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Komisch, alles chemisch!

Handys, Kaffee, Emotionen ‒ wie man mit Chemie wirklich alles erklären kann

Von Mai Thi Nguyen-Kim
12 Minuten
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Komisch, alles chemisch!: Handys, Kaffee, Emotionen ‒ wie man mit Chemie wirklich alles erklären kann von Mai Thi Nguyen-Kim

Chemische Prozesse: Sie finden nicht nur Reagenzgläsern und Petrischalen im Labor statt. Chemie ist überall in und um uns herum. Komisch, alles chemisch! (2019) zeigt, welche kuriosen alltäglichen Phänomene durch chemische Abläufe bestimmt werden und wie unterhaltsam das naturwissenschaftliche Fachgebiet der Chemie ist, das so mancher als zu abstrakt abhakt.

  • Alle, die Chemie bislang nichts abgewinnen konnten, es aber noch einmal damit versuchen wollen
  • Freunde interessanter Fakten zur Beschaffenheit der Welt
  • Wissenschafts- und Chemiefreaks

Die deutsche Chemikerin und Wissenschaftsjournalistin Dr. Mai Thi Nguyen-Kim hat an der Universität Potsdam promoviert und absolvierte ihre Doktorandenzeit u.a. an der Harvard University. Vielen ist sie vor allem als YouTuberin auf dem Kanal maiLab bekannt, der 2018 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet wurde. Seit 2018 moderiert sie außerdem die WDR-Wissenssendung Quarks. Komisch, alles chemisch! wurde auf Anhieb zum Bestseller.

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Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Komisch, alles chemisch!

Handys, Kaffee, Emotionen ‒ wie man mit Chemie wirklich alles erklären kann

Von Mai Thi Nguyen-Kim
  • Lesedauer: 12 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 7 Kernaussagen
Komisch, alles chemisch!: Handys, Kaffee, Emotionen ‒ wie man mit Chemie wirklich alles erklären kann von Mai Thi Nguyen-Kim
Worum geht's

Chemische Prozesse: Sie finden nicht nur Reagenzgläsern und Petrischalen im Labor statt. Chemie ist überall in und um uns herum. Komisch, alles chemisch! (2019) zeigt, welche kuriosen alltäglichen Phänomene durch chemische Abläufe bestimmt werden und wie unterhaltsam das naturwissenschaftliche Fachgebiet der Chemie ist, das so mancher als zu abstrakt abhakt.

Kernaussage 1 von 7

Atome und Moleküle sind in ständiger Bewegung und bestimmen mit ihrem Tempo den Aggregatzustand.

Es geht doch nichts über eine schöne heiße Tasse Kaffee oder Tee am Morgen. Doch warum wird die Tasse, die eben noch kühl im Schrank stand, ebenfalls heiß, wenn wir ein Heißgetränk einschenken?

Das ist eine sehr gute Frage, und die kurze Antwort lautet: Teilchen. Und weil in der Wissenschaft so gern mit Modellen hantiert wird, gibt es auch hierzu eines – das Teilchenmodell. Es besagt, dass jeder Stoff im Universum aus Teilchen besteht. Ob nun Atome oder Moleküle spielt vorerst keine Rolle. Fest steht nur, dass diese Teilchen winzig klein und ständig in Bewegung sind – als tanzten sie auf einer endlosen Party.

Wie wild es auf dieser Teilchenparty zugeht, entscheidet über den Aggregatzustand des jeweiligen Stoffes, also darüber, ob er fest, flüssig oder gasförmig ist. Je weniger sich die Teilchen bewegen, desto fester der Stoff. Stillstand gibt es übrigens so gut wie nie, denn selbst in festen Stoffen wie unserer Kaffeetasse sind sie immer in Bewegung, nur eben weniger.

Die Tassenteilchen sind molekular miteinander verknüpft, deshalb geht es hier zu wie bei einem ausverkauften Rockkonzert: Alle stehen dicht gedrängt, können weder vor noch zurück. Was machen sie also? Sie hüpfen auf und ab, um wenigstens ein bisschen Spaß zu haben.

Aber warum wird unsere Kaffeetasse denn nun heiß, wärmt dabei noch den Tisch und kühlt dann ab? Die Antwort: Temperatur ändert sich mit der Intensität der Bewegung von Teilchen! Je schneller die Bewegung, desto heißer, und je langsamer, desto kälter.

Füllen wir heißen Kaffee in eine Tasse, dann stupsen die tanzwütigen Kaffeeteilchen ihre trägen Kollegen in der Tasse immer wieder an. Ihre wilden Bewegungen sind so ansteckend, dass sie sich wie bei einer La-Ola-Welle fortsetzen und schließlich auch die Tassenteilchen von den Stühlen reißen. Die Tasse wird warm und steckt ihrerseits die Tischplatte an.

Derweil geben die Kaffeeteilchen an der Oberfläche ihren Swing an die Luftmoleküle weiter, sodass diese sich ebenfalls erhitzen. Das ergibt dann den Dampf, der einem immer so schön duftend aus der Tasse entgegenwabert. Wenn dann irgendwann alle müde sind und die Bewegungen ausgeklungen sind, ist der Kaffee kalt.

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