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Das sind die Blinks zu

Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl

Wo künstliche Intelligenz sich irrt, warum uns das betrifft und was wir dagegen tun können

Von Katharina Zweig
13 Minuten
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Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl von Katharina Zweig

Algorithmen bestimmen mehr und mehr unseren Alltag. Doch die Entwicklung hin zur technisierten Gesellschaft macht unser Leben nicht nur leichter: Konsequenzen drohen uns vor allem da, wo künstliche Intelligenz menschliches Verhalten bewerten und voraussagen soll. In den Blinks zu Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl (2019) zeigen wir dir, wie Algorithmen funktionieren, welche Gefahr von ihnen ausgeht und wie wir eine dystopische KI-Welt verhindern können.

  • Alle, die Algorithmen besser verstehen wollen
  • Angehende Programmierer
  • Freunde einer grundlegenden Computerethik

Katharina Zweig unterrichtet Informatik an der TU Kaiserslautern. Sie ist dort die Leiterin des sogenannten Algorithm Accountability Labs. Nebenher arbeitet sie auch noch als Expertin für Bundesministerien und ist Mitglied einer Bundestagskommission zum Thema „Künstliche Intelligenz“.

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Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl

Wo künstliche Intelligenz sich irrt, warum uns das betrifft und was wir dagegen tun können

Von Katharina Zweig
  • Lesedauer: 13 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 8 Kernaussagen
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Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl von Katharina Zweig
Worum geht's

Algorithmen bestimmen mehr und mehr unseren Alltag. Doch die Entwicklung hin zur technisierten Gesellschaft macht unser Leben nicht nur leichter: Konsequenzen drohen uns vor allem da, wo künstliche Intelligenz menschliches Verhalten bewerten und voraussagen soll. In den Blinks zu Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl (2019) zeigen wir dir, wie Algorithmen funktionieren, welche Gefahr von ihnen ausgeht und wie wir eine dystopische KI-Welt verhindern können.

Kernaussage 1 von 8

Algorithmen sind die Zukunft – deshalb müssen wir uns mit ihrer Funktionsweise beschäftigen.

Wann hast du dir zuletzt Gedanken darüber gemacht, wie unabhängig du in deinem Alltag von Algorithmen bist? Wenn Netflix dir einen Film empfiehlt oder Amazon dir ein Produkt ans Herz legt, dann liegt dem ein Algorithmus zugrunde. Auch wenn du nach dem aktuell schnellsten Weg von Köln nach Hamburg suchst oder dir auf der Website von Zalando verschiedene Oberteile geordnet nach ihrem Preis anzeigen lässt, sind Algorithmen im Spiel.

Diese Systeme scheinen – zumindest auf den ersten Blick – recht unspektakulär. Doch im Verdeckten agieren weit weniger harmlose Algorithmen. Bei einigen Banken zum Beispiel wird dir ein Kredit nur dann gewährt, wenn deine Kundendaten für den Algorithmus passen. Ein freundliches Gespräch mit deiner Sachbearbeiterin bringt dich hier also nicht mehr weiter, denn über deine Kreditwürdigkeit entscheidet kein Mensch. Manche Unternehmen nutzen mittlerweile Algorithmen, um geeignete Bewerber zu finden. Und es gibt sogar Algorithmen, die berechnen, wie wahrscheinlich Straftäter rückfällig werden. 

Letztere gehören zu den sogenannten richtenden Algorithmen – sie sagen menschliches Handeln voraus und treffen anschließend Entscheidungen über uns. Vor solchen richtenden Algorithmen müssen wir uns in Acht nehmen. Ebenso vor dichtenden Algorithmen – was ja erst mal ein bisschen nach Roboter-Goethe klingt. Aber diese Algorithmen haben es tatsächlich in sich, denn sie sollen unsere Handlungen imitieren und optimieren – was bedeutet, dass sie uns auch potenziell ersetzen können. Ganz konkret lässt sich das an Übersetzungsalgorithmen zeigen. Sie sind heute schon so gut, dass sie in naher Zukunft Übersetzer und Dolmetscher ersetzen könnten.

Richtende wie dichtende Algorithmen gibt es immer mehr. Sie agieren hinter den Kulissen, sie treffen dort ihre Urteile – oft ohne dass wir uns darüber bewusst sind. Die alles entscheidende Frage dabei lautet natürlich: Wollen wir so leben? Und falls nicht: Was können wir tun, damit wir künftig nicht noch mehr Kontrolle und Aufgaben an Algorithmen abgeben?

Klar ist: Algorithmen gehört die Zukunft. Um die Kontrolle nicht zu verlieren, müssen wir die Technik und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft besser verstehen. Dazu hilft ein Blick in den „Maschinenraum“. Hier können wir uns genauer ansehen, wie Algorithmen aufgebaut sind und wie sie entscheiden. Du wirst erfahren, worin sie gut sind, aber auch, wieso sie bei Weitem nicht so objektiv und erst recht nicht so unfehlbar sind, wie du vielleicht glaubst.

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