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Das sind die Blinks zu

Das falsche Leben

Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft

Von Hans-Joachim Maaz
15 Minuten
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Das falsche Leben: Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft von Hans-Joachim Maaz

Umweltzerstörung und Konsumsucht, Burn-out und Fremdenhass… Wer in den letzten Jahren die Zeitung aufschlug, konnte meinen, es brennt an allen Ecken und Enden! Der Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz hält all diese Probleme nur für die Spitze des Eisbergs. Unter dem Wasserspiegel diagnostiziert er eine zugrunde liegende Störung: die Normopathie. Wie er so vielgestaltige Symptome auf nur eine Krankheit zurückführen will, zeigen dir die Blinks zu Das falsche Leben (2017).

  • Alle, die die Psychologie hinter der aktuellen gesellschaftlichen Krise verstehen wollen
  • Politikinteressierte und -verdrossene
  • Mutige, die bereit sind, das eigene Denken und Leben kritisch zu hinterfragen

Hans-Joachim Maaz ist Psychiater und Psychoanalytiker. Er war lange Zeit Chefarzt der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik des Diakoniekrankenhauses Halle. Daneben ist er vor allem als Autor zahlreicher Bücher zu psychologischen und sozialen Themen bekannt. Gleich sein erstes Buch – die Gesellschaftsanalyse Der Gefühlsstau. Psychogramm einer Gesellschaft (1990), in der er die DDR auf die Psychiatercouch nimmt – wurde zum Bestseller.

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Das falsche Leben

Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft

Von Hans-Joachim Maaz
  • Lesedauer: 15 Minuten
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  • 9 Kernaussagen
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Das falsche Leben: Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft von Hans-Joachim Maaz
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Umweltzerstörung und Konsumsucht, Burn-out und Fremdenhass… Wer in den letzten Jahren die Zeitung aufschlug, konnte meinen, es brennt an allen Ecken und Enden! Der Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz hält all diese Probleme nur für die Spitze des Eisbergs. Unter dem Wasserspiegel diagnostiziert er eine zugrunde liegende Störung: die Normopathie. Wie er so vielgestaltige Symptome auf nur eine Krankheit zurückführen will, zeigen dir die Blinks zu Das falsche Leben (2017).

Kernaussage 1 von 9

Ist die frühe Beziehung zu unseren Eltern gestört, entwickeln wir ein „falsches Selbst“.

Kaum ein Lebewesen kommt so unfertig auf die Welt wie der Mensch. Ganze Jahre krabbeln, plärren und sabbern wir nur herum und sind völlig auf die Erwachsenen angewiesen. Somit liegt es in ihrer Verantwortung, sich bestmöglich um uns zu kümmern. Leider kann dabei auch einiges schiefgehen. Das Fatale ist: Was in dieser Zeit falsch läuft, prägt uns fürs Leben.

Für die Bildung eines gesunden Selbst brauchen wir sowohl mütterliche als auch väterliche Zuwendung. Das ist nicht unbedingt wörtlich zu verstehen – auch andere Personen können diese Rollen übernehmen. So könnte z.B auch ein Stiefvater die väterlichen Parts übernehmen. Auf der mütterlichen Seite wird es mit dem Rollentausch schon etwas schwieriger, da die Prägung des Kindes bereits im Mutterleib beginnt.

Damit nimmt die Mutter eine Sonderstellung ein. Mutterliebe sorgt dafür, dass das Kind sich willkommen und berechtigt fühlt. Ist sie gestört oder fehlt ganz, bspw. wenn die Mutter das Kind nicht wollte, fühlt es sich in seinem Selbst bedroht. Dieses Bedrohungsgefühl sitzt wie ein Stachel im Fleisch und kann einen Menschen sein Leben lang unterschwellig begleiten.

Auch bei fehlender oder überzogener Väterlichkeit leidet das Selbst. Im klassischen Familiengefüge ist der Vater die zweite Person, die in den Wahrnehmungsradar des Kindes tritt. Im Idealfall begleitet er es bei seinen ersten Erkundungen der Welt. Er motiviert und fördert es, weckt seine Interessen, zeigt ihm aber auch wohlwollend seine Grenzen auf. Eine fehlende Vaterfigur wird als Vernachlässigung empfunden. Die Folge: Unsere Talente verkümmern. Gibt es umgekehrt ein Zuviel an väterlichem Ansporn, oder gar einen Leistungszwang, kann das zu Überforderung führen.

Im realen Leben überschneiden sich die väterlichen und die mütterlichen Erziehungsanteile allerdings. Ein Vater kann sehr wohl sorgend, und eine Mutter genauso fördernd sein. Wichtig ist in erster Linie, dass unsere Grundbedürfnisse erfüllt werden. Denn besonders in den ersten Lebensjahren brauchen wir Schutz und Versorgung, Förderung und Begrenzung, Verständnis und Orientierung, in einem Wort: Liebe!

Bekommen wir zu wenig des Richtigen oder zu viel des Falschen, kann unser Selbst sich nicht gesund entfalten. Dann entsteht ein Defizit, das wir instinktiv auszugleichen versuchen. Leider greifen wir dabei oft auf die falschen Mittel zurück – und landen unversehens in einem falschen Leben.

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