Cloudmoney Buchzusammenfassung - das Wichtigste aus Cloudmoney
Einleitung anhören
00:00

Zusammenfassung von Cloudmoney

Brett Scott

Cash, Karte oder Krypto: Warum die Abschaffung des Bargelds unsere Freiheit gefährdet

3.6 (325 Bewertungen)
19 Min.

Kurz zusammengefasst

Cloudmoney von Brett Scott ist ein Buch, das die Welt der Kryptowährungen aus einer kritischen Perspektive beleuchtet. Es untersucht die Auswirkungen von digitalen Währungen auf die Gesellschaft und wirft wichtige Fragen zur Macht und Kontrolle auf.

Inhaltsübersicht

    Cloudmoney
    in 3 Kernaussagen verstehen

    Audio & Text in der Blinkist App
    Kernaussage 1 von 3

    Der Feldzug gegen das Bargeld

    Beginnen wir mit einer kurzen Bestandsaufnahme. Der Ausgangspunkt der aktuellen Entwicklung war die Finanzkrise 2008. Damals implodierte neben den Aktienkursen auch das Ansehen der Banken: Immerhin waren die großen Geldhäuser und Finanzinstitutionen die Hauptverantwortlichen für einen Crash, der weite Teile der Weltwirtschaft mit sich riss.

    Gleichzeitig war eine technologische Revolution im Gange. Im Sommer 2007, kurz vor dem Ausbruch der Finanzkrise, veröffentlichte Apple das erste iPhone. Von da an überschlugen sich Start-ups mit der Entwicklung neuer Apps, unter anderem für Finanzdienstleistungen. Es war die Sternstunde eines ganz neuen Wirtschaftszweiges: der Finanztechnologie, kurz FinTech. Das Versprechen der Branche war kühn: die Macht der Banken brechen, den Finanzsektor demokratisieren und möglichst allen Menschen Zugang zu Geld gewähren. Ihren Visionären zufolge sollten wir schon bald in einer bargeldlosen Welt leben, in der Transaktionen ohne Zwischenhändler wie Banken ablaufen können.

    Aber der versprochene Umsturz blieb aus. Stattdessen schwoll die neue Techbranche zur Big Tech an – also zur Gruppe jener IT-Giganten, die heute zu den weltweit größten Unternehmen zählen. Die Revolutionäre wurden Teil des Systems, das sie ersetzen wollten. PayPal zum Beispiel war angetreten, um die Finanzwelt zu unterwandern: Wir Verbraucher sollten uns das Geld direkt schicken können, ohne dass Banken oder andere Intermediäre an unseren Transaktionen mitverdienen. Zwar wird PayPal heute gelegentlich so genutzt, doch ansonsten verkam der Service zur bloßen Schnittstelle zwischen der Wirtschaft und unseren herkömmlichen Bankkonten. Denk nur daran, wie standardmäßig PayPal heute als Zahlungsmittel für Online-Käufe verwendet wird.

    Genau genommen hat die FinTech die Mechanismen des Kapitalismus noch stärker in unseren Alltag eingeebnet. Ihr Narrativ lautet, Bargeld sei veraltet. Die Zukunft sei dagegen cashless. Schließlich würden immer mehr Verbraucher auf digitale Zahlungsmittel umsteigen. Und tatsächlich sehen wir, wie nach und nach die EC-Automaten und Bankfilialen verschwinden. Aber kommen diese Impulse wirklich von unten? Sind es wirklich wir Verbraucher, die sich eine bargeldlose Zukunft wünschen?

    Nein. Die Bargeldlos-Bewegung ist kein Drang von unten, sondern ein Schub von oben. Mächtige Finanzinstitutionen fahren eine effektive Anti-Cash-Kampagne, die ihnen vor allem zweierlei einbringt: Profit und Daten.

    Wir illustrieren das an einem simplen Beispiel: Du bestellst dir einen Drink in einer bargeldlosen Bar. Um zu zahlen, musst du dir eine App herunterladen. Und für den Log-in bestätigst du deine Identität mit Facebook oder Google. Als Vermittler zwischen deinem Girokonto und dem des Empfängers fungiert eine Kreditkartenfirma wie Visa oder Mastercard.

    So interagierst du mir nichts, dir nichts mit mindestens drei Konzernen. Die Kreditkartenfirma berechnet eine Gebühr für die Transaktion. Im Hintergrund registrieren Google oder Facebook, was du kaufst. Sie speichern die Transaktionsdaten und verkaufen sie an Unternehmen, die sie für personalisierte Werbung auswerten. Und in den kommenden Tagen begegnet dir online ständig Werbung, die mit dem von dir gekauften Drink zu tun hat. All das für ein Getränk.

    Natürlich kannst du in den meisten Kneipen noch immer bar bezahlen. Aber der Feldzug gegen das Bargeld nimmt Fahrt auf; und immer mehr Geschäfte schaffen das Bargeld ab.

    Die Anti-Bargeld-Front führte im Laufe der Jahre viele Argumente ins Feld, um Unternehmen und Kundinnen zu bekehren. Am Anfang ging es vor allem um Komfort und Tempo; darum, wie bequem und schnell man ohne Bargeld zahlt. Aber seit der Corona-Pandemie wird der Feldzug mit einem neuen Argument befeuert: Hygiene.

    Denk an die großen Kaufhäuser und Supermarkt-Ketten. Da sollte man schon relativ früh nach dem Ausbruch von Covid-19 nicht mehr bar bezahlen. Aber war das wirklich hygienischer? Wenn es nach der englischen Zentralbank geht, nicht. Sie veröffentlichte schon zu Beginn der Pandemie eine Studie, nach der Kartenlesegeräte, Einkaufswagengriffe, Lebensmittel und Selbstbedienungskassen allesamt mehr zur Übertragung des Virus beitrugen als Bargeld. Also, was wird hier gespielt?

    Tatsache ist, dass die Anti-Bargeld-Front über gewaltige Ressourcen verfügt. Diese kann sie für Lobbyismus und PR-Strategien nutzen. Und je erfolgreicher sie damit ist, desto schwerer wird es, dagegenzuhalten. 

    Und apropos dagegenhalten: Wer tut das überhaupt? Wer kämpft für die Erhaltung des Bargelds? Die Zentralbanken sind in dieser Sache neutral. Der private Finanzsektor profitiert von der Abschaffung des Bargelds. Aber was ist eigentlich mit uns Verbrauchern? 

    Du möchtest die gesamte Zusammenfassung von Cloudmoney sehen?

    Kernaussagen in Cloudmoney

    Mehr Wissen in weniger Zeit
    Sachbücher auf den Punkt gebracht
    Sachbücher auf den Punkt gebracht
    Kernaussagen aus Sachbüchern in ca. 15 Minuten pro Titel lesen & anhören mit den „Blinks”
    Zeitsparende Empfehlungen
    Zeitsparende Empfehlungen
    Titel, die dein Leben bereichern, passend zu deinen Interessen und Zielen
    Podcasts in Kurzform
    Podcasts in Kurzform Neu
    Kernaussagen wichtiger Podcasts im Kurzformat mit den neuen „Shortcasts”

    Worum geht es in Cloudmoney?

    Cash oder Karte? Die einst unschuldige Entscheidung gerät zunehmend zur Grundsatzfrage. Denn wenn es nach Brett Scotts Cloudmoney (2022) geht, führt der private Finanzsektor einen regelrechten Feldzug gegen das Bargeld. Die Konzerne hinter bargeldlosen Zahlungsmitteln streben nach Profit und Nutzerdaten. Darum müssen wir uns als Verbraucher und Bürgerinnen fragen, welche Vor- und Nachteile die Abkehr vom Bargeld wirklich bringt.

    Wer Cloudmoney lesen sollte

    • Eigentlich jeder und jede von uns, denn wir alle sind auf Geld angewiesen
    • Menschen, die die Umstellung auf bargeldlose Zahlungsmittel bislang befürworten
    • Alle, die sich kritisch mit Finanz- und Wirtschaftspolitik befassen

    Über den Autor

    Brett Scott ist Journalist, Aktivist und Autor. Er studierte Anthropologie und arbeitete anschließend jahrelang als Broker. Seitdem beschäftigt er sich kritisch mit dem internationalen Finanzwesen und alternativen Wirtschaftsformen. 2013 veröffentlichte er seinen ersten Bestseller The Heretic’s Guide to Global Finance.

    Kategorien mit Cloudmoney

    Ähnliche Zusammenfassungen wie Cloudmoney

    ❤️ für Blinkist️️️ 
    Ines S.

    Ich bin begeistert. Ich liebe Bücher aber durch zwei kleine Kinder komme ich einfach nicht zum Lesen. Und ja, viele Bücher haben viel bla bla und die Quintessenz ist eigentlich ein Bruchteil.

    Genau dafür ist Blinkist total genial! Es wird auf das Wesentliche reduziert, die Blinks sind gut verständlich, gut zusammengefasst und auch hörbar! Das ist super. 80 Euro für ein ganzes Jahr klingt viel, aber dafür unbegrenzt Zugriff auf 3000 Bücher. Und dieses Wissen und die Zeitersparnis ist unbezahlbar.

    Ekaterina S.

    Extrem empfehlenswert. Statt sinnlos im Facebook zu scrollen höre ich jetzt täglich zwischen 3-4 "Bücher". Bei manchen wird schnelle klar, dass der Kauf unnötig ist, da schon das wichtigste zusammen gefasst wurde..bei anderen macht es Lust doch das Buch selbständig zu lesen. Wirklich toll

    Nils S.

    Einer der besten, bequemsten und sinnvollsten Apps die auf ein Handy gehören. Jeden morgen 15-20 Minuten für die eigene Weiterbildung/Entwicklung oder Wissen.

    Julia P.

    Viele tolle Bücher, auf deren Kernaussagen reduziert- präzise und ansprechend zusammengefasst. Endlich habe ich das Gefühl, Zeit für Bücher zu finden, für die ich sonst keine Zeit habe.

    Leute mochten auch die Zusammenfassungen

    4,7 Sterne
    Durchschnittliche Bewertung im App Store und Play Store
    32 Millionen
    Downloads auf allen Plattformen
    10+ Jahre
    Erfahrung als Impulsgeber für persönliches Wachstum
    Die besten Ideen aus den Top-Sachbüchern

    Hol dir mit Blinkist die besten Erkenntnisse aus mehr als 7.500 Sachbüchern und Podcasts. In 15 Minuten lesen oder anhören!

    Jetzt kostenlos testen