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Das sind die Blinks zu

Um Leben und Tod

Ein Hirnchirurg erzählt vom Heilen, Hoffen und Scheitern

Von Henry Marsh
9 Minuten
Um Leben und Tod: Ein Hirnchirurg erzählt vom Heilen, Hoffen und Scheitern von Henry Marsh

In Um Leben und Tod (2014) schildert der bekannte Londoner Neurochirurg Henry Marshde seine Erinnerungen. Die Blinks zum Buch zeichnen seine Geschichten um seine Arbeit sowie die damit verbundenen ethischen und moralischen Fragen nach, für die es manchmal keine richtige Entscheidung gibt.

  • Alle, die sich für Fragen von Medizin und Ethik interessieren
  • Menschen, die Chirurgie faszinierend finden
  • Alle, denen eine komplizierte Operation bevorsteht oder jemanden kennen, der sich bald in die Hände von Neurochirurgen begibt

Henry Marsh ist einer der führenden Gehirnchirurgen Englands. Als Chefberater des St.-George-Krankenhauses in London hat er gemeinsam mit anderen Kollegen eine Methode entwickelt, bei der Patienten während einer Gehirnoperation bei Bewusstsein bleiben, sodass sofort festgestellt werden kann, wenn wichtige Gehirnareale durch die Operation beschädigt werden. Es wurden bereits zwei Dokumentarfilme über ihn gedreht und er wurde unter anderem mit dem britischen Verdienstorden ausgezeichnet.

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Um Leben und Tod

Ein Hirnchirurg erzählt vom Heilen, Hoffen und Scheitern

Von Henry Marsh
  • Lesedauer: 9 Minuten
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Um Leben und Tod: Ein Hirnchirurg erzählt vom Heilen, Hoffen und Scheitern von Henry Marsh
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In Um Leben und Tod (2014) schildert der bekannte Londoner Neurochirurg Henry Marshde seine Erinnerungen. Die Blinks zum Buch zeichnen seine Geschichten um seine Arbeit sowie die damit verbundenen ethischen und moralischen Fragen nach, für die es manchmal keine richtige Entscheidung gibt.

Kernaussage 1 von 5

Balanceakt: Ein Chirurg muss den Mittelweg zwischen Distanziertheit und Mitgefühl finden.

Wie ist es, ein Chirurg zu sein? Auf jeden Fall fühlt es sich ganz anders an, als ein Chirurg zu werden. Als Marsh noch in der Ausbildung war, hatte er eine tiefe persönliche Verbundenheit zu seinen Patienten. Er litt mit ihnen, freute sich mit ihnen und sprach stets offen über alle Chancen und Risiken.

Nach der Ausbildung änderte sich die Beziehung zu seinen Patienten. Das lag daran, dass er nun Verantwortung für das Schicksal dieser Menschen übernehmen musste. Hand in Hand mit dieser Verantwortung kam auch die Furcht vor dem Versagen. Wenn wir vielleicht bald das Leben einer Person ruinieren, möchten wir sie vorher lieber nicht allzu genau kennenlernen. Die Patienten wurden für Marsh zu einer Quelle der Angst. Um deren Gefühle nicht zu nahe an sich heran zu lassen, baute er einen hohen inneren Schutzwall auf.

Das passiert bei vielen jungen Ärzten in den ersten Jahren ihres Berufslebens. Diese Abgrenzung hilft ihnen, mit der Schuld umzugehen, die sie auf sich laden, wenn sie einen Fehler machen.

Daher ist es auch besonders schwer, einen anderen Arzt zu operieren. Dr. Marsh hatte z.B. einmal ein Problem an seiner Netzhaut, wegen dem er operiert werden musste. Er fragte einen befreundeten Arzt, ob er die Operation übernehmen könnte. Für seinen Freund war das gleichzeitig ein Kompliment und ein Fluch. Denn wenn ein Arzt einen anderen operiert, funktioniert die Distanzierung zum Patienten nicht. Der Patient weiß dann genau, dass der Arzt unendlich viele Fehler machen könnte, und das nimmt dem Arzt einen großen Teil seiner Sicherheit.

Erst mit den Jahren wurde Marsh in dieser Hinsicht gelassener. Mittlerweile hat er akzeptiert, dass er auch nur ein Mensch aus Fleisch und Blut ist, der auch einmal einen Fehler macht – auch wenn seine Fehler schwerwiegendere Folgen haben als die eines Buchhalters oder eines Programmierers.

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