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Vergesst die Krise!

Warum wir jetzt Geld ausgeben müssen

Von Paul Krugman
16 Minuten
Audio-Version verfügbar
Vergesst die Krise!: Warum wir jetzt Geld ausgeben müssen von Paul Krugman

In Vergesst die Krise! beleuchtet Paul Krugman die Finanzkrise und ihre Folgen für die USA und Europa. Seine Diagnose: Wir befinden uns in einer schweren wirtschaftlichen Krise, die sich noch verschlimmern wird, wenn sie nicht richtig behandelt wird. Sein Vorschlag: Die Politik muss ihre Sparprogramme entsorgen und stattdessen mit Konjunkturprogrammen die Wirtschaft ankurbeln.

  • Jeder, der die globale Finanzkrise, ihre Ursachen und Folgen verstehen möchte
  • Jeder, der wissen will, wie die Politik auf eine solche Krise reagieren sollte

Paul Krugman (*1953) lehrt als Professor für Volkswirtschaftslehre an der Princeton University. Er ist einer der bekanntesten und renommiertesten Ö;konomen der Welt. 2008 erhielt er den Wirtschaftsnobelpreis.

 

Original: Vergesst die Krise © 2012 Campus Verlag GmbH, Frankfurt am Main/New York

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Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Vergesst die Krise!

Warum wir jetzt Geld ausgeben müssen

Von Paul Krugman
  • Lesedauer: 16 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 10 Kernaussagen
Vergesst die Krise!: Warum wir jetzt Geld ausgeben müssen von Paul Krugman
Worum geht's

In Vergesst die Krise! beleuchtet Paul Krugman die Finanzkrise und ihre Folgen für die USA und Europa. Seine Diagnose: Wir befinden uns in einer schweren wirtschaftlichen Krise, die sich noch verschlimmern wird, wenn sie nicht richtig behandelt wird. Sein Vorschlag: Die Politik muss ihre Sparprogramme entsorgen und stattdessen mit Konjunkturprogrammen die Wirtschaft ankurbeln.

Kernaussage 1 von 10

Die Liberalisierung des Bankenwesens war maßgeblich für die Krise verantwortlich.

Insbesondere zwei Entwicklungen im Bankenwesen trugen zur Entstehung der Finanzkrise bei.

Die erste dieser Entwicklungen betrifft die Kapitalquote der Banken. Früher mussten sie bis zu 25% des Gesamtkapitals, mit dem sie täglich arbeiteten, tatsächlich besitzen (und nur 75% durften aus Einlagen der Kunden bestehen). Bis 2008 waren diese Kapitalquoten auf wenige Prozent zusammengeschrumpft, was zu einer fatalen Instabilität der Banken führte: Schon geringe Verluste können eine Bank mit zu niedriger Kapitalquote ins Wanken bringen.

Ein weiteres fallen gelassenes Sicherheitsnetz ist das Glass-Steagall-Gesetz: Eingeführt nach der Großen Depression der 1930er-Jahre, sah es eine strikte Trennung zwischen traditionellem Einlagengeschäft und Investment-Banking vor. Den Banken wurde so der Riegel vorgeschoben, mit den Einlagen ihrer Kunden riskante Investitionen vorzunehmen.

Doch nach und nach wurde diese Sicherheitsmaßnahme aufgeweicht: Ab 1980 wurde das Finanzsystem der USA stufenweise liberalisiert, und 1999 wurde die Trennung des traditionellen Bankenwesens vom Investment-Banking schließlich aufgehoben. Die Folgen: Die Banken gingen immer größere Risiken ein – nicht mit eigenem Kapital, sondern mit den Einlagen ihrer Kunden.

Gleichzeitig entstanden so genannte Schattenbanken: Institutionen wie Hedge Fonds, die bankenähnlichen Aktivitäten nachgingen, aber keiner regulatorischen Kontrolle unterlagen. Bis 2007 waren die Vermögenswerte der Schattenbanken so sehr angewachsen, dass sie die der herkömmlichen Banken überstiegen.

Unter dem Strich lässt sich daher sagen, dass die Liberalisierung des Bankenwesens den Nährboden für die ab 2007 in den USA ausgebrochene Bankenkrise bildete, die sich rasch zu einer weltweiten Finanzkrise ausweitete.

Im Grunde war es nur eine Frage der Zeit, bis sich einzelne Banken in diesem System ohne Kontrollen und Sicherungsmechanismen verzockten und das Geld ihrer Kunden vernichteten.

Die Liberalisierung des Bankenwesens war maßgeblich für die Krise verantwortlich.

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