Das sind die Blinks zu

Fraktale und Finanzen

Märkte zwischen Risiko, Rendite und Ruin

Von Benoit Mandelbrot, Richard Hudson
15 Minuten
Audio-Version verfügbar
Fraktale und Finanzen von Benoit Mandelbrot, Richard Hudson

Die konventionellen Finanztheorien, die an den meisten Universitäten gelehrt werden, erklären viele Ereignisse auf den Märkten nicht zufriedenstellend, da sie von falschen Voraussetzungen ausgehen. Warum dagegen Fraktale ein besseres Erklärungsmodell für Marktdynamiken darstellen, erläutert Mandelbrot in Fraktale und Finanzen (2005).

  • Jeder, der sich fragt, warum gängige Finanztheorien oft zu kurz greifen
  • Fans des Apfelmännchens
  • Alle, die bessere Vorhersagen über finanzielle Entwicklungen treffen möchte

Benoît B. Mandelbrot (1924–2010) war ein französisch-amerikanischer Mathematiker. Er entwickelte die sogenannte Mandelbrot-Menge und leistete damit Pionierarbeit in der fraktalen Geometrie. Als Mathematiker und Professor war er unter anderem bei IBM und an den Universitäten Yale und Lille I beschäftigt. Fraktale und Finanzen ist sein letztes Buch und wurde von der Financial Times Deutschland mit dem Wirtschaftsbuchpreis ausgezeichnet.

Kennst du schon Blinkist Premium?

Mit Blinkist Premium erhältst du Zugang zu dem Wichtigsten aus mehr als 3.500 Sachbuch-Bestsellern. Das Probeabo ist 100% kostenlos.

Premium kostenlos testen

Was ist Blinkist?

Blinkist ist eine App, die die großen Ideen der besten Sachbücher in einprägsame Kurztexte verpackt und erklärt. Die Inhalte der über 3.500 Titel starken Bibliothek reichen von Sachbuch-Klassikern, über populäre Ratgeber bis hin zu diskutierten Neuerscheinungen. Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen wird jeder Titel von speziell geschulten Autoren aufbereitet und dem Nutzer als Kurztext und Audiotitel zur Verfügung gestellt.

Discover
3.500+ top
nonfiction titles

Get unlimited access to the most important ideas in business, investing, marketing, psychology, politics, and more. Stay ahead of the curve with recommended reading lists curated by experts.

Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:
Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:
Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Fraktale und Finanzen

Märkte zwischen Risiko, Rendite und Ruin

Von Benoit Mandelbrot, Richard Hudson
  • Lesedauer: 15 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 9 Kernaussagen
Jetzt kostenloses Probeabo starten Jetzt lesen oder anhören
Fraktale und Finanzen von Benoit Mandelbrot, Richard Hudson
Worum geht's

Die konventionellen Finanztheorien, die an den meisten Universitäten gelehrt werden, erklären viele Ereignisse auf den Märkten nicht zufriedenstellend, da sie von falschen Voraussetzungen ausgehen. Warum dagegen Fraktale ein besseres Erklärungsmodell für Marktdynamiken darstellen, erläutert Mandelbrot in Fraktale und Finanzen (2005).

Kernaussage 1 von 9

Menschen handeln viel irrationaler, als herkömmliche Finanztheorien annehmen.

John Stuart Mill war einer der Gründungsväter der modernen Wirtschaftstheorie. Er erfand das Konzept des Homo oeconomicus: ein rationales Wesen, das nur daran interessiert ist, den größtmöglichen Gewinn zu erwirtschaften, und dazu immer die besten Entscheidungen trifft. Eiskalt kauft und verkauft er alles, wie es ihm gerade geboten erscheint. So entstehen durch seine Handlungen Preise und Märkte. 

Seit seiner Geburt im 19. Jahrhundert hat der Homo oeconomicus eine erstaunliche Karriere hingelegt: Er wurde zu einer der Grundüberzeugungen aller wirtschaftlichen Theorien. So geht die bekannte Chicagoer Schule davon aus, dass alle individuellen Investierenden immer die gleiche Entscheidung treffen werden, wenn ihnen die gleichen Informationen zur Verfügung stehen, nämlich diejenige, die ihnen am meisten Profit verspricht. 

Der Homo oeconomicus hat nur ein Problem: Es gibt ihn gar nicht. Er ist ein theoretisches Konstrukt, das vielleicht einige Marktmechanismen erklären kann, aber bei anderen völlig versagt. Denn die am Markt Teilnehmenden sind Menschen und Menschen handeln dabei viel irrationaler als lange Zeit angenommen.

Anhand eines einfachen Experiments wurde das deutlich. Eine Gruppe Versuchsteilnehmender stand vor der Wahl: Entweder bekämen sie 100 Dollar auf die Hand oder sie könnten eine Münze werfen. Bei Kopf würden sie 200 Dollar gewinnen, bei Zahl gar nichts. Die meisten Teilnehmenden entschieden sich für die 100 Dollar, da sie so den Gewinn sicher hatten.

Doch sobald die Forschenden die Fragestellung umgekehrt formulierten, passierte etwas Interessantes. Als die Personen nun gefragt wurden, ob sie entweder sofort 100 Dollar zahlen möchten oder lieber eine Münze werfen würden, bei der sie entweder nichts oder 200 Dollar zahlen müssten, entschieden sich die meisten dafür zu zocken. 

Rational betrachtet ist es auch bei der zweiten Möglichkeit sicherer, die 100 Dollar zu zahlen. Offensichtlich handelten die Teilnehmenden also nicht rational – denn die Angst vor dem Verlust und die Aussicht auf Schuldenfreiheit hatte ihnen ihre logische Denkfähigkeit vernebelt. Das ist nur menschlich. Hierin liegt also eine der größten Schwachstellen unserer klassischen Wirtschaftstheorie: Sie geht davon aus, dass wir nicht wie Menschen handeln, sondern wie Maschinen.

Mit Premium freischalten Jetzt lesen oder anhören

Inhalt

Mit Premium freischalten Jetzt lesen oder anhören

Bringe mehr Wissen in deinen Alltag!

Sichere dir jetzt Zugang zu den Kernaussagen der besten Sachbücher – praktisch in Text & Audio in nur 15 Minuten pro Titel.
Created with Sketch.