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Das sind die Blinks zu

Ausgereizt!

Wie wir uns gegenseitig die Butter vom Brot nehmen

Von Kurt-Georg Scheible
12 Minuten
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Ausgereizt!: Wie wir uns gegenseitig die Butter vom Brot nehmen von Kurt-Georg Scheible

In zentralen Unternehmensbereichen wie Produktion, Marketing und Verkauf gilt meist die Maxime, so viele Kosten wie möglich einzusparen – und das inzwischen in nahezu jeder Branche. Scheible zeigt die Ursachen dafür auf und beschreibt, welche Folgen das Diktat der Gewinnmaximierung langfristig für Wirtschaft und Gesellschaft hat. Die folgenden Blinks beschreiben aber auch seine konkreten Lösungsvorschläge.

  • Alle, die schon immer ein Problem mit dem Mantra „Geiz ist geil“ hatten
  • Alle, die gern einen Blick hinter die Kulissen werfen
  • Unternehmer, die der Sparpolitik in ihrem Unternehmen etwas entgegensetzen wollen

Kurt-Georg Scheible hat sich als erfolgreicher Unternehmer auf das Führen von Verhandlungen zwischen Geschäftspartnern spezialisiert und hält darüber inzwischen regelmäßig Vorträge. Als „Erfolgsverhandler“ hat er bereits zahlreiche Zulieferer in den Verhandlungen mit großen Konzernen in der Lebensmittel- und Autoindustrie beraten. Die Kombination aus langjähriger Berufserfahrung und seinen Qualitäten als Redner machen ihn zum gefragten Experten in Sachen Verhandlung. Im Juni 2015 veröffentlichte er den Bestseller Win! Verhandeln um zu siegen.

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Ausgereizt!

Wie wir uns gegenseitig die Butter vom Brot nehmen

Von Kurt-Georg Scheible
  • Lesedauer: 12 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 7 Kernaussagen
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Ausgereizt!: Wie wir uns gegenseitig die Butter vom Brot nehmen von Kurt-Georg Scheible
Worum geht's

In zentralen Unternehmensbereichen wie Produktion, Marketing und Verkauf gilt meist die Maxime, so viele Kosten wie möglich einzusparen – und das inzwischen in nahezu jeder Branche. Scheible zeigt die Ursachen dafür auf und beschreibt, welche Folgen das Diktat der Gewinnmaximierung langfristig für Wirtschaft und Gesellschaft hat. Die folgenden Blinks beschreiben aber auch seine konkreten Lösungsvorschläge.

Kernaussage 1 von 7

Ausgereizt: Das Kostendrücken und Zwangssparen in der Wirtschaft schadet dem deutschen Mittelstand.

In fast allen deutschen Unternehmen wird an allen Ecken und Enden gespart: bei den Mitarbeitergehältern, durch Stellenkürzungen oder weitere Senkungen der Produktionskosten. Der Druck wird vor allem an die mittelständischen Zuliefererbetriebe weitergegeben, deren Belastbarkeit de facto ausgereizt ist.

Viele Lieferanten, u.a. die der großen Lebensmitteldiscounter, erzielen selbst keine Profite mehr und operieren am Rande der Wirtschaftlichkeit.

Bei den oft knallharten Verhandlungen und dem immensen Preisdruck auf die Zulieferer spielt deren Überlebensfähigkeit oft keine Rolle mehr. Um überhaupt noch zu den aufgezwungenen Konditionen liefern zu können, schneiden sie ihre Angebote auf die Anforderungen der großen Unternehmen zu und begeben sich dadurch in extreme Abhängigkeit. Springt der Konzern ab, kann der spezialisierte Zulieferer kaum für andere liefern.

Vor allem die Lebensmitteldiscounter geben den Druck des gnadenlosen Wettbewerbs um die billigsten Preise mit aller Marktmacht an ihre Lieferanten weiter. So hat z.B. ein Discounter einen Mineralwasserlieferanten durch aggressive Rabattforderungen in den Konkurs getrieben – und musste den Betrieb der Quelle letztlich selbst übernehmen. Es gab schlichtweg keine weiteren Einsparmöglichkeiten beim Rohstoff Wasser und keinen Lieferanten, der zum geforderten Preis hätte liefern können.

Um Preise und Kosten weiter zu senken, greifen sowohl Zulieferer als auch Einkäufer zu drastischen Mitteln.

Während früher noch der Handschlag galt, versuchen Einkäufer heute sogar oft noch nach Vertragsabschluss die Preise zu drücken. Daraus hat sich ein ganzer Geschäftszweig entwickelt. Sogenannte Windfall-Profit-Unternehmen suchen gezielt nach Lücken in älteren Verträgen, um dann hohe Nachforderungen zu stellen. Viele Lieferanten sehen sich gezwungen, günstigere Subunternehmen aus dem Ausland zu beauftragen.

Die Kostenspirale dreht sich sogar so weit, dass die Großkonzerne irgendwann den Zulieferer überspringen und sich direkt an den billigen Sublieferanten wenden. Dadurch wird der deutsche Mittelstand ausgebootet und das Know-how wandert ins Ausland ab. Der Sparzwang trifft inzwischen auch Dienstleister, die unsere Grundversorgung gewährleisten. Die Kehrseite der Medaille ist die Gier nach Gewinnmaximierung.

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