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Das sind die Blinks zu

Ohne Gnade

Polizeigewalt und Justizwillkür in den USA

Von Bryan Stevenson
13 Minuten
Ohne Gnade: Polizeigewalt und Justizwillkür in den USA von Bryan Stevenson

Ohne Gnade ist die mitreißende und fundierte Aufforderung eines Anwalts, das Justizsystem der USA gerechter und milder zu gestalten. Die Blinks zum Buch zeigen, wie sich das System in den letzten Jahrzehnten immer weiter vom Gerechtigkeitsideal entfernt hat. Stattdessen wird durch institutionalisierte Grausamkeit und soziale Vorverurteilung die gesellschaftliche Ordnung der USA zementiert.

  • Jeder, der sich für die USA und ihre Gesellschaft interessiert
  • Anwälte, die mehr über die Situation ihrer Kollegen in den USA lernen möchten
  • Alle, die über die US-Berichte über Polizeigewalt an schwarzen Jugendlichen Bescheid im Bilde sein wollen

Bryan Stevenson studierte Jura an der renommierten Harvard Universität. Später gründete er die NGO Equal Justice Initiative in Alabama, deren Vorsitzender er bis heute ist. Die Organisation versucht, Gerechtigkeit für sozial benachteiligte Gruppen durchzusetzen, indem sie den Betroffenen rechtlichen Beistand bietet. Außerdem unterrichtet Stevenson Rechtswissenschaft an der juristischen Fakultät der Universität New York.

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Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Ohne Gnade

Polizeigewalt und Justizwillkür in den USA

Von Bryan Stevenson
  • Lesedauer: 13 Minuten
  • 8 Kernaussagen
Ohne Gnade: Polizeigewalt und Justizwillkür in den USA von Bryan Stevenson
Worum geht's

Ohne Gnade ist die mitreißende und fundierte Aufforderung eines Anwalts, das Justizsystem der USA gerechter und milder zu gestalten. Die Blinks zum Buch zeigen, wie sich das System in den letzten Jahrzehnten immer weiter vom Gerechtigkeitsideal entfernt hat. Stattdessen wird durch institutionalisierte Grausamkeit und soziale Vorverurteilung die gesellschaftliche Ordnung der USA zementiert.

Kernaussage 1 von 8

Das US-Justizsystem wird seit den 80er-Jahren immer brutaler.

Gerichte und Gefängnisse sind faszinierende Orte – kein Wunder, dass es zahllose Fernsehshows gibt, die an diesen Schauplätzen spielen. Wie wir gleich sehen werden, ist die Realität aber weniger lustig als manche Serie und schlägt die Fiktion um Weiten, was Brutalität und Ungerechtigkeit betrifft.

Vor allem seit den 1980er Jahren zeichnet sich das amerikanische Justizsystem immer mehr durch unverhältnismäßig harte Strafen aus. Seit dieser Zeit können Menschen selbst für kleine Straftaten ins Gefängnis gesteckt werden – vor allem, wenn sie schon einmal irgendwie polizeilich auffällig geworden sind. Auch für Kleinkriminalität oder bestimmte Kavaliersdelikte können Menschen seitdem zu lebenslanger Haft verurteilt werden. So traf der Autor z.B. eine Frau, die mehrere Jahre im Gefängnis verbringen musste, weil sie fünf ungedeckte Schecks über weniger als 150 Dollar geschrieben hatte. Sie wollte damit Weihnachtsgeschenke für ihre Kinder kaufen.

Auch im Bereich der Drogenkriminalität wird seit den 80er-Jahren viel strenger vorgegangen. Damals saßen ca. 41.000 Menschen Haftstrafen wegen Drogenmissbrauchs ab. Heute liegt ihre Zahl bei 500.000.

Dies ist nur einer von vielen Bereichen, in denen die Strafen immer härter und länger werden. Zusammengenommen ergibt das einen besorgniserregenden Trend. Er führt nicht nur dazu, dass die Gefängnisse überfüllt sind und ständig neue gebaut werden müssen, sondern auch dazu, dass mittlerweile ein respektabler Anteil der Bevölkerung inhaftiert ist.

In den 70er Jahren waren durchschnittlich 300.000 US-Amerikaner inhaftiert. Heute sind es 2,3 Millionen. Hinzu kommen noch die sechs Millionen Menschen, die momentan in Untersuchungshaft sitzen oder auf Bewährung draußen sind.

Wenn dieser Trend anhält, bedeutet das, dass einer von 15 Menschen, die im Jahr 2001 geboren wurden, eine gewisse Zeit ihres Lebens im Gefängnis verbringen wird. Das kann an einer Gesellschaft nicht spurlos vorübergehen.

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