Wie Demokratien sterben Buchzusammenfassung - das Wichtigste aus Wie Demokratien sterben
Einleitung anhören
00:00

Zusammenfassung von Wie Demokratien sterben

Steven Levitsky & Daniel Ziblatt

Und was wir dagegen tun können

4.4 (112 Bewertungen)
34 Min.

Kurz zusammengefasst

Wie Demokratien sterben von Steven Levitsky & Daniel Ziblatt zeigt, wie demokratische Systeme erodieren können. Das Buch untersucht verschiedene Fallstudien und gibt Einblicke in die Prävention des demokratischen Rückgangs.

Inhaltsübersicht

    Wie Demokratien sterben
    in 11 Kernaussagen verstehen

    Audio & Text in der Blinkist App
    Kernaussage 1 von 11

    Moderne Demagogen sind schwer zu erkennen.

    Früher war der Untergang einer Demokratie einfach zu erkennen. Als Salvador Allende, der erste demokratisch gewählte sozialistische Präsident Chiles, 1973 vom Militär unter General Augusto Pinochet gestürzt wurde, rollten schwere Panzer auf den Präsidentenpalast zu. Wenig später stand der Regierungssitz in Flammen. Der Präsident war tot. Heutzutage verläuft der Aufstieg von Demagogen und Autokraten wesentlich unauffälliger.

    Dabei sind aber gewisse Muster erkennbar: In vielen Ländern versucht ein strauchelndes politisches Establishment, den Machtverlust mit der Unterstützung eines populistischen Außenseiters abzuwenden. Diese Outsider sind meist erklärte Systemgegner, die sich weit entfernt von der politischen Mitte als Stimme des ungehörten und unzufriedenen „Volkes“ inszenieren. Fast immer denkt die strauchelnde Partei, sie könne das Ungestüm des Außenseiters im Zaum halten und zu ihrem Vorteil nutzen. Und fast immer greift der Außenseiter selbst nach der Macht, wenn man ihm einmal die Türe öffnet.

    Genau das geschah in Deutschland mit Adolf Hitler. Die Regierung zerbrach im März 1930 an den Folgen der Großen Depression. Es folgten fast vier Jahre politischen Stillstands, in denen Reichspräsident von Hindenburg einen glücklosen Kanzler nach dem anderen ernannte. Damit „endlich etwas geschehen“ würde, ernannten die rechtskonservativen alten Herren im Januar 1933 mit Hitler einen populären Außenseiter zum Reichskanzler. Sie wollten von seiner Beliebtheit profitieren und glaubten, ihn kontrollieren zu können. Zwei Monate später setzte Hitler die Opposition aus und wurde zum Alleinherrscher und Führer. Der Rest ist grauenvolle Geschichte.

    Wie also kann man heute einen potenziell gefährlichen Demagogen erkennen? Levitsky und Ziblatt haben eine Art Frühwarnsystem oder Lackmustest für Autokraten in spe zusammengestellt:

    1. Autokraten lehnen die Regeln der Demokratie offen oder durch ihr Handeln ab. Sie bestreiten die Legitimität regulärer Wahlen oder stellen die Aufhebung der Verfassung als notwendig dar.
    2. Sie leugnen die Legitimität ihrer politischen Gegner, indem sie sie offen als Kriminelle verunglimpfen oder haltlos als Gefahr für die bestehende Ordnung diskreditieren.
    3. Sie tolerieren Gewalt oder rufen gar offen dazu auf. Sie billigen Gewalttaten, stacheln dazu an und haben in manchen Fällen gar selbst Verbindungen zum organisierten Verbrechen.
    4. Sie befürworten eine Beschneidung der Rechte der Medien und/oder ihrer politischen Gegner. Dabei heißen sie offen gut, wenn andere Regierungen z.B. das Versammlungsrecht oder die Meinungsfreiheit einschränken.

    Ein Politiker, der eines oder mehrere dieser Kriterien erfüllt, ist noch nicht automatisch ein Autokrat. Er gibt allerdings allen Anlass zur Sorge.

    Du möchtest die gesamte Zusammenfassung von Wie Demokratien sterben sehen?

    Kernaussagen in Wie Demokratien sterben

    Mehr Wissen in weniger Zeit
    Sachbücher auf den Punkt gebracht
    Sachbücher auf den Punkt gebracht
    Kernaussagen aus Sachbüchern in ca. 15 Minuten pro Titel lesen & anhören mit den „Blinks”
    Zeitsparende Empfehlungen
    Zeitsparende Empfehlungen
    Titel, die dein Leben bereichern, passend zu deinen Interessen und Zielen
    Podcasts in Kurzform
    Podcasts in Kurzform Neu
    Kernaussagen wichtiger Podcasts im Kurzformat mit den neuen „Shortcasts”

    Worum geht es in Wie Demokratien sterben?

    Das Beispiel Donald Trump zeigt, dass Autokraten und Demagogen die Demokratien der Welt heute nicht mehr mit Panzern und Raketen in Gefahr bringen. Diese Blinks zu Wie Demokratien sterben (2018) analysieren feinfühlig, was die Grundfesten einer gesunden Demokratie ausmacht und welche Kräfte sie erschüttern. Sie zeigen an den Beispielen aus Chile, Venezuela und Peru, wie sich populistische Außenseiter in die politische Mitte der Gesellschaft vordrängen und wie wir die Zukunft unserer Demokratien schützen können.

    Bestes Zitat aus Wie Demokratien sterben

    „Demokratien sterben weiterhin, aber auf andere Weise.

    —Steven Levitsky & Daniel Ziblatt
    example alt text

    Wer Wie Demokratien sterben lesen sollte

    • Jeder, der sich über Trump wundert, ärgert oder sich ernsthaft Sorgen macht
    • Alle, denen der Erhalt unserer Demokratien am Herzen liegt
    • Menschen, die sich für Politik und historische Zusammenhänge interessieren

    Über den Autor

    Steven Levitsky wurde 1968 im Bundesstaat New York geboren und lehrt und forscht heute als Professor für Regierungslehre in Harvard. Sein Schwerpunkt liegt auf Lateinamerika und anderen Entwicklungsländern. Er ist Co-Autor von Competitive Authoritarianism (2010).

    Daniel Ziblatt ist ebenfalls Professor für Regierungslehre an der Harvard University und konzentriert sich auf die jüngere europäische Geschichte. Er hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht, darunter Conservative Parties and the Birth of Democracy (2017).

    Beide haben Artikel in renommierten Medien wie der New York Times und der Vox veröffentlicht.

    Kategorien mit Wie Demokratien sterben

    Ähnliche Zusammenfassungen wie Wie Demokratien sterben

    ❤️ für Blinkist️️️ 
    Ines S.

    Ich bin begeistert. Ich liebe Bücher aber durch zwei kleine Kinder komme ich einfach nicht zum Lesen. Und ja, viele Bücher haben viel bla bla und die Quintessenz ist eigentlich ein Bruchteil.

    Genau dafür ist Blinkist total genial! Es wird auf das Wesentliche reduziert, die Blinks sind gut verständlich, gut zusammengefasst und auch hörbar! Das ist super. 80 Euro für ein ganzes Jahr klingt viel, aber dafür unbegrenzt Zugriff auf 3000 Bücher. Und dieses Wissen und die Zeitersparnis ist unbezahlbar.

    Ekaterina S.

    Extrem empfehlenswert. Statt sinnlos im Facebook zu scrollen höre ich jetzt täglich zwischen 3-4 "Bücher". Bei manchen wird schnelle klar, dass der Kauf unnötig ist, da schon das wichtigste zusammen gefasst wurde..bei anderen macht es Lust doch das Buch selbständig zu lesen. Wirklich toll

    Nils S.

    Einer der besten, bequemsten und sinnvollsten Apps die auf ein Handy gehören. Jeden morgen 15-20 Minuten für die eigene Weiterbildung/Entwicklung oder Wissen.

    Julia P.

    Viele tolle Bücher, auf deren Kernaussagen reduziert- präzise und ansprechend zusammengefasst. Endlich habe ich das Gefühl, Zeit für Bücher zu finden, für die ich sonst keine Zeit habe.

    Leute mochten auch die Zusammenfassungen

    4,7 Sterne
    Durchschnittliche Bewertung im App Store und Play Store
    30 Millionen
    Downloads auf allen Plattformen
    10+ Jahre
    Erfahrung als Impulsgeber für persönliches Wachstum
    Die besten Ideen aus den Top-Sachbüchern

    Hol dir mit Blinkist die besten Erkenntnisse aus mehr als 7.000 Sachbüchern und Podcasts. In 15 Minuten lesen oder anhören!

    Jetzt kostenlos testen