Das sind die Blinks zu

Die bezifferte Welt

Wie die Logik der Finanzmärkte das Wissen bedroht

Von Colin Crouch
15 Minuten
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Die bezifferte Welt von Colin Crouch

Die Blinks zu Die bezifferte Welt (2015) zeigen auf, wie sich die Ideologie des Neoliberalismus in immer mehr staatliche Bereiche des Lebens ausdehnt und dazu führt, dass das verfügbare Wissen eingeschränkt und manipuliert wird. Am Beispiel der zunehmenden Privatisierung in Großbritannien wird erklärt, welche Bereiche von dieser Entwicklung besonders betroffen sind.

  • Alle, die sich dafür interessieren, wie das Wirtschaftssystem unser Wissen beeinflusst
  • Studierende der Politikwissenschaft und Soziologie
  • Alle, die mehr über die Auswirkungen der Privatisierung erfahren möchten

Der britische Politikwissenschaftler und Soziologe Colin Crouch wurde vor allem durch sein Buch Postdemokratie bekannt. Nach vielen Jahren als Professor für Soziologie an der Universität Oxford unterrichtet er mittlerweile an der Universität Warwick.

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Die bezifferte Welt

Wie die Logik der Finanzmärkte das Wissen bedroht

Von Colin Crouch
  • Lesedauer: 15 Minuten
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  • 9 Kernaussagen
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Die bezifferte Welt von Colin Crouch
Worum geht's

Die Blinks zu Die bezifferte Welt (2015) zeigen auf, wie sich die Ideologie des Neoliberalismus in immer mehr staatliche Bereiche des Lebens ausdehnt und dazu führt, dass das verfügbare Wissen eingeschränkt und manipuliert wird. Am Beispiel der zunehmenden Privatisierung in Großbritannien wird erklärt, welche Bereiche von dieser Entwicklung besonders betroffen sind.

Kernaussage 1 von 9

Neoliberalismus und Privatisierung verändern unsere Bewertungsmaßstäbe.

Die Finanzkrise hat gezeigt, dass die Wirtschaft außer Kontrolle ist. Nur wenige verstehen noch, was auf den Märkten eigentlich passiert. Das hat System. Dahinter steckt die neoliberale Ideologie, die unser Wissen langsam untergräbt.

Um zu verstehen, wie das vor sich geht, wenden wir uns kurz einigen Grundthesen des Neoliberalismus zu. Er basiert auf der Idee, dass alles einen Preis hat und zu Geld gemacht werden kann. Dieser Preis ist die einzige Kennzahl, nach der sich die Menschen richten müssen, denn sie umfasst alle anderen Informationen, zum Beispiel zu Qualität und Zuverlässigkeit. Das ist einerseits praktisch, weil es schnelle Entscheidungen ermöglicht. Andererseits werden dadurch Bereiche wie Emotionen, Ethik oder Umweltschutz aus dem Fokus der allgemeinen Aufmerksamkeit gedrängt.

Der Neoliberalismus behauptet außerdem, dass der Markt alles zum Besten verteilt. Daher werden unter seiner Ägide immer mehr Lebensbereiche vermarktet. Dazu gehört unter anderem der öffentliche Dienst, zu dem Schulen, Krankenhäuser oder die Polizei zählen.

Seit den Achtzigerjahren ist es gang und gäbe, die Leistungen von Schulen und Krankenhäusern in öffentlichen Rankings zu bewerten. Die Überlegungen dahinter erscheinen auf den ersten Blick sinnvoll: So können Bürger eine bessere Wahl treffen und es entsteht eine Konkurrenzsituation, in der einzelne Institutionen zu besseren Leistungen angespornt werden.

Leider geht das oft nach hinten los: Indikatoren sind immer vereinfachte Darstellungen, die nicht das gesamte Bild erfassen und Informationen verkürzen. Es besteht die große Gefahr, dass Institutionen alles tun, um bei bestimmten Indikatoren gut abzuschneiden, und andere Bereiche vernachlässigen. Wenn die Qualität eines Krankenhauses zum Beispiel nur an der Wartezeit in der Notaufnahme gemessen wird, kann es gut sein, dass zusätzliche Kräfte dorthin abbestellt – und Patienten dafür länger auf eine Folgebehandlung warten müssen.

Dabei handelt es sich keineswegs um bedauerliche Einzelfälle. Die Lüge hat System, wie wir im nächsten Blink sehen werden.

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