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Trotz enormer Fortschritte in der Technik und der Medizin können wir nicht verhindern, dass jeder Mensch einmal sterben wird. Und darin, wie wir mit dem Tod umgehen, sind wir in der Moderne auch nicht besser geworden, sondern schlechter. In Sterblich sein wirft der Arzt Atul Gawande, der beruflich natürlich oft mit dem Tod zu tun hat, einen Blick darauf, was passiert, wenn jemand stirbt, und wie wir mit diesem Ereignis besser umgehen lernen.

  • Jeder, weil wir alle irgendwann sterben werden
  • Jeder, der schon einmal mit einer tödlichen Krankheit in Berührung gekommen ist
  • Jeder, der sich fragt, wir wir am besten mit Sterbenden umgehen können

Atul Gawande ist ein indisch-US-amerikanischer Chirurg, Autor, Forscher und Professor an der Harvard School of Public Health. Er schreibt unter anderem Artikel für den New Yorker und Slate und hat bereits mehrere Bücher über verschiedene Aspekte des Lebens eines Arztes veröffentlicht.

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Sterblich sein

Was am Ende wirklich zählt

Von Atul Gawande
  • Lesedauer: 15 Minuten
  • 9 Kernaussagen
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Sterblich sein: Was am Ende wirklich zählt von Atul Gawande
Worum geht's

Trotz enormer Fortschritte in der Technik und der Medizin können wir nicht verhindern, dass jeder Mensch einmal sterben wird. Und darin, wie wir mit dem Tod umgehen, sind wir in der Moderne auch nicht besser geworden, sondern schlechter. In Sterblich sein wirft der Arzt Atul Gawande, der beruflich natürlich oft mit dem Tod zu tun hat, einen Blick darauf, was passiert, wenn jemand stirbt, und wie wir mit diesem Ereignis besser umgehen lernen.

Kernaussage 1 von 9

Der Anfang vom Ende: Mit dem Alter verlieren wir unsere Unabhängigkeit.

Früher oder später müssen wir uns sowieso alle mit dem Thema beschäftigen, warum also nicht jetzt? Fangen wir gleich einmal mit einer wichtigen Frage an: Was passiert eigentlich mit uns, wenn wir alt werden?

Prinzipiell ist es gar nicht so kompliziert: Die einzelnen Teile unseres Körpers verlieren nach und nach ihre Kraft und ihre Effizienz. Das äußert sich bei jedem unterschiedlich. Doch bei allen von uns verlieren die Knochen, Muskeln und Zähne nach und nach an Masse, während sich unsere Blutgefäße und Gelenke langsam verhärten.

Die Folge ist, dass unser Herz kräftiger schlagen muss, um das Blut durch die verrosteten Bahnen zu pumpen. Daher leiden so viele ältere Menschen unter Bluthochdruck. Auch unser Gehirn baut langsam ab und wird kleiner und leichter. Eine häufige Folge davon ist Demenz.

Unser Körper lässt uns also an allen Ecken und Enden langsam im Stich. Das führt auch dazu, dass wir immer anfälliger für Krankheiten und Verletzungen werden und uns auch langsamer wieder von ihnen erholen. Ein Sturz z.B. ist für jüngere Menschen oft völlig ungefährlich, doch je älter wir werden, desto brüchiger werden unsere Knochen: So brechen sich z.B. alleine in den USA ca. 350.000 Senioren jährlich bei einem Sturz die Hüfte und sind danach wochenlang, wenn nicht sogar für immer, in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt.

Und das zehrt nach und nach an unserer Selbstständigkeit: Wir sind zunehmend darauf angewiesen, dass sich jemand um uns kümmert und uns bei den Dingen hilft, die wir selbst nicht mehr tun können.

Alle täglichen Aktivitäten vom Einkauf bis hin zum Toilettenbesuch werden komplizierter und beschwerlicher, wenn unser Körper schwächer wird. Früher oder später brauchen wir bei immer mehr von diesen Erledigungen Hilfe, entweder von Familienangehörigen oder von professionellen Helfern. Wenn unser Umfeld diese Hilfe nicht leisten kann, ziehen wir oft in ein Pflegeheim oder in ein Krankenhaus um.

Es ist nicht einfach, mit zunehmenden Einschränkungen zu leben. Daher sollten wir versuchen, alte und kranke Menschen darin zu unterstützen, mit dieser Erfahrung möglichst gut zurechtzukommen.

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