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Das sind die Blinks zu

Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft

Crisis Economics

Von Nouriel Roubini
21 Minuten
Audio-Version verfügbar
Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft: Crisis Economics  von Nouriel Roubini

Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft (2010) erklärt die Mechanismen von Krisen und erläutert sie am Verlauf der jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise. Dabei zeigen die Blinks, warum solche Krisen entstehen, nach welchen Mustern sie verlaufen und welche Rolle staatliche und private Akteure dabei spielen.

  • Alle, die verstehen wollen, wie es zu Finanz- und Wirtschaftskrisen kommt
  • Anleger, die sich um ihr Geld sorgen machen
  • Alle, die den Ursachen der jüngsten Wirtschaftskrise auf die Spur kommen wollen

Nouriel Roubini ist Professor an der Stern School of Business der New York University. Seit der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise ist er als „Dr. Doom“ bekannt, weil er als einer der wenigen bekannten Ökonomen die gefährlichen Entwicklungen frühzeitig erkannt und den Ausbruch einer Krise prophezeit hatte. Das Foreign Policy Magazine zählte ihn 2008 zu den 100 bedeutendsten Intellektuellen und Forbes führte ihn auf Platz 10 der einflussreichsten Akademiker.

 

Original: Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft © 2010 Campus Verlag GmbH, Frankfurt am Main/New York

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Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft

Crisis Economics

Von Nouriel Roubini
  • Lesedauer: 21 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 13 Kernaussagen
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Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft: Crisis Economics  von Nouriel Roubini
Worum geht's

Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft (2010) erklärt die Mechanismen von Krisen und erläutert sie am Verlauf der jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise. Dabei zeigen die Blinks, warum solche Krisen entstehen, nach welchen Mustern sie verlaufen und welche Rolle staatliche und private Akteure dabei spielen.

Kernaussage 1 von 13

Wirtschaftliche Zusammenbrüche gab es schon immer – Spekulationsblasen erst seit dem Aufkommen des Kapitalismus.

Schon seit Jahrhunderten wüten Finanz- und Wirtschaftskrisen in der Welt. Sie sind zerstörerische Monster, die komplette Industriezweige ausradiert, Millionen arbeitslos gemacht und ganze Nationen in den Ruin getrieben haben. Verheerende Wirtschaftskrisen entstehen nicht dadurch, dass einzelne Zocker es übertreiben und in ihrem Enthusiasmus immer größere Spekulationsblasen entstehen lassen, die eines Tages platzen. Nein, sie haben immer eine komplexe Vorgeschichte: Sie lassen sich mit einem Erdbeben vergleichen, das eines Tages die Welt erschüttert, nachdem sich über einen längeren Zeitraum im Verborgenen Spannungen aufgebaut haben. Nur wer genau hinsieht, einen Blick unter die Oberfläche wagt und die Vorboten auch erkennen will, kann sehen, dass sich eine Krise abzeichnet.

Vor dem Siegeszug des Kapitalismus wurden sie meist durch Einzelne ausgelöst, z.B. weil ein Land seinen Bankrott gegenüber seinen Gläubigern erklärte. So trug der englische König Edward III. im 14. Jahrhundert zu einer Krise in der florentinischen Kommerzwelt bei: Da er das Geld zur Kriegsführung benötigte, weigerte er sich, seine Schulden bei den dortigen Bankhäusern zu begleichen, und stürzte diese so in den Bankrott.

Derartige Krisen waren stark an das Verhalten einzelner Personen – in diesem Fall des englischen Königs – gekoppelt. Die Krisen, wie wir sie heute kennen, entstehen hingegen aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Akteure, die in einem Markt Investitionsentscheidungen mit eigenem Risiko treffen. Diese Bedingung findet sich in kapitalistischen Systemen – und eines der ersten in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts.

Dort bildete sich in Form der sogenannten Tulpenmanie die erste bekannte Spekulationsblase. Durch Spekulationen stiegen die Preise für Tulpenknollen immer weiter an: Alle glaubten daran, die Knollen zu stets noch höheren Preisen wieder verkaufen und so Profit machen zu können – bis das Platzen der Tulpenblase das Land mit einem lauten Knall in einen wirtschaftlichen Abwärtsstrudel riss. Ein großer Teil der Bevölkerung hatte investiert und immer absurdere Preise für das Spekulationsgut bezahlt. In der Krise verloren viele ihr ganzes Hab und Gut.

Der Tulpenmanie folgten bis heute zahlreiche weitere Spekulationsblasen. Diese zeichneten sich immer dadurch aus, dass durch Spekulation und Investition ein fiktiver Wert geschaffen wurde, der – ohne tatsächlichen Gegenwert und nur aus heißer Luft bestehend – eine Blase bildet, die irgendwann platzt. Wenn das passiert, kommen die Geldströme zum Erliegen und es folgt eine wirtschaftliche Krise.

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