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Das sind die Blinks zu

So überzeugt man mit Rhetorik

Schlagfertig argumentieren mit Aristoteles, Lincoln und Homer Simpson

Von Jay Heinrichs
21 Minuten
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So überzeugt man mit Rhetorik: Schlagfertig argumentieren mit Aristoteles, Lincoln und Homer Simpson von Jay Heinrichs

Streitereien müssen nicht mit eingetretenen Türen und gekränkten Egos enden. Diese Blinks zu So überzeugt man mit Rhetorik (2013) sind ein Crashkurs in Sachen Redekunst und Argumentation. Sie erklären anhand sorgfältig recherchierter Beispiele, warum es bei verbalen Auseinandersetzungen in Wahrheit um Konsens geht. Du erfährst, mit welchen antiken Techniken du deine Ziele erreichst und wie du andere Menschen überzeugst, ohne sie vor den Kopf zu stoßen.

  • Alle, die gerne diskutieren
  • Politiker und Menschen, die überzeugend auftreten wollen
  • Eltern und Menschen in Beziehungen, die unnötige Eskalationen vermeiden möchten

Jay Heinrich hat früher als erfolgreicher Redakteur und Verleger gearbeitet. Dann hängte er seinen Job an den Nagel, um die Rhetorik vom Hobby zum Fulltime-Job zu machen. Seitdem bloggt er über rhetorische Techniken und bricht in Workshops Lanzen für die Kunst der versierten Argumentation.

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So überzeugt man mit Rhetorik

Schlagfertig argumentieren mit Aristoteles, Lincoln und Homer Simpson

Von Jay Heinrichs
  • Lesedauer: 21 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 13 Kernaussagen
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So überzeugt man mit Rhetorik: Schlagfertig argumentieren mit Aristoteles, Lincoln und Homer Simpson von Jay Heinrichs
Worum geht's

Streitereien müssen nicht mit eingetretenen Türen und gekränkten Egos enden. Diese Blinks zu So überzeugt man mit Rhetorik (2013) sind ein Crashkurs in Sachen Redekunst und Argumentation. Sie erklären anhand sorgfältig recherchierter Beispiele, warum es bei verbalen Auseinandersetzungen in Wahrheit um Konsens geht. Du erfährst, mit welchen antiken Techniken du deine Ziele erreichst und wie du andere Menschen überzeugst, ohne sie vor den Kopf zu stoßen.

Kernaussage 1 von 13

Bei einem Streit geht es nicht ums Gewinnen, sondern um Überzeugungsarbeit und Ziele.

„Ach, lass uns doch nicht streiten.“ Dieser Satz könnte wohl aus jeder Beziehung stammen. Viele Menschen meiden Konflikte wie der Teufel das Weihwasser. Das ist schade, denn gute Diskussionen erleichtern das Leben. Aber warum hat der Streit einen so schlechten Ruf? Ganz einfach: weil wir verlernt haben, richtig zu streiten. 

Der Psychologie-Professor John Gottman filmte neun Jahre lang Paare beim Streiten. In seinem „Liebeslabor“ fand er heraus, was die stabilen Beziehungen von denen unterschied, die zerbrachen. Die Paare, die zusammenblieben, nutzten Diskussionen, um ihre Probleme zu lösen. Die anderen verloren sich in Vorhaltungen und Kränkungen. Während die einen argumentierten, kämpften die anderen. 

Die entscheidende Frage ist, ob das verbale Scharmützel ein Ziel hat. Die Paare in den langlebigen Beziehungen vertrauten auf ihre Fähigkeit, einen Konsens zu finden. Sie wollten den anderen nicht niedermachen, sondern seine Zustimmung gewinnen. Dabei geht es nicht um plumpe rhetorische Gewalt, sondern um subtile und eloquente Überzeugungsarbeit ‒ um geschmeidige Manipulation also. In der Berufswelt ist es nicht anders: Drangsal und Schikane von oben sind out, gefragt sind Überzeugungskünstler, die ihre Mitarbeiter mitreißen.

Und hier kommt die Rhetorik ins Spiel. Unsere erste Lektion lautet: Stecke dir Ziele. Dem großen römischen Orator Cicero zufolge kann die Redekunst drei Ziele verfolgen: 

  • Gefühle wecken, um das Publikum empfänglich zu machen,
  • Menschen dazu bringen, ihre Einstellung zu ändern, und
  • die Zuhörer zu einer bestimmten Handlung bewegen.

Stell dir vor, du wirst beim Autofahren geblitzt. Die Polizistin weist dich schnippisch darauf hin, dass du 90 gefahren bist, obwohl nur 80 erlaubt sind. Du ärgerst dich und hast Lust, bissig zu antworten. Aber halt, langsam. Lass die Debatte nicht zum Kampf werden.

Was ist dein Ziel? Richtig, du willst sie dazu bringen, dir kein Knöllchen zu geben. Deshalb wählst du nicht den Angriff, sondern den Rückzug. Du mimst den einsichtigen, pflichtbewussten Bürger. „Ich habe mich so sehr auf den Verkehr konzentriert, dass ich etwas zu schnell war.“ Vielleicht legst du sogar noch eine Schippe drauf: „Wie schaffe ich es denn, Verkehr und Tacho gleichzeitig im Blick zu halten?“

Egal wie die Sache ausgeht, die Eskalation hast du vermieden. Im Idealfall stimmt sie der Appell an ihre Fachkompetenz gnädig und sie erspart dir das Bußgeld. Dann hättest die höchste Form des rhetorischen Sieges errungen: Beide Seiten sind zufrieden und du bekommst, was du wolltest.

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