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Unsere asiatische Zukunft

Die Welt aus asiatischer Sicht: Geschichte, Handel, Politik

Von Parag Khanna
16 Minuten
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Unsere asiatische Zukunft von Parag Khanna

In den Blinks zu Unsere asiatische Zukunft (2019) zeigen wir dir die Welt aus asiatischer Sicht. Was passiert gerade in Asien, was macht den Kontinent aus, was hält ihn zusammen, und wie funktioniert seine Wirtschaft? Das 21. Jahrhundert wird asiatisch – es ist also an der Zeit, diese Fragen zu beantworten.

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Parag Khanna ist Politikwissenschaftler und Strategieberater. Als Barack Obama für die US-Präsidentschaft kandidierte, war Khanna sein außenpolitischer Berater. Aktuell unterrichtet Khanna an der Nationaluniversität Singapur. Er veröffentlicht regelmäßig Artikel zu den Themen Globalisierung und Geopolitik in Zeitungen wie New York Times oder Financial Times. Als Buchautor verfasste er unter anderem Wie man die Welt regiert (2012).

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Unsere asiatische Zukunft

Von Parag Khanna
  • Lesedauer: 16 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 10 Kernaussagen
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Unsere asiatische Zukunft von Parag Khanna
Worum geht's

In den Blinks zu Unsere asiatische Zukunft (2019) zeigen wir dir die Welt aus asiatischer Sicht. Was passiert gerade in Asien, was macht den Kontinent aus, was hält ihn zusammen, und wie funktioniert seine Wirtschaft? Das 21. Jahrhundert wird asiatisch – es ist also an der Zeit, diese Fragen zu beantworten.

Kernaussage 1 von 10

Die Zersplitterung Asiens ist eine Folge des Kolonialismus – doch es wächst stärker denn je wieder zusammen.

Was meinen wir eigentlich, wenn wir „Asien“ sagen? Asien vereint viele verschiedene Regionen. Um das zu erkennen, genügt es, auf eine Weltkarte zu schauen: Unser Blick wandert vom Persischen Golf über große Teile Russlands, im Süden folgt er einer Kurve von Pakistan über Indien und China, um schließlich in Japan zu landen – der Kontinent, das wird dabei klar, vereint sehr unterschiedliche Kulturen. Doch gibt es etwas, was diesen heterogensten aller Erdteile in sich zusammenhält?

Nun, zunächst ist Asien heute tatsächlich in erster Linie ein geografischer Begriff. Asiate ist, wer in Asien wohnt – das gilt ebenso für ethnische Gruppen, die auch Europäer zu ihren Vorfahren zählen. Russen sollten daher zum Beispiel als weiße Asiaten gesehen werden. Asien war aber nicht immer nur zuallererst ein geografischer Begriff. Bis ins 15. Jahrhundert bildete der Kontinent ein diplomatisch, kulturell und wirtschaftlich zusammenhängendes Gebiet, das sich von der Osttürkei bis nach Ostchina erstreckte. Vom Altertum bis in die Neuzeit befanden sich Asiens Kulturen im regen Austausch, handelten und bekriegten sich.

Erst der europäische Kolonialismus führte zu einer Zersplitterung Asiens. Europäische Staaten machten den Erdteil zu einer Ansammlung unterschiedlicher Gebiete, die zu arm und den Westmächten zu unterlegen waren, um sich zusammenzutun und vereint zu kämpfen. Der Kalte Krieg führte zu einer weiteren Spaltung. Die Folge: Araber begriffen sich mit der Zeit selbst als „Naher“ oder „Mittlerer Osten“, Koreaner, Japaner und Chinesen als „Ferner Osten“. Wohlgemerkt entstammen diese Selbstzuschreibungen einer westlichen Perspektive, denn faktisch handelt es sich bei den Regionen um West- oder Ostasien.

Nach zwei Jahrhunderten, die von Aufsplitterung geprägt waren, markiert das 21. Jahrhundert jedoch den Anbruch einer neuen Phase, in der sich Asien zu einer stabilen ökonomischen Einheit entwickelt. Der globalisierte Wettbewerb verlangte von Asien, dass es enger zusammenrückt, und das tat es auch. Zu Beginn des neuen Jahrhunderts löste China die Vereinigten Staaten als weltgrößte Handelsmacht ab, und Indien ist die global am rasantesten wachsende Volkswirtschaft. 

Der wirtschaftliche Erfolg Ost- und Südasiens führte wiederum dazu, dass Westasien – also der Mittlere und Nahe Osten –, seine Zugehörigkeit zu Asien neu entdeckte. Schon heute treiben Asiaten mehr Handel untereinander als mit irgendeiner anderen Region der Welt. Die Region von nun an als Westasien zu bezeichnen ist deshalb nicht nur Ausdruck einer antiimperialistischen Einstellung im Geist politischer Korrektheit. Der Begriff ist schon deswegen angemessen, da die Ölmonarchien weit mehr mit ostasiatischen Staaten handeln als mit westlichen.

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