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Alles im Kopf behalten

Mit lockerem Hirnjogging zur Gedächtnismeisterschaft

Von Joshua Foer
  • Lesedauer: 16 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 10 Kernaussagen
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Alles im Kopf behalten von Joshua Foer
Worum geht's

In diesem Buch schildert Joshua Foer seinen Aufstieg zum Gedächtnis-Champion. Alles im Kopf behalten erklärt, wie sich unser Gehirn Dinge merkt und warum unser Erinnerungsvermögen schlechter als das unserer Vorfahren ist. Es beschreibt außerdem, wie wir unsere Merkfähigkeit mithilfe einfacher Techniken verbessern und großartige Gedächtnisleistungen erzielen können.

Kernaussage 1 von 10

Alles eine Frage der Übung: Ein gutes Gedächtnis ist schulbar.

Jeder beneidet Menschen mit überragendem Erinnerungsvermögen. Wer wäre nicht gerne ein solcher Gedächtniskünstler? Doch wir alle können unsere Mneme – also unsere Erinnerungsfähigkeit – schulen und unser Gedächtnis auf Vordermann bringen. Eine herausragende mnestische Leistung ist vor allem eine Frage der richtigen Technik.

Dies bewiesen die Psychologen K. Anders Ericsson und Bill Chase mit folgendem Experiment: Ein durchschnittlicher Studierender trainierte das Wiedergeben von Zahlenreihen. Anfangs konnte er sich nur bis zu sieben Zahlen in seiner „Phonologischen Schleife“, einem Art Kurzzeitspeicher im menschlichen Gehirn, merken. Nach 250 Übungsstunden hatte er seine Erinnerungskapazität allerdings auf das Zehnfache gesteigert.

Auch Großmeister des Schachs sind für ihre unglaublichen Gedächtnisleistungen bekannt. Steckt Genie oder Übung hinter diesen Glanzleistungen? Diese Frage stellten sich russische Wissenschaftler in den 1920er-Jahren und untersuchten die allgemeinen kognitiven Fähigkeiten solcher Großmeister. Das erstaunliche Ergebnis: Trotz ihrer herausragenden Leistungen auf dem Schachbrett erzielten die Spieler nur durchschnittliche Ergebnisse in den Tests des Experiments.

Wie sich der Erfolg der Schachspieler dennoch erklären lässt, fand in den 1940er-Jahren ein niederländischer Psychologe heraus. Er stellte fest, dass erfahrene Spieler über ein „Schach-Gedächtnis“ verfügen, das ihre Wahrnehmung vom Schachbrett entscheidend prägt. Die Großmeister sehen nicht ein aus 64 Quadraten bestehendes Spielfeld und auch nicht die Position der einzelnen Figuren, sondern bestimmte Muster, die über Sieg und Niederlage entscheiden. Im Verlauf ihrer Karriere schärfen sie ihren Blick für diese Muster und können sich diese blitzschnell einprägen. Ihre allgemeine Gedächtnisleistung bleibt davon jedoch weitgehend unbeeinflusst.

Auch wenn wir diese also für jedes Gebiet einzeln trainieren müssen: Unsere Gedächtnisleistung ist nicht determiniert – mit zunehmender Expertise auf einem bestimmten Gebiet steigt auch unser Erinnerungsvermögen in diesem Bereich.

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