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Feierabend hab ich, wenn ich tot bin

Warum wir im Burnout versinken

Von Markus Väth
13 Minuten
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Feierabend hab ich, wenn ich tot bin: Warum wir im Burnout versinken von Markus Väth

Feierabend hab ich, wenn ich tot bin (2011) stellt dar, dass Burnout kein Problem ist, das nur Einzelne betrifft, sondern vielmehr ein weitverbreitetes Syndrom und Produkt unseres modernen Arbeitslebens. Um dieses gesellschaftliche Problem zu bewältigen, bedarf es eines Umdenkens in Unternehmen und in den Köpfen der arbeitenden Bevölkerung.

  • Arbeitnehmer, insbesondere in Bürojobs, die sich oft erschöpft fühlen oder ihren Job als Belastung empfinden
  • Alle, verstehen möchten, warum Burnout immer häufiger auftritt
  • Arbeitgeber, die herausfinden wollen, welche Umstände den Burnout begünstigen und wie sie dem Massenphänomen begegnen können

Markus Väth (*1975) ist Psychologe und Autor wirtschaftspsychologischer Sachbücher. Er hat sich auf die Felder Burnout und Arbeitspsychologie spezialisiert.

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Feierabend hab ich, wenn ich tot bin

Warum wir im Burnout versinken

Von Markus Väth
  • Lesedauer: 13 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 8 Kernaussagen
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Feierabend hab ich, wenn ich tot bin: Warum wir im Burnout versinken von Markus Väth
Worum geht's

Feierabend hab ich, wenn ich tot bin (2011) stellt dar, dass Burnout kein Problem ist, das nur Einzelne betrifft, sondern vielmehr ein weitverbreitetes Syndrom und Produkt unseres modernen Arbeitslebens. Um dieses gesellschaftliche Problem zu bewältigen, bedarf es eines Umdenkens in Unternehmen und in den Köpfen der arbeitenden Bevölkerung.

Kernaussage 1 von 8

Wer nicht sehen kann, was er leistet, glaubt irgendwann, er leiste nichts.

Bereits am Anfang der Karriere stehen Menschen heute vor der Wahl, den richtigen Beruf zu finden: Er soll nicht nur finanziell absichern, sondern auch Sinn stiften und der eigenen Persönlichkeitsentwicklung dienen. Später sorgen sie sich um die Karriere: Welche sind die richtigen Schritte auf der Karriereleiter, welches Unternehmen bringt mich ganz nach oben? Und wie werde ich besser in dem, was ich tue?

Viele Menschen investieren heute einen enormen Teil ihrer Zeit und Energie in den Beruf – in dem Irrglauben, dass dieser Einsatz der Entwicklung als Menschen diene. Erfüllt sich diese hohe Erwartung nicht, empfinden sie das häufig nicht nur im Job als Versagen, sondern direkt im gesamten Leben.

Beim Entstehen eines Burnouts spielt oftmals das Gefühl, unproduktiv zu sein und nichts zu leisten, eine wichtige Rolle. Solche eine negative Selbsteinschätzung wird dadurch begünstigt, dass es in den Jobs der modernen Wissensgesellschaft oftmals schwierig ist, Leistung zu messen und sichtbar zu machen. In vielen Jobs wird verwaltet, organisiert, kommuniziert und koordiniert, aber nichts Sichtbares hergestellt.

Früher bestellte der arbeitende Mensch sein Feld, schlachtete ein Rind oder baute einen Tisch: Er sah, was er schuf, und war befriedigt, wenn es ihm gelungen war. Heute tippen viele Zahlen in Excel-Tabellen oder schicken einen Aktenvermerk auf Nimmerwiedersehen in die Weiten der Konzernbürokratie. Viel später sehen sie dann vielleicht die Geschäftszahlen, zu denen sie als kleines Rädchen im Getriebe etwas beigetragen haben. Aber wirklich etwas geleistet zu haben, auf dass man stolz sein kann – dieses Gefühl bleibt meistens aus.    

Was „gute Arbeit“ ist, lässt sich außerdem immer schwerer definieren: Ist die Arbeit sehr abstrakt, trifft das auch auf die Ergebnisse zu. Inwiefern der moderne Angestellte mit seiner Arbeit konkret etwas gestaltet und Einfluss nimmt, ist für ihn kaum noch ersichtlich. So kann trotz größter Anstrengung das Gefühl entstehen, nichts zu leisten – vor allem dann, wenn beruflicher Erfolg in Form von Beförderungen und Gehaltserhöhungen ausbleibt.

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