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Showdown zeigt, warum der Euro von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Das Buch deckt internationale Zusammenhänge und Interessen auf, erklärt, inwiefern die Krise um den Euro einem internationalen Wirtschaftskrimi gleicht, und zeigt, wie man die Krise beenden könnte.

  • Jeder, der wissen möchte, woher die aktuellen Probleme um den Euro kommen
  • Jeder, der sich dafür interessiert, wer einen starken europäischen Wirtschaftsraum verhindern will
  • Jeder, der wissen will, wie man die Euro-Krise lösen kann

Dirk Müller arbeitete fast zwanzig Jahre auf dem Frankfurter Börsenparkett. Er wird oft als das Gesicht der Börse oder „Mister Dax“ bezeichnet und ist heute ein gefragter Finanzexperte.

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Showdown

Der Kampf um Europa und unser Geld

Von Dirk Müller
  • Lesedauer: 13 Minuten
  • 8 Kernaussagen
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Showdown: Der Kampf um Europa und unser Geld von Dirk Müller
Worum geht's

Showdown zeigt, warum der Euro von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Das Buch deckt internationale Zusammenhänge und Interessen auf, erklärt, inwiefern die Krise um den Euro einem internationalen Wirtschaftskrimi gleicht, und zeigt, wie man die Krise beenden könnte.

Kernaussage 1 von 8

Die Währung muss zur Wirtschaftskraft einer Region passen, sonst sind Transferzahlungen unvermeidlich.

Die Deutsche Einheit führte dazu, dass zwei wirtschaftlich unterschiedlich starke Regionen eine gemeinsame Währung bekamen. Die wirtschaftlich schwachen Ostbetriebe litten darunter, da sie mit der starken D-Mark nicht mehr wettbewerbsfähig waren. Ihre Produkte waren im Gegensatz zu den westdeutschen zu teuer. Mit einer schwachen Ostmark hingegen hätten die östlichen Bundesländer einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass jede Region unbedingt eine eigene Währung haben sollte, denn das wäre zu unübersichtlich. Fakt ist jedoch, dass nur dann, wenn die wirtschaftlichen Unterschiede nicht über die Abwertung einer Währung ausgeglichen werden können, Transferzahlungen geleistet werden müssen.

In Deutschland werden die Unterschiede durch den Länderfinanzausgleich zumindest abgeschwächt. Solche Transferzahlungen funktionieren jedoch nur, wenn für alle die gleichen Regeln gelten. Wüsste ein Baden-Württemberger, dass der Saarländer mit 50 in Rente geht und nur die Hälfte der Steuern zahlt, wäre er nicht mehr bereit, sein Geld in den Topf zu werfen.

Auf europäischer Ebene würde das heißen, dass die Arbeitsmarktgesetze, Steuersätze und Sozialsysteme vergleichbar sein müssten. Auch hier dürften die Zahlungen ein gewisses Maß nicht überschreiten, damit sie von der Bevölkerung akzeptiert werden.

Welche Folgen es haben kann, wenn sich der Wert einer Währung von der Wirtschaftskraft entkoppelt, erlebte vor wenigen Jahren die Schweiz. Dort veränderte sich der Wechselkurs zwischen Franken und Euro nicht aufgrund der wirtschaftlichen Stärke des Landes, sondern aus Misstrauen dem Euro gegenüber.

Ende 2008, Anfang 2009 trauten die Europäer ihrer eigenen Währung nicht mehr und flüchteten in den Franken – dessen Wert daraufhin stark anstieg. Die Schweizer in den Grenzgebieten kauften daher im für sie nun billigeren Euroraum ein. Das bekam wiederum der Einzelhandel in der Schweiz zu spüren und auch die Exporteure hatten dadurch Probleme, weil ihre Produkte wie Schweizer Nobeluhren oder Taschenmesser plötzlich für Deutsche und Franzosen viel teurer waren. Die Tourismusbranche geriet ebenfalls in Schwierigkeiten, da die Schweiz für andere Europäer zu teuer wurde.

Die Währung muss zur Wirtschaftskraft einer Region passen, sonst sind Transferzahlungen unvermeidlich.

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