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Wem gehört die Zukunft?

"Du bist nicht der Kunde der Internetkonzerne. Du bist ihr Produkt."

Von Jaron Lanier
16 Minuten
Wem gehört die Zukunft?: "Du bist nicht der Kunde der Internetkonzerne. Du bist ihr Produkt." von Jaron Lanier

Wem gehört die Zukunft? zeigt auf, was in der aktuellen Netzwerkökonomie schiefläuft und warum sie mehr Jobs zerstört als erschafft. Neben einer unangenehmen wirtschaftlichen Prognose und einem Einblick in die Funktionsweisen von erfolgreichen Internet-Giganten wie Google, Facebook und Co liefert Lanier einen simplen, aber gleichermaßen überraschenden Lösungsansatz, der die jüngsten technologischen Entwicklungen wieder in die richtigen Bahnen umleiten könnte.

  • Jeder, der mehr über die langfristigen Auswirkungen des Internets auf das Wirtschaftssystem erfahren möchte
  • Jeder, der fürchtet, dass im nächsten Jahrzehnt der eigene Job durch Computer übernommen wird
  • Jeder, der erfahren will, was die mächtigsten Unternehmen des Internets gemeinsam haben

Jaron Lanier ist Informatiker, Musiker, Schriftsteller und war als Internet-Pionier an der Entwicklung der virtuellen Realität beteiligt. Er unterrichtete an der Columbia University und der New York University. Neben Wem gehört die Zukunft? verschaffte sich Lanier vor allem mit Gadget größere Bekanntheit.

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Wem gehört die Zukunft?

"Du bist nicht der Kunde der Internetkonzerne. Du bist ihr Produkt."

Von Jaron Lanier
  • Lesedauer: 16 Minuten
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Wem gehört die Zukunft?: "Du bist nicht der Kunde der Internetkonzerne. Du bist ihr Produkt." von Jaron Lanier
Worum geht's

Wem gehört die Zukunft? zeigt auf, was in der aktuellen Netzwerkökonomie schiefläuft und warum sie mehr Jobs zerstört als erschafft. Neben einer unangenehmen wirtschaftlichen Prognose und einem Einblick in die Funktionsweisen von erfolgreichen Internet-Giganten wie Google, Facebook und Co liefert Lanier einen simplen, aber gleichermaßen überraschenden Lösungsansatz, der die jüngsten technologischen Entwicklungen wieder in die richtigen Bahnen umleiten könnte.

Kernaussage 1 von 10

Ausgewachsen: Das Internet ist keine Innovation wie jede andere.

Im England des frühen 19. Jahrhunderts sorgte eine einzelne Erfindung für massiven Aufruhr. Der mechanische Webstuhl, Wunder der modernen Technik, produzierte Stoffe schneller als je jemand zuvor und brachte noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Er verlangte kein Monatsgehalt – anders als die unzähligen Arbeiter, die infolgedessen auf einmal ohne Job dastanden.

Es dauerte nicht lange, bis sich eine wütende Masse geformt hatte, die im Angesicht der plötzlich ins Haus stehenden Verelendung ihrem Frust Luft machen wollte. Die jetzt Erwerbslosen stürmten die Fabrikgebäude ihrer vormaligen Arbeitgeber und demolierten die Maschinen, die ihnen ihren Job weggenommen hatten. Diese Bewegung bezeichnen wir heute als Luddismus, benannt nach ihrem Anführer Ned Ludd.

Zwar findet dieses Kapitel der Geschichte keinen besonders spektakulären Ausgang – die Entlassenen fanden schließlich neue Jobs und ihre Wut verflüchtigte sich –, aber es illustriert dennoch die Auswirkungen einer Angst, mit der wir auch noch heute zu kämpfen haben: Macht uns der technologische Fortschritt überflüssig?

Das Muster ist stets dasselbe: Als Erstes wird eine neue Maschine oder Methode erfunden, die eine effizientere Bewältigung einer bestimmten Aufgabe ermöglicht, etwa der Kleiderproduktion. Infolgedessen sind weniger Arbeitskräfte erforderlich, um eine bestimmte Aufgabe zu erledigen, sodass es in der betroffenen Branche zu massenhaften Entlassungen kommt. Die arbeitslosen Menschen leiden so lange unter ihrer Situation, bis anderswo wieder neue Arbeitsmöglichkeiten entstehen und sie erneut eine Anstellung finden. Dieser Kreislauf liefert die Grundlage für wirtschaftliches Wachstum.

Das beschriebene Muster hat sich im Laufe der Geschichte unzählige Male wiederholt und viele Menschen sind der Auffassung, dass auch das Aufkommen des Internets und der neuen Informationsökonomie, also das enorme Wachstum des vierten wirtschaftlichen Sektors, diese Entwicklung ausgelöst hat.

In der Praxis kennen wir alle zahllose Beispiele: So hat etwa das Reisebüro an der Ecke durch Online-Buchungsportale von Hotels und Flügen viele Kunden einbüßen müssen und die kleine Videothek daneben musste schließen, seit wir uns auch einfach im Internet unseren Lieblingsfilm anschauen können.

Wenn alles seinen gewohnten Gang gehen und das Muster auch hier greifen würde, müsste das Internet die verlorenen Jobmöglichkeiten eigentlich durch neue ersetzen und vor allem die Menschen, die online Inhalte anbieten, für den von ihnen geschaffenen Wert entlohnen. Doch die im Internet geteilten Inhalte sind kostenlos und das bedeutet, dass die Wirtschaft hier tatsächlich nicht wächst, wie es früher bei neuen Erfindungen immer der Fall war. Nichtsdestotrotz boomt der Sektor. Die Frage ist: Wohin fließt das Geld?

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