Witches, Bitches, It-Girls Buchzusammenfassung - das Wichtigste aus Witches, Bitches, It-Girls
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Zusammenfassung von Witches, Bitches, It-Girls

Rebekka Endler

Wie patriarchale Mythen uns bis heute prägen

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24 Min.

Kurz zusammengefasst

Witches, Bitches, It-Girls von Rebekka Endler untersucht die historischen und kulturellen Herausforderungen, denen Frauen begegnen, wenn sie gesellschaftliche Konventionen infrage stellen. Es beleuchtet ihre Rolle in der Gesellschaft und regt zum kritischen Nachdenken an.

Inhaltsübersicht

    Witches, Bitches, It-Girls
    in 6 Kernaussagen verstehen

    Audio & Text in der Blinkist App
    Kernaussage 1 von 6

    Der Autor: Das Patriarchat

    Wer heute noch behauptet, das Patriarchat sei überwunden, es existiere Chancengleichheit und der Feminismus habe sein Ziel erreicht, hat entweder Tomaten auf den Augen, eine sehr selektive Wahrnehmung oder gehört keiner marginalisierten Gruppe an. Während in Talkshows noch darüber gestritten wird, ob Gendern denn nun wirklich nötig sei, wird draußen längst die Rolle rückwärts vollzogen: Der Supreme Court der USA kippt das landesweite Recht auf Abtreibung. In Florida dürfen queere Jugendliche ihre Identität im Klassenzimmer nicht mehr thematisieren. In Polen und Ungarn werden feministische Organisationen kriminalisiert und in Deutschland wird diskutiert, ob sich Berlin den internationale Frauentag als Feiertag wirklich leisten kann. 

    Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen: Hier liegt vieles im Argen. Der aktuelle Backlash lässt sich auch damit erklären, dass das Patriarchat um seine Deutungshoheit über das, was angeblich “normal” ist, bangt. In den USA verfügte die Trump-Administration, dass alle Bundesbehörden nur noch zwei Geschlechter erfassen dürfen – Mann oder Frau. Datensätze, die nicht-binäre Realitäten abbildeten, wurden gelöscht. Forschungsprojekte zu Diskriminierung und Inklusion ersatzlos gestrichen. Das Ziel: eine gesetzlich verankerte Unsichtbarkeit von Vielfalt, die irgendwann als objektiv, selbstverständlich und „natürlich“ gilt. Angestrebt wird die Rückkehr zu einer konservativen Ordnung, zu den „guten alten Zeiten“, die es so nie gab. 

    Das Narrativ von der „Normalität“ ist eines der wirksamsten Werkzeuge patriarchaler Macht und oft eng verknüpft mit rechtskonservativen Nationalismus. Der AfD-Wahlspruch zur Bundestagswahl 2021 lautete: „Deutschland. Aber normal.“ Was hier als harmloses Wort daherkommt, ist politisch hoch aufgeladen. Normal bedeutet hier: heterosexuell, binär, weiß, christlich. Alles andere gilt als abweichend, gefährlich, krank. Nur wer als normal gilt, gehört dazu, wer nicht, wird zum Problemfall erklärt.

    Dass sich diese Vorstellung von Normalität tief in die gesellschaftliche Mitte eingeschrieben hat, zeigen auch aktuelle Befragungen. Laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung stieg die Ablehnung von Themen wie Homosexualität und Transgeschlechtligkeit zwischen 2021 und 2023 von 9 Prozent auf 16 Prozent an. Die gesellschaftliche Diskussion hat sich verschoben: Was vor wenigen Jahren noch klar dem rechten Rand zugeordnet wurde, ist heute oft salonfähig. Auch rassistische und antifeministische Positionen treffen zunehmend auf Zustimmung. 

    Die Geschichte der Ausgrenzung reicht weit zurück, denn schon in den ältesten Erzählung in der westlichen Kultur tragen weiblich gelesene Figuren das Schuld am Elend der Welt: Pandora öffnet die Büchse, aus der sich Unheil ergießt und Eva sorgt für die Vertreibung der Menschheit aus dem Paradies. Es sind Narrative, die von Anfang nur aus einer Perspektive erzählt wurden und diese war nicht zufällig männlich. 

    Das Problem? Diese Erzählmuster haben wir so verinnerlicht, dass wir sie selbst oft gar nicht mehr als problematisch wahrnehmen. Sie strukturieren nicht nur Mythen, Literatur und Filme, sondern Bildungspläne, Gesetzestexte und ebenso KI-Modelle. Denn auch die Künstliche Intelligenz wird mit genau jenen Texten gefüttert, die aus patriarchaler Sicht geschrieben wurden. Das Ergebnis ist ein Bias, der sich als Objektivität tarnt und bestehende Ungleichheiten fortschreibt. 

    Was als neutral und normal gilt, ist wirklich selten genau das, sondern ein Konstrukt. Und es trägt eine Handschrift. Der Autor? Das Patriarchat.

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    Kernaussagen in Witches, Bitches, It-Girls

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    Kernaussagen wichtiger Podcasts im Kurzformat mit den neuen „Shortcasts”

    Worum geht es in Witches, Bitches, It-Girls?

    In Witches, Bitches, It-Girls (2025) räumen wir mit misogynen Märchen und patriarchalem  Storytelling auf. Wir zeigen dir, wie tief solche Narrative in unseren Köpfen verankert sind, wie sie strukturelle Ungleichheit bestärken und vor allem: warum Feminismus und der Kampf gegen patriarchale Strukturen immer noch – und gerade heute – wichtig ist.

    Wer Witches, Bitches, It-Girls lesen sollte

    • Alle, denen Gerechtigkeit am Herzen liegt
    • Alle, die sich wundern, dass Rihannas Babybauch für mehr Aufregung sorgt als so mancher Autokrat
    • Alle, die sich für eine weiblichere Lesart der Welt stark machen wollen

    Über den Autor

    Rebekka Endler ist Journalistin, Autorin und Podcasterin. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich schwerpunktmäßig mit Feminismus und Rechtskonservatismus. Ihr erstes Buch Das Patriarchat der Dinge (2021) war ein Bestseller und nahm unter die Lupe, wie patriarchal unser Alltagsdesign ist.

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