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Blink 3 von 12 - Eine kurze Geschichte der Menschheit
von Yuval Noah Harari
So meistern Sie die persönliche Herausforderung
Neu in der Führungsrolle bietet praxisnahe Ratschläge für neue Führungskräfte, um ihren Rollenwechsel erfolgreich zu meistern. Gunnar C. Kunz vermittelt Strategien zur effektiven Mitarbeiterführung und zur Etablierung als respektierte Führungspersönlichkeit.
Hier stehst du nun: Gerade hast du die Verantwortung für ein Team übernommen. Vielleicht bist du aus dem Kollegenkreis aufgestiegen, vielleicht auch neu in die Firma gekommen, in jedem Fall hast du jetzt eine neue Rolle und auch die Erwartungen an dich sind andere.
Viele starten in eine neue Führungsposition zunächst mit dem Anspruch „einfach ein guter Chef sein“ zu wollen. Doch was bedeutet das konkret? Diese Frage nach dem Selbstverständnis in der Führungsrolle ist wichtig: Nach welchen Prinzipien willst du führen? Was ist dir wichtig im Umgang mit Menschen? In vielen Unternehmen gibt es Leitlinien, die allerdings oft sehr allgemein bleiben. In der konkreten Alltagssituation, wenn du einen unsicheren Mitarbeiter vor dir hast, ein Fehler gerade gerückt werden muss oder großer Zeitdruck herrscht, dann musst du selbst entscheiden, wie du handelst, denn gute Führung ist situativ. Sie richtet sich nicht nur nach deinen Aufgaben oder den Erwartungen deiner Vorgesetzten, sondern vor allem auch nach den Menschen im Team.
Und genau hier liegt der Unterschied: In der Führungsrolle wird dein Erfolg zu einem großen Teil daran gemessen, wie gut du deine Mitarbeiter motivieren kannst und wie gut ihr als Team die gesetzten Ziele erreicht. Ein erfahrener Mitarbeiter braucht Freiraum, ein neuer Kollege vielleicht mehr Orientierung. Wer alle gleich behandelt, wird seinen Mitarbeitern nicht gerecht.
Was sich jedoch klar umreißen lässt, ist die Grundlage für ein modernes Führungsverständnis: ein positives Menschenbild. Dahinter steht die Annahme, dass die meisten Mitarbeiter gute Arbeit leisten wollen – wenn man sie lässt. Sie möchten in ihrer Individualität wahrgenommen werden, Wertschätzung erfahren und Freiraum haben, nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus Vertrauen. Dieses Vertrauen entsteht nicht von heute auf morgen, sondern entwickelt sich über Zeit: indem du zuhörst, Leistungen anerkennst und ernst nimmst, was jemand einbringt.
Ein kurzer Satz wie „Das war gut gelöst“ kann mehr bewirken als jede formale Beurteilung, umgekehrt wird es schnell demotivierend, wenn Einsatz als selbstverständlich hingenommen wird. Wer Mitarbeiter motivieren möchte, sollte deshalb nicht bei den Schwächen ansetzen, sondern bei den Stärken. Was kann jemand besonders gut? Wo liegen Interessen, wo Potenziale? Wenn du deine Mitarbeiter wirklich siehst und verstehst, wie sie ticken, kannst du ihnen die Aufgaben zuteilen, die am besten zu ihnen passen. Engagement entsteht dann oft von ganz allein.
Viele Führungskräfte unterschätzen diese Eigenmotivation und neigen dazu, so viel wie möglich vorzugeben. Das engt aber ein und signalisiert den Mitarbeitern: „Ich traue dir nicht zu, dass du das selbst schaffst.“ Es passiert das Gegenteil von dem, was du beabsichtigst. Mitarbeiter arbeiten nur noch das Nötigste ab, statt mitzudenken. Ein Team, das eigenverantwortlich arbeitet, entwickelt hingegen mehr Dynamik, übernimmt mehr Verantwortung und ist kreativer. Deine Aufgabe als Führungskraft ist es, hier die richtige Balance zu finden: klar genug, um Orientierung zu geben, offen genug, um Spielräume zu lassen.
Auch der Austausch im und mit dem Team spielt eine zentrale Rolle. Kurze, regelmäßige Abstimmungen helfen, den Überblick zu behalten und alle einzubeziehen. Es muss nicht immer das große Meeting sein, bei dem alle zu Wort kommen und das sich endlos in die Länge zieht. Oft reichen wenige Minuten, um Klarheit zu schaffen, Missverständnissen vorzubeugen und Informationen gezielt auszutauschen.
Du solltest deine neue Rolle also weniger als Vorgesetzter im klassischen Sinne verstehen, sondern vielmehr als Coach, Mentor und Unterstützer. Du bist nicht derjenige, der alle Antworten parat haben muss, sondern derjenige, der die richtigen Fragen stellen sollte. Du musst nicht alle Probleme selbst lösen, sondern befähigst andere, Lösungen zu finden. Genau darin liegt der Kern moderner Führung.
Neu in der Führungsrolle (2020) ist ein Überblick über die Herausforderungen, die auf frischgebackene Führungskräfte zukommen. Du lernst unter anderem wie du das Vertrauen deines Teams gewinnst, wie du ein gutes Führungsverständnis entwickelst und wie es dir gelingt, deine Mitarbeiter zu motivieren.
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Blink 3 von 12 - Eine kurze Geschichte der Menschheit
von Yuval Noah Harari