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Sonst knallt’s!

Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken müssen

Von Matthias Weik, Götz W. Werner & Marc Friedrich
13 Minuten
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Sonst knallt’s!: Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken müssen von Matthias Weik, Götz W. Werner & Marc Friedrich

Drei Insider beschreiben in Sonst knallt’s (2017), was in unserem Wirtschafts- und Finanzsystem schief läuft, und zeigen auf, wo Veränderungen ansetzen müssen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Digitalisierung. Sie birgt enorme Chancen – aber nur, wenn sie richtig, das heißt zum Wohle aller, genutzt wird. Dafür muss jedoch ein Umdenken erfolgen.

  • Alle, die sich fragen, warum mit ihren Steuern Banken gerettet werden
  • Digitalisierungsfeinde und -freunde
  • Aufgeschlossene und wirtschaftlich Interessierte

Götz W. Werner ist Gründer der Drogeriemarktkette dm, leitete das Interfakultative Institut für Entrepreneurship am Karlsruher Institut für Technologie und tritt seit Jahren mit seiner Initiative „Unternimm die Zukunft“ für ein bedingungsloses Grundeinkommen ein. Marc Friedrich und Matthias Weik betreiben gemeinsam eine Honorarberatung und halten Vorträge über Wirtschafts- und Finanzthemen. Sie haben in diesen Bereichen außerdem bereits mehrere Bestseller veröffentlicht, z.B. Der größte Raubzug der Geschichte und Kapitalfehler.

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Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Sonst knallt’s!

Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken müssen

Von Matthias Weik, Götz W. Werner & Marc Friedrich
  • Lesedauer: 13 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 8 Kernaussagen
Sonst knallt’s!: Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken müssen von Matthias Weik, Götz W. Werner & Marc Friedrich
Worum geht's

Drei Insider beschreiben in Sonst knallt’s (2017), was in unserem Wirtschafts- und Finanzsystem schief läuft, und zeigen auf, wo Veränderungen ansetzen müssen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Digitalisierung. Sie birgt enorme Chancen – aber nur, wenn sie richtig, das heißt zum Wohle aller, genutzt wird. Dafür muss jedoch ein Umdenken erfolgen.

Kernaussage 1 von 8

Zu wenige besitzen zu viel und setzen damit den freien Markt außer Kraft.

Den wenigsten, die eine Smarties-Packung aus dem Supermarktregal greifen, dürfte bewusst sein, dass sie das Produkt eines weltumspannenden Konzerns in den Händen halten. Doch selbst wer die Zusammenhänge kennt, hat Mühe, Lebensmittel zu finden, an denen kein Riesenkonzern verdient.

Denn der Welthandel wird mittlerweile von sehr wenigen Unternehmen dominiert, im globalen Lebensmittelmarkt sind es ganze zehn Konzerne. Hinter den unzähligen verschiedenen Marken, die wir in den Regalen sehen, verbergen sich Riesen wie Nestlé, Mars, Kraft Heinz, Unilever und Danone. Kitkat, After Eight und Smarties – alle drei Marken gehören beispielsweise zu Nestlé.

Doch die dominierende Stellung auf dem Markt reicht den Konzernen nicht. Mit ihrer enormen wirtschaftlichen Macht im Rücken nehmen sie massiv Einfluss auf die Politik. Ein Heer von Lobbyisten versucht, wichtige Entscheidungen zugunsten der Wirtschaft zu beeinflussen. Dabei unterwandern sie politische Gremien und arbeiten teilweise direkt an Gesetzesentwürfen mit.

Gegen diese Einflussnahme können sich Politiker nur begrenzt wehren, denn sie sind auf die großen Konzerne angewiesen. Bei einem fairen Wettbewerb zwischen kleineren Unternehmen wäre diese Abhängigkeit viel geringer und die Politiker hätten mehr Spielraum für unabhängige Entscheidungen zum Wohle der Bevölkerung.

Ebenso fatal wie die Konzentration der Wirtschaftsmacht in den Händen weniger ist die ungleiche Verteilung des weltweiten Kapitals. Laut einer Untersuchung des Handelsblatts verfügen die 200 mächtigsten Finanzakteure der Welt über ein Anlagekapital von mehr als 40 Billionen Dollar. Das ist mehr als die Hälfte der weltweiten Wirtschaftsleistung und dreimal so viel, wie die Europäische Union jährlich erwirtschaftet.

Doch statt diese unvorstellbare Menge Geld in sinnvolle und reale Unternehmungen zu investieren, spekulieren die Mächtigsten mit ihren Riesensummen am Finanzmarkt und tragen damit zusätzlich zur wachsenden Ungleichheit bei. Weil die kleinen Unternehmen nicht gegen die großen Konzerne ankommen, gibt es praktisch keinen freien Wettbewerb und die Realwirtschaft stagniert. Wäre das Kapital dagegen gleichmäßiger verteilt, könnten mehr Menschen in ihre eigenen Visionen investieren. Ihre Produkte würden dann auf einem freien Markt konkurrieren und alle hätten etwas davon. Momentan läuft es jedoch anders.

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