Kategorien entdecken

In der App öffnen In der App öffnen In der App öffnen
Das sind die Blinks zu

Markenkleidung

Geschichte, Diskurs, Praktiken

Von Rudi Maier
13 Minuten
Audio-Version verfügbar
Markenkleidung: Geschichte, Diskurs, Praktiken von Rudi Maier

Markenkleidung (2012) beschäftigt sich mit der Entstehungsgeschichte, dem Diskurs und den Aneignungspraktiken von Markenmode und diskutiert mithilfe der Ergebnisse einer Befragung von zahlreichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen zum Thema, welche Bedeutung Markenkleidung heute im Alltag hat.

  • Modeschöpfer und Fashionistas
  • Alle, die mehr über die Alltagskultur erfahren möchten
  • Träger und Gegner von Markenkleidung

Rudi Maier studierte Kulturwissenschaft und Erziehungswissenschaften an der Universität in Tübingen. Sein Hauptinteresse gilt der Popkultur und dem Wandel der Arbeitswelt. Mit seiner im Ventil Verlag veröffentlichten Studie Markenkleidung promovierte er 2013 an der Uni Tübingen.

Kennst du schon Blinkist Premium?

Mit Blinkist Premium erhältst du Zugang zu dem Wichtigsten aus mehr als 3.000 Sachbuch-Bestsellern. Das Probeabo ist 100% kostenlos.

Premium kostenlos testen

Was ist Blinkist?

Blinkist ist eine App, die die großen Ideen der besten Sachbücher in einprägsame Kurztexte verpackt und erklärt. Die Inhalte der über 3.000 Titel starken Bibliothek reichen von Sachbuch-Klassikern, über populäre Ratgeber bis hin zu diskutierten Neuerscheinungen. Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen wird jeder Titel von speziell geschulten Autoren aufbereitet und dem Nutzer als Kurztext und Audiotitel zur Verfügung gestellt.

Discover
3.000+ top
nonfiction titles

Get unlimited access to the most important ideas in business, investing, marketing, psychology, politics, and more. Stay ahead of the curve with recommended reading lists curated by experts.

Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:
Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:
Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Markenkleidung

Geschichte, Diskurs, Praktiken

Von Rudi Maier
  • Lesedauer: 13 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 8 Kernaussagen
Jetzt kostenloses Probeabo starten Jetzt lesen oder anhören
Markenkleidung: Geschichte, Diskurs, Praktiken von Rudi Maier
Worum geht's

Markenkleidung (2012) beschäftigt sich mit der Entstehungsgeschichte, dem Diskurs und den Aneignungspraktiken von Markenmode und diskutiert mithilfe der Ergebnisse einer Befragung von zahlreichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen zum Thema, welche Bedeutung Markenkleidung heute im Alltag hat.

Kernaussage 1 von 8

Die Geschichte der Markenkleidung beginnt mit der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts.

Ein kurzer Blick auf uns selbst und unsere Mitmenschen reicht aus, um zu sehen, dass Markenkleidung heute überall ist. Das war doch früher nicht so, oder? Wann fing dieser ganze Trubel eigentlich an?

Die Wurzeln der Markenkleidung liegen im Zunftwesen des Mittelalters. Damals garantierten Zunftmarken und Meisterzeichen die Qualität und Herkunft eines Produktes. Schmiede prägten z.B. ein kleines Emblem in ihre Äxte, Pflüge und anderen Produkte, um ihnen einen Wiedererkennungswert zu verleihen. Diese beiden Funktionen – das Versprechen von Qualität und der eindeutige Wiedererkennungswert – sind auch heute noch zentrale Aspekte von Marken.

Der Ausgangspunkt für das moderne Markenwesen war dann die Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Bei der Kleidung spielte vor allem die Erfindung der Nähmaschine um 1830 und die Einführung spezieller Zuschnittmaschinen ca. 30 Jahre später eine wichtige Rolle. Die industriell organisierte Massenproduktion verdrängte dann schnell Zünfte und kleine Werkstätten und stellte standardisierte Kleidung für anonyme Verbraucher her.

Der Beginn des eigentlichen Markenwesens wird auf 1890 datiert, denn zu diesem Zeitpunkt hatten sich mehrere Faktoren durchgesetzt, die das moderne Markenwesen auszeichnen. Dazu zählte unter anderem das Prinzip der visuellen Markierung: Levi Strauss führte z.B. 1873 erstmals die bekannte orangene Ziernaht ein, die an die Schwingen des amerikanischen Adlers erinnern sollte. Seit diesem Jahr dient die auffällige Naht als Erkennungsmerkmal für Jeans der Marke Levi’s.

Typisch für das moderne Markenwesen ist außerdem die serielle Fertigung von Kleidung. Sie geht zurück auf den englischen Modeschöpfer Charles Frederick Worth (1825-1895). Schließlich setzten sich im 19. Jahrhundert auch neue Formen der Werbung für Kleidung durch. In den Innenstädten tauchten große Werbetafeln auf und Prominente warben mit ihrem Namen für Markenprodukte.

Hinzu kam dann noch die Entwicklung eines Vorläufers des modernen Corporate Designs, also eine einheitliche Gestaltung aller Werbe- und Präsentationsmittel. Die deutsche Firma Bleyle war dabei das erste Unternehmen, das alle Verpackungen, Kleiderbügel, Etiketten usw. vereinheitlichte.

Es gibt also mehrere Faktoren, die bei der Entstehung von Markenkleidung eine Rolle spielen, doch die Grundvoraussetzung war die Einführung der industriellen Produktionsweise.

Mit Premium freischalten Jetzt lesen oder anhören

Inhalt

Mit Premium freischalten Jetzt lesen oder anhören

Bringe mehr Wissen in deinen Alltag!

Sichere dir jetzt Zugang zu den Kernaussagen der besten Sachbücher – praktisch in Text & Audio in nur 15 Minuten pro Titel.
Created with Sketch.