Das sind die Blinks zu

Unsterblich

Die Sehnsucht nach dem ewigen Leben als Triebkraft unserer Zivilisation

Von Stephen Cave
15 Minuten
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Unsterblich von Stephen Cave

Die Sehnsucht nach einem ewigen Leben war zu allen Zeiten eine starke Triebkraft für die Menschheit. Die Blinks zu Stephen Caves Unsterblich (2012) schildern, auf welch erstaunlichen Wegen Menschen in der Vergangenheit den Tod überlisten wollten. Dabei führen sie dich nicht nur durch die Kulturgeschichte der Unsterblichkeit, sondern sie helfen dir auch bei einer schwierigen Frage: Wie kommst du besser mit deiner eigenen Sterblichkeit zurecht?

  • Alle, die nach dem Sinn ihres Lebens suchen
  • Jeder, der sich für die Kulturgeschichte der Religion interessiert
  • Menschen, die Angst vor dem Tod haben

Stephen Cave hat in Cambridge studiert und ist Doktor der Philosophie. Er arbeitete einige Jahre als Diplomat, bevor er Schriftsteller wurde. Unter anderem hat er Artikel in der Financial Times, der New York Times und im Guardian veröffentlicht. Unsterblich ist sein erstes Buch.

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Unsterblich

Die Sehnsucht nach dem ewigen Leben als Triebkraft unserer Zivilisation

Von Stephen Cave
  • Lesedauer: 15 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 9 Kernaussagen
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Unsterblich von Stephen Cave
Worum geht's

Die Sehnsucht nach einem ewigen Leben war zu allen Zeiten eine starke Triebkraft für die Menschheit. Die Blinks zu Stephen Caves Unsterblich (2012) schildern, auf welch erstaunlichen Wegen Menschen in der Vergangenheit den Tod überlisten wollten. Dabei führen sie dich nicht nur durch die Kulturgeschichte der Unsterblichkeit, sondern sie helfen dir auch bei einer schwierigen Frage: Wie kommst du besser mit deiner eigenen Sterblichkeit zurecht?

Kernaussage 1 von 9

Der eigene Tod ist unvorstellbar.

Vielleicht kennst du diesen Moment: Du liegst im Bett, bist zwar müde, kannst aber nicht einschlafen. In deinem Kopf kreisen unentwegt Gedanken und Erinnerungen. Und auf einmal drehen sie sich um deinen eigenen Tod. Du fragst dich: Wann wird es so weit sein? Wie wirst du sterben? Und was wird aus der Welt, wenn du nicht mehr da bist?

Darin bist du nicht allein. Wir alle wissen, dass wir sterben müssen. Aber fast alle Menschen wünschen sich, dass dieser Tag niemals kommen möge. Woran liegt das?

Einerseits sind wir Menschen, wie alle Lebewesen, als Überlebensmaschinen programmiert. Jedes Tier und sogar jede Pflanze ist darauf getrimmt, unter allen Umständen am Leben zu bleiben. Die ganze Evolution beruht auf diesem Prinzip. Wer überlebt, kann sich fortpflanzen und sein Überlebenstalent an die nächste Generation weitergeben. Der Wille zum Überleben ist also fest in unseren Genen verankert.

Andererseits sind wir die einzigen Lebewesen, die auch wissen, dass sie sterben müssen. Dieses Bewusstsein unserer eigenen Sterblichkeit ist allerdings paradox. Wir wissen zwar, dass wir eines Tages nicht mehr da sein werden, aber wir können nicht wissen, wie das sein wird. Es ist unserem Gehirn nicht möglich, sich die eigene Nichtexistenz vorzustellen.

Wenn wir uns unseren eigenen Tod ausmalen, dann denken wir vielleicht an die Beerdigung und daran, ob unsere Angehörigen und Freunde traurig sein werden oder was mit unserem Haustier passiert. Aber dass wir dann selbst nicht mehr existieren werden, ist für uns im wahrsten Sinne des Wortes nicht auszudenken.

Der Tod ist für uns also zugleich unvermeidbar und unvorstellbar – daraus resultiert ein quälendes Dilemma. Da unser Gehirn immer auf der Suche nach einem in sich stimmigen Weltbild ist, zeigt sich uns die Vorstellung von einem ewigen Leben als sehr verlockend. Daher versuchen die Menschen schon seit jeher, den Tod zu überlisten und unsterblich zu werden.

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