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Das Kapital des Staates

Eine andere Geschichte von Innovation und Wachstum

Von Mariana Mazzucato
9 Minuten
Das Kapital des Staates: Eine andere Geschichte von Innovation und Wachstum von Mariana Mazzucato

In Das Kapital des Staates bricht Mariana Mazzucato eine Lanze für den Staat. Sie argumentiert, dass es falsch ist, wenn wir immer mehr Aufgaben an die private Wirtschaft übertragen – denn der Staat war schon immer der eigentliche Innovationsmotor der Gesellschaft. Wenn wir zukunftsfähig bleiben wollen, brauchen wir einen starken Staat, der gezielt in neue Technologien investiert.

  • Jeder, der wissen möchte, wie Innovationen entstehen
  • Jeder, der sich dafür interessiert, wie der Staat und die Privatwirtschaft in Sachen Innovationskraft abschneiden
  • Jeder, der sich für eine andere Sichtweise auf unseren Staat interessiert

Mariana Mazzucato ist eine italienisch-amerikanische Professorin für Wirtschaftswissenschaften und unterrichtet Innovationsökonomie an der Universität Sussex. Das Kapital des Staates wurde von der Financial Times und der Huffington Post zu einem der Bücher des Jahres 2013 gewählt und für den deutschen Wirtschaftsbuchpreis nominiert.

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Das Kapital des Staates

Eine andere Geschichte von Innovation und Wachstum

Von Mariana Mazzucato
  • Lesedauer: 9 Minuten
  • 5 Kernaussagen
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Das Kapital des Staates: Eine andere Geschichte von Innovation und Wachstum von Mariana Mazzucato
Worum geht's

In Das Kapital des Staates bricht Mariana Mazzucato eine Lanze für den Staat. Sie argumentiert, dass es falsch ist, wenn wir immer mehr Aufgaben an die private Wirtschaft übertragen – denn der Staat war schon immer der eigentliche Innovationsmotor der Gesellschaft. Wenn wir zukunftsfähig bleiben wollen, brauchen wir einen starken Staat, der gezielt in neue Technologien investiert.

Kernaussage 1 von 5

Der öffentliche Buhmann: Der Staat kommt in der öffentlichen Meinung schlecht weg.

Jeden Tag werfen große Unternehmen wie Google, Facebook und Apple neuartige Produkte auf den Markt. Das ist natürlich beeindruckend – aber sind diese Unternehmen wirklich der Innovationsmotor, für den wir sie gerne halten?

Die Antwort lautet: nicht wirklich. Tendenziell werden uns die Erfolge staatlicher Forschung als die von Unternehmen verkauft. Umgekehrt heißt es, wenn ein privates Unternehmen scheitert, der Staat sei schuld und habe sich zu sehr eingemischt.

Ein Beispiel dafür ist Google. Die Suchmaschine hat unser Leben verändert und fast jeder nutzt sie täglich. Kein Wunder, dass viele das Unternehmen für sehr innovativ halten. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Die Forschung zu dem Algorithmus, der hinter der Suche steckt, wurde nämlich staatlich finanziert. Es war dem privaten Sektor zu riskant, in dieses Projekt zu investieren. Das geht leider in der öffentlichen Wahrnehmung vollkommen unter. Dort lautet der Tenor immer noch, dass der Staat sich lieber heraushalten sollte, denn er sei einfach zu träge und schwerfällig, um Innovationen zu erzeugen und würde der Wirtschaft nur im Wege stehen, wenn er sich zu sehr einmischt.

Dabei passiert es auch, dass die Geschichte verdreht wird, um in dieses Weltbild hineinzupassen. Wenn wir z.B. herumfragen, wer eigentlich an der Finanzkrise schuld ist, würden nicht wenige Menschen auf den Staat zeigen. In den Medien wurde es oft so dargestellt, als hätte die öffentliche Hand falsch investiert und sich verspekuliert.

Darauf reagierte z.B. der britische Premierminister Cameron im Jahr 2011, indem er versprach, dem privaten Sektor mehr Freiheiten zu gewähren und die staatlichen Investitionen und die Bürokratie einzuschränken.

In Wirklichkeit liegt die Schuld an der Finanzkrise nicht beim Staat, sondern bei privaten Unternehmen und Banken. Sie haben versucht, ihre Profite um jeden Preis zu maximieren, und so vor allem im US-Immobilienmarkt eine riesige Blase erschaffen, die irgendwann platzen musste.

Blicken wir einmal hinter den Vorhang der öffentlichen Meinung. Welche Rolle spielt der Staat wirklich beim Thema Innovationen?

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