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Die Pille und ich

Vom Symbol der sexuellen Befreiung zur Lifestyle-Droge

Von Katrin Wegner
10 Minuten
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Die Pille und ich: Vom Symbol der sexuellen Befreiung zur Lifestyle-Droge von Katrin Wegner

Die Pille ist in Deutschland mittlerweile ein gängiges Verhütungsmittel, das von jungen Mädchen mit Selbstverständlichkeit eingenommen wird. Das Medikament hat jedoch eine lange Geschichte hinter sich. Die Pille und ich berichtet von den umstrittenen Anfängen, der revolutionären Bedeutung für die Lebensgestaltung der Frau sowie dem heutigen Status als Lifestyle-Droge, die Attraktivität verspricht.

  • Frauen, die die Pille nehmen oder nehmen wollen
  • Jeder, der die Entwicklung der Frauenrolle besser verstehen will
  • Jeder, der der Pharmaindustrie skeptisch gegenübersteht

Katrin Wegner studierte Psychologie, bevor sie begann, als Filmemacherin und Autorin zu arbeiten. Heute dreht sie Dokumentarfilme und Reportagen, etwa für ARD, ZDF und Arte. Die Pille und ich ist ihr erstes Buch.

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Die Pille und ich

Vom Symbol der sexuellen Befreiung zur Lifestyle-Droge

Von Katrin Wegner
  • Lesedauer: 10 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 6 Kernaussagen
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Die Pille und ich: Vom Symbol der sexuellen Befreiung zur Lifestyle-Droge von Katrin Wegner
Worum geht's

Die Pille ist in Deutschland mittlerweile ein gängiges Verhütungsmittel, das von jungen Mädchen mit Selbstverständlichkeit eingenommen wird. Das Medikament hat jedoch eine lange Geschichte hinter sich. Die Pille und ich berichtet von den umstrittenen Anfängen, der revolutionären Bedeutung für die Lebensgestaltung der Frau sowie dem heutigen Status als Lifestyle-Droge, die Attraktivität verspricht.

Kernaussage 1 von 6

Drei Generationen von Frauen konnten bisher die Pille nehmen – mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen.

Verhütung ist in manchen Kreisen noch immer ein kontroverses Thema. Besonders in streng katholischen Regionen ist jegliche Art der Schwangerschaftsverhinderung verpönt – bis auf Abstinenz. Da können wir uns also glücklich schätzen, dass wir in Deutschland meist Offenheit gegenüber Sexualität und Verhütung erleben. Besonders die Einnahme der Pille steigt hierzulande immer weiter an.

Doch wie hat sich das Medikament in den letzten Jahrzehnten zu solch einem allgegenwärtigen Verhütungsmittel entwickelt? Die Autorin sprach mit 250 Frauen der letzten drei Generationen aus Ost- und Westdeutschland, um mehr über ihre Erfahrungen mit der Pille zu lernen.

In den 1960ern erlebte die Generation heutiger Großmütter die Einführung der Pille. Doch als das neue Verhütungsmittel 1961 in Westdeutschland und 1965 in Ostdeutschland auf den Markt kam, war es noch stark umstritten.

Sex nur aus Lust, nicht zu Fortpflanzungszwecken? So etwas auszusprechen, schien undenkbar. Das zeigte sich auch an der damaligen Verpackung: In der Produktbeschreibung wurde die verhütende Wirkung erst zum Schluss erwähnt. Außerdem befürchteten viele Frauen Nebenwirkungen und setzten die Pille nach einigen Jahren wieder ab.

Die darauffolgende Müttergeneration, zwischen 1965 und 1980 geboren, entwickelte schon eine selbstverständlichere Einstellung zur Pille. Die Protestbewegung der 1968er-Jahre brachte mehr Freiheit und sexuelle Offenheit mit sich, die auch einen anderen Umgang mit der Pille ermöglichte. Plötzlich galt sie als erwachsene und vernünftige Möglichkeit, eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern.

Diese Generation begann auch, sich auf die positiven statt auf die negativen Nebenwirkungen zu konzentrieren. Bessere Haut, weniger Menstruationsbeschwerden – die Pille erwies sich als Multifunktionsdroge.

Für die heutige Töchtergeneration – Frauen, die Anfang des 21. Jahrhunderts in die Pubertät kamen – ist die Pille gerade wegen ihrer zusätzlichen Effekte zu einem gängigen Medikament geworden. Verhütung bleibt zwar ihre Hauptfunktion, doch einige Frauen entscheiden sich auch aus anderen Gründen dafür.

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