Der Horror der frühen Medizin Buchzusammenfassung - das Wichtigste aus Der Horror der frühen Medizin
Einleitung anhören
00:00

Zusammenfassung von Der Horror der frühen Medizin

Lindsey Fitzharris

Joseph Listers Kampf gegen Kurpfuscher, Quacksalber und Knochenklempner

4.7 (166 Bewertungen)
24 Min.

Kurz zusammengefasst

Der Horror der frühen Medizin von Lindsey Fitzharris ist ein faszinierendes Buch, das die grausame Geschichte der Medizin im 19. Jahrhundert enthüllt. Es präsentiert detaillierte und schockierende Einblicke in die damalige medizinische Praxis.

Inhaltsübersicht

    Der Horror der frühen Medizin
    in 8 Kernaussagen verstehen

    Audio & Text in der Blinkist App
    Kernaussage 1 von 8

    Im 19. Jahrhundert waren Krankenhäuser grausame Orte des Todes.

    Wir schreiben den 21. Dezember des Jahres 1848. Ganz London droht zu dieser Zeit im eigenen Dreck zu versinken: Auf den Friedhöfen stapeln sich die Leichen und die Straßen und Fußwege sind voller Abfall und Exkremente. Doch inmitten all dieses Unflats, in einem blutbespritzten Raum des King’s College hat der Chirurg Robert Liston gerade die erste Äther-Betäubung in Großbritannien durchgeführt.

    Diesem Ereignis wohnte u.a. ein junger britischer Student bei: Joseph Lister, geboren 1827 in Upton, Essex. Schon bald wird er eine medizinische Revolution anführen. Doch bevor wir dazu kommen, sehen wir uns erst einmal die Umstände an, unter denen Lister und seine Kollegen damals arbeiten mussten.

    Insbesondere in Großstädten wie London, wo sich der Dreck von Millionen von Menschen sammelte, gab es unglaublich viele kranke Menschen.

    Wer es jedoch vermeiden konnte, ließ sich lieber nicht behandeln, denn in den Krankenhäusern war es fast noch schlimmer als auf der Straße. Alles war voller Dreck, überall lauerten Infektionen und die Operationssäle sahen so aus, wie wir uns heute eine Folterkammer vorstellen würden. Daher waren Eingriffe wie die Amputation, die der Chirurg Liston im Dezember 1848 vornahm, wirklich eine Sehenswürdigkeit – nur die Verzweifelten stimmten solchen Maßnahmen zu.

    Tatsächlich lag die Mortalitätsrate bei Operationen im eigenen Haus drei- bis fünfmal niedriger als die in Krankenhäusern. Kein Wunder, denn damals wusste noch niemand, wie wichtig einfache Hygiene war. So geschah es selten, dass Ärzte zwischen den Operationen ihre Kittel wechselten. Volkssagen zufolge waren diese so vollgesogen mit Blut, dass man sie nicht aufzuhängen brauchte – sie standen von allein. Auch auf die Idee, sich vor einer OP die Hände zu waschen, kam keiner, sodass eine einzige weitergetragene Infektion ein ganzes Krankenhaus voller Patienten umbringen konnte.

    Am schlimmsten stand es um die Chirurgie, denn diese galt im 19. Jahrhundert noch als echtes Handwerk. Chirurgen waren damals oft bitterarme und schlecht ausgebildete Leute, die mit Knochensägen, stumpfen Messern und viel Muskelkraft operierten. Außerdem waren Betäubungsmittel vor 1848 in England noch nicht bekannt, weshalb Patienten natürlich um jeden Preis versuchten, die Tortur einer Operation zu vermeiden.

    Glücklicherweise sollten sich diese Verhältnisse bald ändern – dank Joseph Lister, der all seine Lebenskraft für ein Ziel aufwendete: Die Verringerung der Patienten-Sterberate. Wie ihm dies gelang, erfährst du in den nächsten Blinks.

    Du möchtest die gesamte Zusammenfassung von Der Horror der frühen Medizin sehen?

    Kernaussagen in Der Horror der frühen Medizin

    Mehr Wissen in weniger Zeit
    Sachbücher auf den Punkt gebracht
    Sachbücher auf den Punkt gebracht
    Kernaussagen aus Sachbüchern in ca. 15 Minuten pro Titel lesen & anhören mit den „Blinks”
    Zeitsparende Empfehlungen
    Zeitsparende Empfehlungen
    Titel, die dein Leben bereichern, passend zu deinen Interessen und Zielen
    Podcasts in Kurzform
    Podcasts in Kurzform Neu
    Kernaussagen wichtiger Podcasts im Kurzformat mit den neuen „Shortcasts”

    Worum geht es in Der Horror der frühen Medizin?

    Knochenbrüche, Karies und Blinddarmentzündung – diese Beschwerden sind zwar auch heutzutage noch unangenehm, für gewöhnlich aber gut behandelbar. Doch wie war das eigentlich vor 150 Jahren? In Der Horror der frühen Medizin (2018) beschreibt Lindsey Fitzharris den Zustand der vormodernen Medizin, als Ärzte noch mit Kreissägen operierten und Hygiene ein Fremdwort war. Du erfährst, unter welchen Umständen die Patienten damals behandelt wurden und wie ein britischer Chirurg die Medizin revolutionierte.

    Bestes Zitat aus Der Horror der frühen Medizin

    Eiter galt im 19. Jahrhundert noch als Zeichen einer ganz normalen Wundheilung.

    —Lindsey Fitzharris
    example alt text

    Wer Der Horror der frühen Medizin lesen sollte

    • Mediziner und alle, die es werden wollen
    • Jeder, der Angst vor Krankenhäusern hat
    • Alle, die sich für die Geschichte der Medizin interessieren und einen starken Magen haben

    Über den Autor

    Als promovierte Medizinhistorikerin tut Dr. Lindsey Fitzharris alles, um ihr Wissen an andere weiterzugeben: Bekannt wurde sie durch ihre YouTube-Serie Under the Knife, in der sie die größten Hürden, Fehler und Kuriositäten in der Medizingeschichte vorstellt. Nebenher betreibt sie einen Blog, schreibt regelmäßig für Zeitungen wie The Guardian, The Huffington Post und New Science und hat nun auch noch ihr erstes Buch verfasst: Der Horror der frühen Medizin.

    Kategorien mit Der Horror der frühen Medizin

    Ähnliche Zusammenfassungen wie Der Horror der frühen Medizin

    ❤️ für Blinkist️️️ 
    Ines S.

    Ich bin begeistert. Ich liebe Bücher aber durch zwei kleine Kinder komme ich einfach nicht zum Lesen. Und ja, viele Bücher haben viel bla bla und die Quintessenz ist eigentlich ein Bruchteil.

    Genau dafür ist Blinkist total genial! Es wird auf das Wesentliche reduziert, die Blinks sind gut verständlich, gut zusammengefasst und auch hörbar! Das ist super. 80 Euro für ein ganzes Jahr klingt viel, aber dafür unbegrenzt Zugriff auf 3000 Bücher. Und dieses Wissen und die Zeitersparnis ist unbezahlbar.

    Ekaterina S.

    Extrem empfehlenswert. Statt sinnlos im Facebook zu scrollen höre ich jetzt täglich zwischen 3-4 "Bücher". Bei manchen wird schnelle klar, dass der Kauf unnötig ist, da schon das wichtigste zusammen gefasst wurde..bei anderen macht es Lust doch das Buch selbständig zu lesen. Wirklich toll

    Nils S.

    Einer der besten, bequemsten und sinnvollsten Apps die auf ein Handy gehören. Jeden morgen 15-20 Minuten für die eigene Weiterbildung/Entwicklung oder Wissen.

    Julia P.

    Viele tolle Bücher, auf deren Kernaussagen reduziert- präzise und ansprechend zusammengefasst. Endlich habe ich das Gefühl, Zeit für Bücher zu finden, für die ich sonst keine Zeit habe.

    Leute mochten auch die Zusammenfassungen

    4,7 Sterne
    Durchschnittliche Bewertung im App Store und Play Store
    31 Millionen
    Downloads auf allen Plattformen
    10+ Jahre
    Erfahrung als Impulsgeber für persönliches Wachstum
    Die besten Ideen aus den Top-Sachbüchern

    Hol dir mit Blinkist die besten Erkenntnisse aus mehr als 7.000 Sachbüchern und Podcasts. In 15 Minuten lesen oder anhören!

    Jetzt kostenlos testen