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Die StartUp-Lüge

Wie die Existenzgründungseuphorie missbraucht wird – und wer davon profitiert

Von Jochen Kalka
12 Minuten
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Die StartUp-Lüge: Wie die Existenzgründungseuphorie missbraucht wird – und wer davon profitiert von Jochen Kalka

Jede kleine Firma wird heutzutage als Start-up bezeichnet, Ideen und Innovationen müssen unbedingt „disruptiv“ sein, und alle zwei Sätze fällt mindestens eines der Wörter „Blockchain“, „Customer Experience“ oder irgendetwas mit „Lean-“. So langsam fängt der Start-up-Hype gehörig an zu nerven. Zeit, die Worthülsen zu knacken und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. In Die StartUp-Lüge (2019) werden die zwölf größten Schwindeleien der Start-up-Kultur aufgedeckt und geklärt, was wirklich in den jungen, hippen Büros produziert wird. Achtung Spoiler-Alarm: Es fängt mit heiße an und hört mit Luft auf. 

  • Investorinnen und Privatanleger, die in Start-ups investieren wollen
  • Start-up-Gründer und alle, die es werden wollen
  • Jeder, der in einem Start-up arbeiten möchte

Was Jochen Kalka mit Start-ups zu tun hat? Als Journalist und Chefredakteur von Werben & Verkaufen, einer Fachzeitschrift für die Kommunikations- und Medienbranche, schreibt und publiziert er regelmäßig Artikel über sie, denn seine Kernthemen sind Medien, Marketing und digitale Transformation. Darüber hinaus sitzt er in zahlreichen Jurys, die über die Finanzierung von Start-ups entscheiden. Und er hat sogar selbst schon einmal eines gegründet, und zwar ein Geschäft für patentierte Knöpfe. 

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Die StartUp-Lüge

Wie die Existenzgründungseuphorie missbraucht wird – und wer davon profitiert

Von Jochen Kalka
  • Lesedauer: 12 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 7 Kernaussagen
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Die StartUp-Lüge: Wie die Existenzgründungseuphorie missbraucht wird – und wer davon profitiert von Jochen Kalka
Worum geht's

Jede kleine Firma wird heutzutage als Start-up bezeichnet, Ideen und Innovationen müssen unbedingt „disruptiv“ sein, und alle zwei Sätze fällt mindestens eines der Wörter „Blockchain“, „Customer Experience“ oder irgendetwas mit „Lean-“. So langsam fängt der Start-up-Hype gehörig an zu nerven. Zeit, die Worthülsen zu knacken und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. In Die StartUp-Lüge (2019) werden die zwölf größten Schwindeleien der Start-up-Kultur aufgedeckt und geklärt, was wirklich in den jungen, hippen Büros produziert wird. Achtung Spoiler-Alarm: Es fängt mit heiße an und hört mit Luft auf. 

Kernaussage 1 von 7

Start-ups sind kein bedeutender Wirtschaftsfaktor und nicht immer ein gutes Investment.

Ob im Fernsehen, im Bekanntenkreis oder in der Fachliteratur – überall wird über sie geredet. Sie sind der Heilige Gral der Wirtschaftswelt, der Firma gewordene Wille Gottes. Sie sind innovativ, flexibel, sozial und erfolgreich. Und außerdem macht es wahnsinnig Spaß, dort zu arbeiten. 

Von wegen! Wer einmal einen Blick hinter die Start-up-Kulissen geworfen hat, weiß, dass auch hier allerlei Schindluder betrieben wird, z.B. mit den Zahlen. 

Die meisten dieser jungen Unternehmen mit neuen Geschäftsmodellen oder Technologie-Ideen sind auf das Kapital von Investoren angewiesen. Der Kampf ums Geld führt häufig dazu, dass Start-ups ihre Zahlen schönen, um Anleger anzulocken. Viele dieser hippen Unternehmen sind also gar nicht so erfolgreich, wie es auf dem Papier den Anschein hat.

Vor allem an der Börse werden Start-ups oft extrem überschätzt. So wird der Automobilhersteller Tesla dort z.B. höher bewertet als BMW. Dabei verkaufte der Branchen-Neuling im Jahr 2017 weniger als 250.000 Fahrzeuge, während BMW es fast auf 2,5 Millionen brachte. Von einer realistischen Bewertung kann in diesem Fall also kaum die Rede sein. Was hier erzeugt wird, ist eine reine Blase, die jeder faktischen Grundlage entbehrt.

Entgegen der allgemeinen Behauptung sind Start-ups als Wirtschaftsfaktor also in Wahrheit eher unbedeutend. Obwohl, eine Partei verdient tatsächlich an dem Gründer-Hype, nämlich die Beraterfirmen. Sie versprechen ihren Kunden den „Start-up-Spirit“ und verkaufen ihnen am Ende doch nur aufgeblähte Buzzwords zu horrenden Tagessätzen. 

Du willst trotzdem in ein Start-up investieren, um etwas vom „Spirit“ abzubekommen? Überleg es dir lieber zweimal oder am besten zehnmal. Das Risiko, dass ein Start-up scheitert, ist nämlich zehnmal so hoch wie die Wahrscheinlichkeit, dass es erfolgreich wird. Die meisten professionellen Anleger investieren daher in möglichst viele verschiedene Start-ups, um das Risiko zu verringern. 

Mittlerweile gibt es Anbieter wie Seedmatch oder Companisto, bei denen Privatanleger ihr Geld schon ab einer Summe von 100 Euro in junge, aufstrebende Unternehmen investieren können. Doch sogar diese Anbieter geben zu, dass ihre Produkte relativ riskant sind. 

Selbst mit offiziell erfolgreichen Start-ups kann man sich beim Aktienkauf noch ordentlich in die Nesseln setzen. Das Beteiligungsunternehmen Rocket Internet z.B. ging 2014 mit einem Aktienpreis von 42,50€ an die Börse und galt eine Weile lang als ziemlich heißer Tipp. Doch bereits fünf Jahre später waren die Papiere zwischenzeitlich nur noch rund die Hälfte wert. 

In Start-ups zu investieren ist also ein riskantes Unterfangen. Na, wenn das so ist, dann gründet man eben selbst eins!

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