im Bett langweilt oder gar unter totaler Flaute leidet, denkt meistens, er steckt in einem Dilemma, das nur mit ihm allein zu tun hat. Dabei geht es vielen Menschen ähnlich. Denn es sind oft dieselben falschen Vorstellungen von Zweisamkeit und insbesondere von Sexualität, die die Probleme verursachen.

Viele Menschen verwechseln Intimität mit emotionaler Verschmelzung. Sie glauben, ein Zusammenleben als Paar bedeute ausschließlich gegenseitige Anerkennung, positive Bestätigung und grenzenlose Nähe. Das aber ist nicht die ganze Wahrheit. Denn Intimität heißt auch, Uneinigkeiten auszuhalten und sich gegenseitig kritisieren zu können. Und dazu muss sich jeder selbst treu bleiben. Krisen sind also keineswegs Zeichen für eine schlechte Beziehung.

Auch von der Sexualität selbst haben viele Menschen eine merkwürdig idealisierte Vorstellung. Sex müsse von Anfang an einfach funktionieren, und wenn er irgendwann nicht mehr funktioniert, dann gäbe es kaum noch einen Ausweg.

Um uns von diesen falschen Vorstellungen zu lösen, müssen wir uns eine wichtige Sache vor Augen führen: Auch wenn wir noch so verliebt, treu und anhänglich sind, bleiben wir doch alle eigene Individuen. Die Verkennung dieser grundlegenden Tatsache liegt den meisten unserer Beziehungsprobleme zugrunde.

Dabei gilt es, zwischen Einsamkeit und Alleinsein zu unterscheiden. Einsam sind wir zwangsläufig: Wir werden einsam geboren und sterben einsam. Zwischendurch haben wir vielfältige Beziehungen, bleiben aber letztlich auf uns selbst gestellt. Allein fühlen wir uns hingegen, wenn wir von anderen Menschen isoliert sind. Im Gegensatz zur Einsamkeit können wir das Alleinsein überwinden, indem wir Gesellschaft suchen.

Viele Menschen haben Mühe damit, ihre existenzielle Einsamkeit zu akzeptieren und versuchen, sie durch die Verbindung mit einem anderen Menschen zu überwinden. Sie verleugnen sich selbst und richten ihr ganzes Leben nach ihrem Partner aus. Irgendwann bauen sie ihr gesamtes Selbstwertgefühl auf diesen und geraten in immer stärkere Abhängigkeit. Die Angst, den Partner zu verlieren, wird immer größer. Mehr noch: Angst spielt oft sogar schon eine Rolle, wenn wir eine Beziehung eingehen.

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