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Blink 3 von 12 - Eine kurze Geschichte der Menschheit
von Yuval Noah Harari
Was Managerinnen erleben und wie sie gegenhalten
Machtgebiete beleuchtet die Dynamik und Machtstrukturen in der Arbeitswelt. Es untersucht, wie persönliche Einflussnahme und strategisches Denken unsere Karriere formen und vermittelt, wie wir uns in komplexen Machtgefügen erfolgreich behaupten können.
Bei dem Wort „Führung“ denken viele automatisch an den sprichwörtlichen alten, weißen Mann – streng, analytisch und durchsetzungsstark. Einer, der mit der Hand auf den Tisch haut und klare Ansagen macht. Frauen hingegen schreiben wir instinktiv eher soziale Eigenschaften zu: Empathie, Fürsorge und Teamgeist. Es heißt, sie seien ideale Mitarbeiterinnen, aber keine geborenen Chefs. Um diese tief sitzenden Stereotype aufzubrechen, brauchen wir strukturelle Maßnahmen – wie zum Beispiel die Frauenquote.
Wie das geht, zeigt etwa das Unternehmen eBay. Dort galt schon vor fast zwanzig Jahren die Regel: Wenn am Ende ein Mann und eine Frau gleich qualifiziert sind, bekommt die Frau den Zuschlag. Nicht aus Nettigkeit, sondern weil gemischte Teams verschiedene Perspektiven und Lösungsansätze in sich vereinen. Sie sind kreativer und vielseitiger und treffen deshalb auch bessere Entscheidungen.
Doch heute gerät diese Entwicklung überall ins Wanken. Im Zuge eines konservativen Backlashs und dem Wiedererwachen alter, frauenfeindlicher Ressentiments werden Diversity-Programme gestrichen und Frauenquoten infrage gestellt. Viele hochqualifizierte Frauen stoßen sich an der berühmten gläsernen Decke die Stirn blutig. Der Weg nach oben bleibt steinig: Je höher die Ebene, desto weniger Frauen gibt es. Und selbst wenn eine Frau den Sprung bis ganz nach oben schafft, gilt oft unausgesprochen: Mit dieser einen ist das Soll erfüllt. Mehr brauchen wir nicht. Und tatsächlich liegt der Frauenanteil in den Führungsgremien der 160 börsennotierten Unternehmen aus DAX, MDAX und SDAX im März 2025 bei unter 20 %. Blickt man auf die Top-Führungspositionen, sieht es sogar noch düsterer aus. 96 % der CEOs sind Männer.
Nur in Krisenzeiten, wenn die Zahlen rot sind und es an allen Ecken brennt, dann greifen Unternehmen erstaunlich oft zu einer Frau für den Chefsessel. Das belegen aktuelle Forschungen der LMU München und der Universität Konstanz: In Unternehmen, die gerade in einer Krise stecken, ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau in die Führung berufen wird, um die Hälfte höher. Klingt nach Fortschritt, doch der Schein trügt. Weibliche CEOs sollen in solchen Momenten an die Öffentlichkeit und mögliche Investoren positive Signale senden: „Seht her, wir sind bereit für Veränderung.“ Begriffe wie „Transformation“ oder „Innovation“ tauchen dann auffallend häufig in den Pressemitteilungen auf. Und sollte es der neuen Chefin doch nicht gelingen, das Ruder herumzureißen, heißt es wieder: „Tja, Frauen können halt nicht führen.“ Trotzdem begeben sich viele Frauen freiwillig auf ein solches Himmelfahrtskommando, denn die Chancen, überhaupt einen Fuß in die Tür zu bekommen, sind für sie nun mal rar gesät.
Aber gehen wir mal zurück zum Anfang: Schon das Vorstellungsgespräch ist für Frauen leider oft ein einziger Spießrutenlauf.
Machtgebiete (2025) schildert die täglichen Kämpfe, die Frauen in Führungspositionen ausfechten müssen. Erfahre hier, mit was für Hindernissen und frauenfeindlichen Attacken sich deutsche Managerinnen herumschlagen müssen und warum es trotzdem Grund zur Hoffnung gibt.
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Blink 3 von 12 - Eine kurze Geschichte der Menschheit
von Yuval Noah Harari