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Jedes Kind ist hoch begabt

Die angeborenen Talente unserer Kinder und was wir aus ihnen machen

By Gerald Hüther & Uli Hauser
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Jedes Kind ist hoch begabt: Die angeborenen Talente unserer Kinder und was wir aus ihnen machen by Gerald Hüther & Uli Hauser

Die beiden Autoren untersuchen, was genau Begabung ist und wie sie am besten erkannt und gefördert wird. Dabei gehen sie davon aus, dass jedes Kind bestimmte Begabungen hat, doch dass diese leider sehr oft unterdrückt anstatt gefördert werden. Das liegt sowohl an unserem Bildungssystem als auch an den Eltern. Wir müssen hier einiges ändern, damit unsere Kinder alle ihre Begabungen entdecken und entwickeln können.

  • Jeder, der Kinder hat und diese individuell fördern will
  • Jeder, der sich für Erziehung interessiert
  • Jeder, der am heutigen Schulsystem verzweifelt

Gerald Hüther ist Neurobiologe an der Universitätsmedizin Göttingen und Autor vieler populärwissenschaftlicher Bücher, die sich vor allem mit der kindlichen Entwicklung beschäftigen. Uli Hauser ist Journalist und schreibt seit vielen Jahren für den Stern über gesellschaftliche Themen.

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Jedes Kind ist hoch begabt

Die angeborenen Talente unserer Kinder und was wir aus ihnen machen

By Gerald Hüther & Uli Hauser
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Jedes Kind ist hoch begabt: Die angeborenen Talente unserer Kinder und was wir aus ihnen machen by Gerald Hüther & Uli Hauser
Synopsis

Die beiden Autoren untersuchen, was genau Begabung ist und wie sie am besten erkannt und gefördert wird. Dabei gehen sie davon aus, dass jedes Kind bestimmte Begabungen hat, doch dass diese leider sehr oft unterdrückt anstatt gefördert werden. Das liegt sowohl an unserem Bildungssystem als auch an den Eltern. Wir müssen hier einiges ändern, damit unsere Kinder alle ihre Begabungen entdecken und entwickeln können.

Key idea 1 of 6

Aufgrund unseres veralteten Verständnisses von Talent bleiben viele Begabungen unentdeckt.

Lange Zeit galt es als sicher, dass uns Talente und Begabungen in die Wiege gelegt werden. Manche Menschen sind einfach schlau und haben z.B. ein Händchen für Musik, Handwerk oder Sprachen, während andere es mit Mühe und Not durch die Hauptschule schaffen – das ist halt so, da kann man nichts machen, so der Tenor.

In letzter Zeit beginnt sich diese Vorstellung allerdings zu wandeln. Das liegt unter anderem an Erkenntnissen der Gehirnforschung über Neuroplastizität: Wir wissen heute, dass ein Teil unserer Begabungen angeboren ist, aber dass das Lernen davon abhängt, wie wir unser Gehirn benutzen. Jedes Kind hat von Natur aus die Veranlagung zu verschiedenen Talenten – doch nur, wenn sie gefördert werden, können sie sich auch voll entwickeln.

Je öfter ein Mensch mit einer Sache in Berührung kommt und sich mit ihr beschäftigt, also eben Musik, Sprachen, Sport, etc., desto mehr verstärken sich die neuronalen Verbindungen in seinem Gehirn, die diesen Bereich verarbeiten. Wer sich schon als kleines Kind viel bewegt und verschiedene Bewegungen oder Sportarten ausprobiert, wird es später im Sportunterricht viel leichter haben.

Das beste Beispiel dafür ist Mozart: Bereits im Mutterleib bekam er regelmäßig Musik zu hören, weil in der Familie Mozart immer gerne und gut musiziert wurde. Man kann davon ausgehen, dass seine neuronalen Netze im Musik-Bereich schon früh gestärkt wurden. Dadurch waren seine Voraussetzungen für eine musikalische Karriere perfekt.

Andererseits wackelt die Idee von den angeborenen Talenten auch noch aus einem anderen Grund: Langsam beginnen wir zu begreifen, dass unser Bildungssystem nur ganz bestimmte Talente anerkennt und fördert, während es andere einfach ignoriert oder unterdrückt. Unsere Vorstellung davon, was eine Begabung ausmacht, ist vor allem im Schulsystem sehr festgefahren: Mathematik, Sprachen und Kunst sind Begabungen. Auf Bäume klettern, mutig sein oder ein Projekt zur Schimmelentwicklung auf alten Pausenbroten durchzuführen sind keine. Das ist schade, weil uns mit dieser verengten Perspektive viele tolle Begabungen unserer Kinder entgehen, nicht gefördert werden, und dann irgendwann verkümmern.

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