Herrschaft der Dinge Buchzusammenfassung - das Wichtigste aus Herrschaft der Dinge
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Zusammenfassung von Herrschaft der Dinge

Frank Trentmann

Die Geschichte des Konsums vom 15. Jahrhundert bis heute

4.4 (17 Bewertungen)
32 Min.
Inhaltsübersicht

    Herrschaft der Dinge
    in 12 Kernaussagen verstehen

    Audio & Text in der Blinkist App
    Kernaussage 1 von 12

    Konsumkulturen entwickelten sich unabhängig voneinander an verschiedenen Orten.

    Viele Menschen assoziieren mit dem Begriff Konsumgesellschaft riesige Shoppingmalls und Kunden, die sich im Sommerschlussverkauf wegen eines Sonderangebots in die Haare kriegen. Moderne Phänomene. Dabei ist die kulturelle Fixierung auf den Konsum, der sogenannte Konsumismus, schon viel älter.

    Ein solcher Konsumismus entwickelte sich bereits im mittelalterlichen Italien. Die europäische Handelsrevolution zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert machte Norditalien dank der boomenden Zentren Venedig, Genua und Florenz zur urbanisiertesten Gegend Europas. Durch den wirtschaftlichen Aufschwung wurden Luxus und Selbstdarstellung spätestens mit dem Beginn des 16. Jahrhunderts zum festen Bestandteil der italienischen Gesellschaft. Im Trend lagen bspw. Haarverlängerungen, künstliche Zähne und Parfüms.

    Zur gleichen Zeit etwa, während der späten Ming Dynastie, florierte der Konsum auch in China. Schon im 17. Jahrhundert prägten bspw. meterhohe Werbeleinwände, die Bambuswaren oder Schmuck bewarben, das Stadtbild größerer Städte wie Jiangnan. Auch hier driftete die Gesellschaft in den Überfluss. Zeitgenössische Autoren beklagten, dass sich arme Leute, die nicht mal einen Besen besaßen, nur noch in Kutschen bewegten.

    Die italienischen und chinesischen Regierungen sahen diesen ausufernden Konsum mit einem kritischen Auge. Die reichen Bürger besaßen durch den vielen Konsum nämlich geringere Goldvermögen, weswegen der Staat wiederum weniger Vermögens- und Sondersteuern einnehmen konnte. Die venezianische Regierung erließ daher neue Gesetze, die u.a. prunkvolle Wandteppiche, die länger als anderthalb Meter waren, verboten. Die chinesischen Eliten hingegen versuchten den überbordenden Konsum einzuschränken, indem sie das Ideal eines kultivierten Konsums einführten.

    In England blühte die Konsumkultur im 17. und 18. Jahrhundert auf. Koloniale Ressourcen ermöglichten den Engländern ein massives Wirtschaftswachstum – auf Kosten der Ausgebeuteten. Eine zentrale Rolle spielte hier die indische Baumwolle. Diese revolutionierte die damalige Modewelt. Denn die günstige Baumwolle ermöglichte nun einer breiten Bevölkerungsschicht, bereits gefertigte Kleidung auf dem Markt zu erwerben.

    Wir sehen also: Es gibt keinen eindeutigen Geburtsort des Konsums. Vielmehr entwickelte er sich an verschiedenen Orten der Welt auf recht ähnliche Weise.

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    Worum geht es in Herrschaft der Dinge?

    Die Blinks zu Herrschaft der Dinge (2017) nehmen den Konsum unter die historische Lupe – denn Konsum ist kein modernes Phänomen. Sie gehen den Fragen nach, unter welchen Bedingungen Konsum entstand und welche Funktionen er für den Menschen erfüllt. Diese Blinks zeigen auch, welche Folgen der Konsum für die Umwelt hat und was wir an unserem Konsumverhalten ändern müssen, um nachhaltiger zu werden.

    Bestes Zitat aus Herrschaft der Dinge

    „Für diejenigen, die am Rand der Gesellschaft standen, bedeutete die Erreichbarkeit von Gütern Zugehörigkeit und Würde.

    —Frank Trentmann
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    Wer Herrschaft der Dinge lesen sollte

    • Menschen, die ihr Konsumverhalten gerne hinterfragen
    • Jeder, der wissen möchte, was vor 200 Jahren so eingekauft wurde
    • Geschichtsinteressierte

    Über den Autor

    Frank Trentmann lehrt am Birkbeck College der Universität London und ist einer der wichtigsten Historiker im Bereich der Alltags- und Konsumgeschichte. Neben Herrschaft der Dinge veröffentlichte er auch Free Trade Nation. Commerce, Consumption, and Civil Society in Modern Britain (2008) über den britischen Freihandel, wofür er 2008 den Whitfield-Preis der Royal Historical Society erhielt.

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