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Das sind die Blinks zu

So viel Freude, so viel Wut

Gefühlsstarke Kinder verstehen und begleiten

Von Nora Imlau
13 Minuten
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So viel Freude, so viel Wut: Gefühlsstarke Kinder verstehen und begleiten von Nora Imlau

Manche Kinder scheinen von allem ein bisschen mehr zu haben: mehr Freude, mehr Energie, mehr Wut. Sie gelten oft als schwer erziehbar und werden für ihren besonderen Charakter bestraft. Dabei sind gefühlsstarke Kinder nicht nur eine Herausforderung, sondern auch ein Geschenk. Wie du sie richtig begleitest und förderst, erfährst du in den Blinks zu So viel Freude, so viel Wut (2018). Sie erklären, was Lehrer und Eltern bei der Erziehung beachten müssen und warum sie sich dabei auf keinen Fall selbst vernachlässigen sollten. 

  • Erschöpfte Eltern
  • Ratlose Lehrer und Erzieher
  • Alle, die ihren Kindern einen gesunden Umgang mit Emotionen beibringen möchten

Nora Imlau ist Expertin für Säuglinge und Kleinkinder. Als Mutter von drei Kindern weiß sie über das Glück, aber auch die Schwierigkeiten des modernen Familienlebens Bescheid. Ihre Erfahrungen und ihre Fachkenntnis teilt die Autorin in zahlreichen Artikeln und Sachbüchern. Sie schreibt u.a. für die Zeitschrift Eltern und hat bereits mehrere Ratgeber, z.B. Das Geheimnis glücklicher Babys, veröffentlicht. Darüber hinaus hält Nora Imlau regelmäßig Vorträge zum Thema Kindererziehung und Elternsein. Nachdem sie erkannt hatte, dass eines ihrer Kinder gefühlsstark ist, schrieb sie den Bestseller So viel Freude, so viel Wut. Die erste Auflage war innerhalb einer Woche ausverkauft.

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So viel Freude, so viel Wut

Gefühlsstarke Kinder verstehen und begleiten

Von Nora Imlau
  • Lesedauer: 13 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 8 Kernaussagen
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So viel Freude, so viel Wut: Gefühlsstarke Kinder verstehen und begleiten von Nora Imlau
Worum geht's

Manche Kinder scheinen von allem ein bisschen mehr zu haben: mehr Freude, mehr Energie, mehr Wut. Sie gelten oft als schwer erziehbar und werden für ihren besonderen Charakter bestraft. Dabei sind gefühlsstarke Kinder nicht nur eine Herausforderung, sondern auch ein Geschenk. Wie du sie richtig begleitest und förderst, erfährst du in den Blinks zu So viel Freude, so viel Wut (2018). Sie erklären, was Lehrer und Eltern bei der Erziehung beachten müssen und warum sie sich dabei auf keinen Fall selbst vernachlässigen sollten. 

Kernaussage 1 von 8

Gefühlsstarke Kinder machen kein Drama, sie erleben ein Drama. 

Zwanzig junge Ballerinen üben Plié, nur eine hängt an der Stange und lacht sich kaputt. Zwanzig Kinder essen artig Blumenkohl, nur eines würgt lauthals, als müsste es sich gleich übergeben. Zwanzig Kinder begrüßen einander, nur eines rennt schreiend umher und umarmt alle so heftig, dass sie fast umfallen. Was ist es, das dieses Kind so besonders macht? 

Diese Frage stellte sich Nora Imlau immer wieder, denn eines ihrer drei Kinder war von Geburt an irgendwie anders: feinfühliger, empfindlicher, aber auch wilder und rebellischer. Also begann Imlau zu recherchieren.

In Deutschland gibt es verschiedene Erklärungsansätze für die Besonderheiten solcher Kinder: Hypersensibilität und ADHS sind nur Beispiele der gängigen Diagnosen. Teilweise deckten sich die beschriebenen Symptome auch tatsächlich mit den Verhaltensweisen von Imlaus Kind, doch vieles schien der komplexen Gefühlswelt ihres Kindes nicht gerecht zu werden. Irgendwann stieß Nora Imlau auf die US-amerikanische Pädagogin Mary Sheedy Kurcinka und ihren Begriff der Spirited Children.

Kurcinka vermutet, dass jedes siebte bis zehnte Kind spirited – also besonders lebhaft – ist. Statt den starken Willen und die heftigen Gefühlsausbrüche der Kinder auf eine psychische Störung zurückzuführen, betont Kurcinka die Eigenart und die besonderen Bedürfnisse von Spirited Children. Dieser Ansatz überzeugte Imlau sofort und sie beschloss, ein deutsches Pendant einzuführen: Gefühlsstark nannte sie von nun an solche Kinder. 

Um bei einem Kind Gefühlsstärke festzustellen, braucht es keinen Arzt oder Psychologen. Schließlich geht es nicht darum, das Kind mit einer Diagnose zu versehen und in irgendeine Schublade zu stecken. Deshalb gibt es auch keine standardisierten Testverfahren. Eltern kennen ihr Kind in der Regel am besten. Daher genügt ihre subjektive Einschätzung, um herauszufinden, ob das Kind gefühlsstark ist oder nicht. Kurcinka hat dazu acht Merkmale identifiziert, die Gefühlsstärke ausmachen. 

  1. Gefühlsstarke Kinder erleben normale Emotionen intensiver als andere. 
  2. Sie sind besonders hartnäckig und reagieren mit Wut, wenn z.B. Papas Smartphone durch ein Spielhandy ersetzt wird.
  3. Sie sind energiegeladen, und zwar so sehr, dass „austoben“ bei ihnen nicht funktioniert. 
  4. Sie fokussieren sich eher auf das Negative – nach einem Ausflug in den Zoo, werden sie sich eher an das heruntergefallene Eis als an die Tiere erinnern. 
  5. Gerüche, Geräusche oder Berührungen können gefühlsstarke Kinder schnell aus der Ruhe bringen, denn sie sind extrem sensibel.
  6. Wenn Mama ein neues Parfüm hat, fällt das gefühlsstarken Kindern sofort auf, da sie besonders offen für neue Eindrücke sind. 
  7. Außerdem hassen sie Veränderungen, weshalb das neue Parfüm dann auch schnell zur Katastrophe werden kann. 
  8. Routine dagegen ist enorm wichtig für gefühlsstarke Kinder. Wenn Besuch kommt oder Ferien sind, werden sie schnell unruhig. 

Gefühlsstarke Kinder erleben also viele Dinge als Drama, die anderen Menschen nicht einmal auffallen würden. Aber wie entsteht Gefühlsstärke überhaupt?

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