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Das sind die Blinks zu

Die Diktatur der Konzerne

Wie globale Unternehmen uns schaden und die Demokratie zerstören

Von Thilo Bode
13 Minuten
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Die Diktatur der Konzerne: Wie globale Unternehmen uns schaden und die Demokratie zerstören von Thilo Bode

Die Blinks zu Die Diktatur der Konzerne (2018) zeigen, wie eng Wirtschaft und Politik heutzutage miteinander verquickt sind – und wie dies dazu führt, dass Großkonzerne immer mehr Macht erlangen. Sie verdeutlichen beispielhaft anhand der Energie- und Autokonzerne, der Banken, der Nahrungsmittel- und der Digitalindustrie, welchen Schaden Großkonzerne dem Gemeinwohl zufügen – ohne jemals dafür haften zu müssen.

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Thilo Bode, Jahrgang 1947, ist studierter Soziologe und Volkswirt. Ende der 80er wurde er Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland und 1995 von Greenpeace International. Seit 2002 ist er Leiter der Verbraucherrechtsorganisation Foodwatch. Bode ist Autor der Bücher Die Demokratie verrät ihre Kinder (2003), Abgespeist (2007), Die Essensfälscher (2010) und des Bestsellers TTIP – Die Freihandelslüge (2015).

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Die Diktatur der Konzerne

Wie globale Unternehmen uns schaden und die Demokratie zerstören

Von Thilo Bode
  • Lesedauer: 13 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 8 Kernaussagen
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Die Diktatur der Konzerne: Wie globale Unternehmen uns schaden und die Demokratie zerstören von Thilo Bode
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Die Blinks zu Die Diktatur der Konzerne (2018) zeigen, wie eng Wirtschaft und Politik heutzutage miteinander verquickt sind – und wie dies dazu führt, dass Großkonzerne immer mehr Macht erlangen. Sie verdeutlichen beispielhaft anhand der Energie- und Autokonzerne, der Banken, der Nahrungsmittel- und der Digitalindustrie, welchen Schaden Großkonzerne dem Gemeinwohl zufügen – ohne jemals dafür haften zu müssen.

Kernaussage 1 von 8

Große Konzerne bilden eine neue politische Macht.

Es ist doch schon ein wenig seltsam, um nicht zu sagen unbegreiflich: Wie kann es sein, dass die Kohle-, Öl- und Stromindustrie noch immer riesige Mengen an CO2 in die Luft pumpen dürfen, obwohl wir bereits seit geraumer Zeit über den Klimawandel und dessen verheerende Folgen für Mensch und Natur Bescheid wissen? Wie ist es möglich, dass Konzerne und Industrien so viel Macht über unsere eigentlich demokratisch gewählten Regierungen haben?

Ein gutes Beispiel dafür, wie ein Großunternehmen die Politik regelrecht vor sich hertreiben kann, ist der Online-Händler Amazon. Es war im Sommer des Jahres 2017, als dieser bekannt gab, einen neuen Standort für seine Firmenzentrale in Nordamerika zu suchen. Den Zuschlag, so der Großkonzern, solle derjenige Standort bekommen, der die „besten wirtschaftlichen Anreize“ biete. Mit anderen Worten: Wer Amazon die günstigsten Steuern in Aussicht stellt, bekommt den Zuschlag.

Da Amazon im Gegenzug wirtschaftlichen Aufschwung und jede Menge neue Arbeitsplätze versprach, überboten sich die Bewerberstaaten mit ihren Versprechungen. So versprach die Stadt Newark im Staat New Jersey dem Konzern bspw. Steuervorteile von bis zu sieben Milliarden Dollar. Stonecrest, eine Kleinstadt in Georgia, bot gar an, einen ihrer Ortsteile in Amazon City zu taufen.

Doch wenn du nun glaubst, in der deutschen Wirtschaftspolitik sähe das anders aus, dann solltest du dich an dieser Stelle eines Besseren belehren lassen. Auch deutsche Großkonzerne wissen, wie sie Politiker für sich einsetzen. So wurde z.B. 2017 bekannt, dass Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil eine Regierungserklärung erst dem Autokonzern VW vorlegte, bevor diese an die Öffentlichkeit herausgegeben wurde – „mit Bitte um Überprüfung“.

Dass Großkonzerne immer mächtiger werden, zeigen auch diverse Fälle der Kartellbildung. So gehört der deutsche Lebensmitteleinzelhandel zu 85% nur vier Konzernen: Aldi, Rewe, Edeka und die Schwarz-Gruppe, zu der u.a. Lidl und Kaufland zählen. Nicht anders sieht es bspw. auf dem Pharmamarkt oder im Brauereiwesen aus: Große Konzerne haben die Macht, den Wettbewerb zu unterbinden, und selbst wenn sie dabei aufgrund von illegaler Kartellbildung auffallen, können sie meist hohe Strafen problemlos zahlen.

Damit niemand skeptisch wird und das Bild in der Öffentlichkeit weiterhin rosig aussieht, gründen diese Konzerne dann angeblich neutrale Thinktanks und Stiftungen, PR-Agenturen und Medienhäuser. Hier lautet die Devise: Wo es nichts Positives zu berichten gibt, kauft man positive Berichterstattung einfach ein. Und aktuell fahren sie mit dieser Strategie leider allzu gut.

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