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Blink 3 von 12 - Eine kurze Geschichte der Menschheit
von Yuval Noah Harari
Der neue Kanzler und der Kampf um die Demokratie
Letzte Chance von Robin Alexander bietet einen Einblick in die politischen Intrigen und Herausforderungen innerhalb der deutschen Regierung. Es beleuchtet Machtkämpfe und strategische Entscheidungen während einer kritischen Phase der Kanzlerschaft Angela Merkels.
Am Abend des 28. Februar 2025 sitzt Friedrich Merz auf der Rückbank seines Dienstwagens und ist ziemlich guter Dinge: Die CDU ist Wahlsieger, und Merz mit ziemlicher Sicherheit Deutschlands neuer Bundeskanzler. Die Zukunft schaut rosig aus. Da sieht er auf seinem iPad ein Video, das alles verändert.
Es zeigt den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, wie er im Oval Office von Donald Trump vor den Augen der Weltöffentlichkeit gedemütigt wird. Selenskyj bittet die USA um Unterstützung gegen Russland, doch Trump wirft ihm vor, mit seinen Forderungen den Dritten Weltkrieg zu riskieren. Trumps Vize J. D. Vance setzt nach: „Haben Sie jemals Danke gesagt?“ Selenskyj schweigt erniedrigt.
Auch für Friedrich Merz ist dieser Moment ein Schock, denn er symbolisiert den Tiefpunkt transatlantischer Beziehungen. Das virale Video zeigt mehr als eine diplomatische Entgleisung – es ist ein Warnsignal: Die USA scheinen unter Trump bereit, sich von Europa abzuwenden. Der Beistandspakt der NATO? Vielleicht bald schon Schnee von gestern. Die transatlantische Freundschaft? Ein brüchiges Versprechen. Für Merz wird klar: Deutschland muss seine Sicherheit selbst in die Hand nehmen. Und zwar sofort.
Aber wie verteidigt man ein Land, das jahrzehntelang auf internationale Bündnisse gebaut und dabei die eigene Wehrfähigkeit vernachlässigt hat? In jener Nacht beginnt Merz damit, seine Überzeugungen zu überdenken. Vor der Wahl hatte er versprochen, als Kanzler die Schuldenbremse strikt einzuhalten und keine neuen Staatsschulden aufzunehmen. Doch angesichts der veränderten Situation sieht er sich gezwungen, dieses zentrale Versprechen zu brechen und seine Haltung zu ändern.
Schon vor dem Eklat im Weißen Haus hatte Merz einen Kurswechsel erwogen. Beim Treffen mit Vizepräsident Vance in München, wenige Wochen vor der Wahl, wurde deutlich: Die Trump-Regierung sympathisiert offen mit Europas Rechtspopulisten und sucht die Nähe zur AfD. Die Bedrohung ist nicht mehr nur außen-, sondern auch innenpolitischer Natur. Auf die USA kann Merz nicht länger bauen. Europa – allen voran Deutschland – muss nun selbst in seine Verteidigungsfähigkeit investieren: in Panzer, Raketen, Cybersicherheit. In strategische Unabhängigkeit.
In den Tagen nach der Wahl beginnen hinter verschlossenen Türen Gespräche, die die Bundesrepublik finanziell auf den Kopf stellen. Zwei neue Sondervermögen werden diskutiert: 400 Milliarden Euro für Verteidigung, 500 Milliarden für Infrastruktur. Merz ringt mit seiner Partei, den eigenen Ministerpräsidenten und dem Koalitionspartner in spe. Am Ende steht ein Finanzpaket, mit dem die CDU-Wähler nicht gerechnet haben. Die Schuldenbremse wird faktisch außer Kraft gesetzt.
Um seine Abkehr von der Schuldenbremse zu begründen, beruft sich Merz auf einen berühmten Ausspruch von Mario Draghi, dem ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank: „Whatever it takes.“ Was immer nötig ist, um Freiheit und Frieden zu verteidigen. Auch wenn es bedeutet, alte Prinzipien über Bord zu werfen. Der politische Preis dafür ist das Vertrauen seiner Wähler und Wählerinnen, denn Merz hatte anderes versprochen. Aber mehr als die Worte von gestern zählt jetzt die Sicherheit von morgen.
In Letzte Chance (2025) geht es um den Machtwechsel zu Friedrich Merz. Erfahre, mit welchen historischen Herausforderungen sich der Kanzler nach seiner Wahl konfrontiert sieht und welche Themen für seine Politik prägend sind.


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Blink 3 von 12 - Eine kurze Geschichte der Menschheit
von Yuval Noah Harari