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Der König aller Krankheiten

Krebs – eine Biografie

Von Siddhartha Mukherjee
16 Minuten
Audio-Version verfügbar
Der König aller Krankheiten: Krebs – eine Biografie von Siddhartha Mukherjee

Krebs ist so alt wie die Menschheit selbst. Seit Jahrhunderten suchen Mediziner, Forscher und Heiler nach Wegen, die Krankheit zu bekämpfen – oder zumindest ihre Ursachen zu verstehen. In diesem Buch berichtet der Krebsspezialist Siddhartha Mukherjee, wie sich unser Verständnis der Krankheit seit der Antike verändert hat und welche Fortschritte die Medizin bei der Krebstherapie seitdem erzielen konnte.

  • Alle, die sich für die Geschichte der Krebstherapie interessieren
  • Krebspatienten, die sich über ihre Krankheit informieren wollen
  • Alle, die wissen wollen, wie sich unser Verständnis von Krebs im Laufe der Geschichte verändert hat

Siddhartha Mukherjee ist ein indisch-amerikanischer Krebsforscher und praktizierender Onkologe. Nach seinem Studium an den renommiertesten Universitäten der USA ist er heute Juniorprofessor an der Columbia University und arbeitet außerdem am dort angeschlossenen Krankenhaus. Mukherjee veröffentlicht regelmäßig Artikel in diversen Zeitschriften und Zeitungen. Der König aller Krankheiten ist sein erstes Buch, für das er 2011 auch den Pulitzer-Preis in der Kategorie Sachbuch erhielt.

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Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Der König aller Krankheiten

Krebs – eine Biografie

Von Siddhartha Mukherjee
  • Lesedauer: 16 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 10 Kernaussagen
Der König aller Krankheiten: Krebs – eine Biografie von Siddhartha Mukherjee
Worum geht's

Krebs ist so alt wie die Menschheit selbst. Seit Jahrhunderten suchen Mediziner, Forscher und Heiler nach Wegen, die Krankheit zu bekämpfen – oder zumindest ihre Ursachen zu verstehen. In diesem Buch berichtet der Krebsspezialist Siddhartha Mukherjee, wie sich unser Verständnis der Krankheit seit der Antike verändert hat und welche Fortschritte die Medizin bei der Krebstherapie seitdem erzielen konnte.

Kernaussage 1 von 10

Krebs kannte man bereits in der Antike, doch mit einem etwas anderen Verständnis der Krankheit.

Bestimmt kennst du den Ausdruck, dass jemand eine „ausgewogene Persönlichkeit“ habe. Aber hast du dich auch schon mal gefragt, woher die Redensart stammt? Vieles spricht dafür, dass sie sich bis ins 4. Jahrhundert v.Chr. zu Hippokrates, dem Vater der Medizin, zurückdatieren lässt. Denn Hippokrates war davon überzeugt, dass der menschliche Körper aus vier elementaren Flüssigkeiten oder Körpersäften bestehe – und zwar aus Blut, Schleim, gelber Galle und schwarzer Galle. Wenn diese Körpersäfte aus dem Gleichgewicht gerieten, so glaubte Hippokrates, würde der Mensch körperlich oder geistig krank. Eine jähzornige Persönlichkeit war Hippokrates zufolge beispielsweise das Resultat von zu viel gelber Galle. Aber was hat das mit Krebs zu tun?

Fast tausend Jahre glaubten Ärzte wie Laien, dass Tumoren auf eine lokale Ansammlung schwarzer Galle zurückzuführen seien. Urheber dieses Ansatzes war der griechisch-römische Arzt Galen, der die Theorie um 160 v.Chr. in Anlehnung an Hippokrates entwickelte. Diese Ansicht konnte lange Zeit nicht widerlegt werden, da Autopsien aus religiösen Gründen verboten waren. Deshalb kamen erst Jahrhunderte später erste ernstzunehmende Zweifel an Galens Theorie auf, nachdem die Ärzte Vesalius im 16. Jahrhundert und Baillie im 18. Jahrhundert von Krebs zerfressene Körper seziert hatten und dabei trotz intensiver Suche nicht die geringste Spur schwarzer Galle entdecken konnten.

Nachdem Galens Theorie schließlich widerlegt worden war, vermuteten die Wissenschaftler, dass Krebs entweder von Parasiten oder von sogenannten Miasmen – unsichtbaren giftigen Substanzen in der Luft oder im Boden – hervorgerufen würde. Ab dem 19. Jahrhundert wurden auch Würmer, Pilzsporen oder Urtierchen als Krebsursache angenommen. Im Jahr 1926 wurde der Arzt Johannes Fibiger sogar mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, nachdem er scheinbar bewiesen hatte, dass Magenkrebs von Fadenwürmern verursacht wurde. Wie sich später herausstellen sollte, lag Fibiger damit vollkommen falsch.

Nachdem die erste überlieferte Theorie also die eigenen Körpersäfte für die Entstehung von Krebs verantwortlich machte, konzentrierte man sich in den folgenden Jahrhunderten vor allem auf externe Wirkstoffe, die sich jedoch nicht nachweisen ließen. Doch wie verstehen wir Krebs heute?

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