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Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus

Ein erhellender Blick auf die neue Ära des Kapitalismus

Von Shoshana Zuboff
18 Minuten
Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus von Shoshana Zuboff

In Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus (2018) dringen wir tief ein in die Geschichte und Gegenwart der Datenkraken Google, Facebook & Co. Wir schauen uns an, wie diese Konzerne es dank ihres beispiellosen Aufstiegs geschafft haben, unsere Erfahrungen selbst in Geld und Macht umzuwandeln und damit eine neue Ära des Kapitalismus einzuläuten. Warum ihrer Expansion kaum entgegengetreten wird und wohin ihre Tentakel sich als Nächstes strecken, erfährst du in diesen Blinks.

  • Alle, die das Internet und insbesondere Google und die sozialen Medien nutzen
  • Kapitalismuskritische Köpfe und alle, die nicht überwacht werden wollen
  • Jede und jeder, die oder der unsere digitalisierte Gesellschaft besser verstehen will

Shoshana Zuboff ist eine US-amerikanische Ökonomin, Philosophin und Sozialpsychologin. Das Magazin strategy+business nominierte sie als eine der elf originellsten Wirtschaftsdenkerinnen und -denker der Welt. Sie lehrte u.a. an der Harvard Business School und forscht ebenfalls in Harvard am Berkman Center for Internet and Society. 1988 veröffentlichte sie den Bestseller In the Age of the Smart Machine.

Original: Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus © 2018 Campus Verlag GmbH, Frankfurt am Main/New York

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Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus

Von Shoshana Zuboff
  • Lesedauer: 18 Minuten
  • 11 Kernaussagen
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Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus von Shoshana Zuboff
Worum geht's

In Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus (2018) dringen wir tief ein in die Geschichte und Gegenwart der Datenkraken Google, Facebook & Co. Wir schauen uns an, wie diese Konzerne es dank ihres beispiellosen Aufstiegs geschafft haben, unsere Erfahrungen selbst in Geld und Macht umzuwandeln und damit eine neue Ära des Kapitalismus einzuläuten. Warum ihrer Expansion kaum entgegengetreten wird und wohin ihre Tentakel sich als Nächstes strecken, erfährst du in diesen Blinks.

Kernaussage 1 von 11

Der Überwachungskapitalismus bildet nach dem Massenkapitalismus und der Individualisierung die Dritte Moderne.

Internetriesen wie Google und Facebook zählen ohne Zweifel zu den Erfolgsgeschichten des Kapitalismus. Ihre Milliardenumsätze haben sie noch dazu in vergleichsweise kurzer Zeit erzielt. Doch anders als klassische produzierende Unternehmen verkaufen sie keine physischen Produkte, sondern die gesammelten Daten über das Verhalten ihrer Nutzer. Dieses Geschäftsmodell begründet eine neue Ära, die Shoshana Zuboff Überwachungskapitalismus bzw. die Dritte Moderne nennt. Um die Entstehung dieser Ära zu verstehen, betrachten wir zunächst die beiden vorangegangenen Epochen.

Die Erste Moderne war der Massenproduktionskapitalismus des frühen 20. Jahrhunderts, der vom Autohersteller Henry Ford repräsentiert wird. Sein Erfolgsmodell war die Massenproduktion am Fließband, da er erkannte, wie hohe Stückzahlen zu niedrigen Kosten pro Einheit führen. Auf diese Art wurde das Auto zur Massenware, das zu einem erschwinglichen Preis auf den Markt kam. Fords erstes Auto für jedermann, das 1908 eingeführte Modell T, war denn auch lange Zeit das meistverkaufte Auto der Welt.

Die Zweite Moderne begann ab Mitte des 20. Jahrhunderts und war gekennzeichnet durch eine Individualisierung der Gesellschaft. Sie basierte auf dem wachsenden Wohlstand, den der Massenkapitalismus ermöglichte, indem er mehr Menschen Zugang zu Bildung, besserer Gesundheit und den finanziellen Mitteln für selbstbestimmte Lebensentwürfe verschaffte. Zusammen mit emanzipatorischen Bewegungen wie der Bürger- und Frauenrechtsbewegung wuchs auch die politische Mitbestimmung in den demokratischen Staaten und sorgte für ein neues Gefühl individueller Souveränität.

Als dann Mitte der 1970er-Jahre die Wirtschaft stagnierte, forderten neoliberale Ökonomen wie Friedrich Hayek und Milton Friedman radikale Freiheit der Märkte von jeder Form staatlicher Aufsicht oder Einmischung. Für Neoliberale in Politik und Wirtschaft wurden Regulierungen wie Sozialgesetze, Wohlfahrtspolitik und Gewerkschaften zum Feindbild, die im Verlauf der 1980er-Jahre in der Ära Reagan und Thatcher immer stärker abgebaut wurden.

Da das Wirtschaftswachstum nun zunehmend einseitig den Reichen zugute kam, entstand ein existenzieller Widerspruch zwischen dem Recht und Willen zur individuellen Selbstbestimmung und der ökonomischen Fähigkeit, diese auch zu realisieren. Jene Spaltung prägt unsere Gesellschaften bis heute, was Bewegungen wie Occupy Wall Street von 2011 eindrücklich zeigen.

Diese soziale Instabilität der Zweiten Moderne bildete die Grundlage für den Überwachungskapitalismus bzw. die Dritte Moderne. Apples iPod steht als Sinnbild dafür: Er ermöglichte es, die CD als physisches Produkt zu umgehen, und bot dem Konsumenten zudem die Freiheit, sein Produkt zu individualisieren, indem er seine Musiktitel selbst zusammenstellen konnte. Die Digitalisierung und Produkte wie der iPod halfen somit, das Bedürfnis nach Individualismus innerhalb einer Warenlogik zu befriedigen – ein Konzept, das bestimmend für unser Zeitalter werden sollte.

Schon bald wurde aber auch klar, dass die Errungenschaften der digitalen Dritten Moderne nicht ohne Gegenleistung zu haben sind.

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