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Die Einkaufsrevolution

Konsumenten entdecken ihre Macht

By Tanja Busse
15-minute read
Die Einkaufsrevolution: Konsumenten entdecken ihre Macht by Tanja Busse

Die Einkaufsrevolution beschreibt die unethischen Produktionsbedingungen und ökologisch wie gesundheitlich bedenklichen Produktionsweisen unserer Warenwelt. Es zeigt unsere Verantwortung als Konsumenten auf und beschreibt gleichzeitig die Macht, die der Konsument im Marktgeschehen besitzt, um zur Veränderung der bestehenden Verhältnisse beizutragen.

  • Jeder, der sich für die Schattenseiten der globalen Warenwelt interessiert
  • Jeder, der sich für das Phänomen des Politischen Konsums interessiert
  • Jeder, der sich fragt, wie er zu einer Veränderung der Verhältnisse beitragen kann

Tanja Busse studierte Philosophie und Journalismus. Sie arbeitet als Autorin und freie Journalistin. Neben Die Einkaufsrevolution veröffentlichte sie unter anderem Melken und gemolken werden. Die ostdeutsche Landwirtschaft nach der Wende und Die Ernährungsdiktatur. Warum wir nicht länger essen dürfen, was die Industrie uns auftischt.

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Die Einkaufsrevolution

Konsumenten entdecken ihre Macht

By Tanja Busse
  • Read in 15 minutes
  • Contains 9 key ideas
Die Einkaufsrevolution: Konsumenten entdecken ihre Macht by Tanja Busse
Synopsis

Die Einkaufsrevolution beschreibt die unethischen Produktionsbedingungen und ökologisch wie gesundheitlich bedenklichen Produktionsweisen unserer Warenwelt. Es zeigt unsere Verantwortung als Konsumenten auf und beschreibt gleichzeitig die Macht, die der Konsument im Marktgeschehen besitzt, um zur Veränderung der bestehenden Verhältnisse beizutragen.

Key idea 1 of 9

Im freien Welthandel tobt ein Preiskampf, der Unternehmen immer unmoralischer werden lässt.

In den letzten Jahrzehnten wurden weltweit Handelsschranken abgebaut und ein weitgehend unreglementierter globaler Marktplatz geschaffen. Der internationale Wettbewerb zwang die Unternehmen, ihre Kosten immer weiter zu senken. Produktionsstätten wurden verlagert, in Billiglohnländern schossen Textilfabriken und Futtermittelplantagen aus dem Boden, in denen oftmals die unmoralischsten Arbeitsbedingungen herrschen.

Unternehmen wie Karstadt, Zara oder New Yorker lassen ihre Textilien in Bangladesch produzieren: Die Arbeiter sind unterbezahlt, Sicherheitsstandards gibt es nicht. Immer wieder kommt es zu Fabrikeinstürzen und Brandkatastrophen mit Hunderten Toten und Schwerverletzten.

In Brasilien werden für den großflächigen Anbau von Soja, das als Tierfutter für die Fleischproduktion in deutschen Massenbetrieben verwendet wird, indigene Familien aus ihren Dörfern vertrieben. Ganze Dörfer verschwinden, ihre Einwohner werden in die Armut getrieben.

In den Granitbergen im Südosten Indiens arbeiten zahllose Kinder, um uns mit billigem Stein für unsere Küchen und Grabsteine zu versorgen. Sie stehen ungeschützt an schweren Kompressoren, atmen den feinen Steinstaub ein und sind oft schon mit zehn Jahren schwerhörig.

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO erleiden jedes Jahr mindestens drei Millionen landwirtschaftliche Arbeitskräfte eine Pestizidvergiftung, mehr als 200.000 sterben daran. Insgesamt kommen in der landwirtschaftlichen wie auch in der industriellen Produktion über 100.000 Chemikalien zum Einsatz, die nicht nur den Farmern und Fabrikarbeitern schaden, sondern auch uns Konsumenten. Ihre Rückstände lassen sich in Nabelschnüren, Muttermilch und Rückenmark nachweisen.

Mangels Reglementierung begünstigt der Weltmarkt, dass skrupellose Unternehmen die Vorteile der globalen Arbeitsteilung ausnutzen können, ohne sich dabei ihrer ethischen Verantwortung zu stellen. Den Preis dafür zahlen vor allem diejenigen, die unsere Konsumprodukte in Billiglohnländern herstellen.

Im freien Welthandel tobt ein Preiskampf, der Unternehmen immer unmoralischer werden lässt.

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