Rutger Bregman ist Historiker, Autor und Internetphänomen. Einer größeren Öffentlichkeit wurde er durch einen provokanten TED-Talk von 2017 bekannt: „Poverty isn’t a lack of character; it’s a lack of cash.“ „Armut ist kein Charakter-, sondern Geldmangel.“ Das Video wurde über 2,7 Millionen Mal angesehen. Weitere Schlagzeilen machte er 2019 mit seinem Auftritt in Davos, bei dem er die anwesenden Milliardäre mit den Folgen der globalen Steuerpolitik konfrontierte. Er gilt als glühender Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens.
Wie kann es in einer Welt mit so viel materiellem Wohlstand so viel Armut und Ungerechtigkeit geben? Wenn wir wirklich mehr Gerechtigkeit wollen, brauchen wir neue Konzepte. Wir müssen uns trauen, die Wirtschaft, unser Miteinander und den Fortschritt neu zu denken. Wir brauchen Utopien für Realisten (2016). Diese Blinks sind ein leidenschaftlicher Appell an die kollektive Vorstellungskraft und ein Weckruf mit konkreten Lösungsvorschlägen.
Jahrhundertelang schien es in Stein gemeißelt: Der Mensch ist von Natur aus schlecht. Nur eine dünne zivilisatorische Schicht hält uns davon ab, einander zu terrorisieren und zu ermorden. In diesen Blinks wollen wir mit diesem Vorurteil aufräumen. Denn von der Archäologie bis zur Kriminologie entdecken viele Wissenschaften gerade, dass der Mensch eigentlich viel besser ist, als wir denken.