Kategorien entdecken

In der App öffnen In der App öffnen In der App öffnen
Das sind die Blinks zu

Generation Beziehungsunfähig

Warum paarungsreife Großstädter immer seltener Familien gründen

Von Michael Nast
10 Minuten
Audio-Version verfügbar
Generation Beziehungsunfähig von Michael Nast

Warum bekommen Menschen in urbanen Szenebezirken immer später Kinder? Warum verschiebt sich das Durchschnittsalter in digitalen Partnervermittlungsbörsen wie Tinder immer weiter jenseits der 30? Generation Beziehungsunfähig (2016) ist kein psychologischer Ratgeber für paarungsreife, aber bindungsscheue Großstädter, sondern eine Bestandsaufnahme. Eine Analyse der Beziehungsfähigkeit im Jahr 2016, die der Frage nachgeht, warum sich die erwachsenen Kinder von heute noch immer nicht bereit für ihre eigene Familie fühlen.

  • Tinder-Versessene sowie Tinder-Abstinente
  • Menschen mit Bindungsschwierigkeiten
  • Ewige Singles, kinderlose Mittdreißiger und immer noch Junggebliebene

Michael Nast ist gebürtiger Berliner und bringt in seinen beliebten Kolumnen für Millionen von Lesern die Stimmung seiner Generation auf den Punkt. Er hat zwei Plattenfirmen gegründet, als Art Director für diverse Werbeagenturen gearbeitet und schreibt heute neben seiner Kolumne auch internationale Bestseller wie Ist das Liebe, oder kann das weg? und Drehbücher.

Kennst du schon Blinkist Premium?

Mit Blinkist Premium erhältst du Zugang zu dem Wichtigsten aus mehr als 3.000 Sachbuch-Bestsellern. Das Probeabo ist 100% kostenlos.

Premium kostenlos testen

Was ist Blinkist?

Blinkist ist eine App, die die großen Ideen der besten Sachbücher in einprägsame Kurztexte verpackt und erklärt. Die Inhalte der über 3.000 Titel starken Bibliothek reichen von Sachbuch-Klassikern, über populäre Ratgeber bis hin zu diskutierten Neuerscheinungen. Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen wird jeder Titel von speziell geschulten Autoren aufbereitet und dem Nutzer als Kurztext und Audiotitel zur Verfügung gestellt.

Discover
3.000+ top
nonfiction titles

Get unlimited access to the most important ideas in business, investing, marketing, psychology, politics, and more. Stay ahead of the curve with recommended reading lists curated by experts.

Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:
Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:
Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Generation Beziehungsunfähig

Von Michael Nast
  • Lesedauer: 10 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 6 Kernaussagen
Jetzt kostenloses Probeabo starten Jetzt lesen oder anhören
Generation Beziehungsunfähig von Michael Nast
Worum geht's

Warum bekommen Menschen in urbanen Szenebezirken immer später Kinder? Warum verschiebt sich das Durchschnittsalter in digitalen Partnervermittlungsbörsen wie Tinder immer weiter jenseits der 30? Generation Beziehungsunfähig (2016) ist kein psychologischer Ratgeber für paarungsreife, aber bindungsscheue Großstädter, sondern eine Bestandsaufnahme. Eine Analyse der Beziehungsfähigkeit im Jahr 2016, die der Frage nachgeht, warum sich die erwachsenen Kinder von heute noch immer nicht bereit für ihre eigene Familie fühlen.

Kernaussage 1 von 6

Der Großteil unserer Gesellschaft liebt heute auf narzisstische Art und Weise.

 

So sehr sich die Geister bei rosaroten Romanzen wie Pretty Woman oder Dirty Dancing scheiden – im Grunde träumt doch jeder von der großen Liebe. Egal ob Tinder, Klubnacht oder zeitlose Zeitungsannonce: Am Ende ist es die Sehnsucht nach einer besonderen Bekanntschaft, die das flatterhaft flirtwütige Feiervolk Abend für Abend auf die Piste treibt. Aber was genau suchen wir da eigentlich?

Viele Menschen verwechseln Liebe heute mit einer Abhängigkeit von jemandem, der ihr gestörtes Selbstbild aufwertet. Es mag stimmen, dass wir andere erst dann wirklich lieben können, wenn wir uns selbst lieben und respektieren. Aber in unserer eitlen und leistungsorientierten Gesellschaft, in der uns die Perfektion von jedem Werbebanner entgegenstrahlt, kann man sich schnell unzulänglich fühlen. Daher suchen wir nach Partnern, die uns mit ihrer Zuneigung schmeicheln – und verwechseln das mit Liebe.

Nehmen wir ein Beispiel aus dem echten Berliner Leben. Christian betrügt Sabine am laufenden Band, aber jedes Mal, wenn sie ihn verlassen will, packt ihn der Kampfgeist. Er fleht sie auf Knien an, bei ihm zu bleiben, und schwört ewige Liebe. Dabei liebt Christian Sabine gar nicht. Er macht keinen Hehl daraus, dass er Seitensprünge in Ordnung findet, und bemerkt dabei kaum, wie sehr Sabine unter seiner Untreue leidet. Er braucht nur das schmeichelhafte Gefühl, geliebt zu werden, und das Selbstbild eines Mannes, der für die Liebe kämpft.

Christian ist bei Weitem nicht der einzige, dem der Glaube an die eigene Einzigartigkeit beim Lieben im Weg steht. Unsere Eltern haben uns von klein auf eingetrichtert, wir seien etwas ganz Besonderes. Mit diesem aufgeblasenen Selbstbild sollen wir uns im Leben gut verkaufen und „etwas aus uns machen“. Leider hindert uns diese extreme Ichbezogenheit aber daran, uns wirklich auf jemand anderen einzulassen. Schade, denn Liebe bietet unzählige Möglichkeiten, die Welt aus einer neuen Perspektive zu sehen und den eigenen Horizont zu erweitern. Stattdessen wollen sich viele krankhaft in diejenigen Eigenschaften ihres Partners verlieben, die zu ihrem Selbstbild passen, um sich z.B. begehrenswert, hip oder progressiv zu fühlen.

Das Problem ist also der Gedanke der Matches und Übereinstimmungen, die Vorstellung, dass immer alles so gut wie möglich zusammenpassen soll: Erst wenn wir aufhören, zwanghaft nach Gemeinsamkeiten zu suchen, können wir den anderen wirklich kennenlernen und erfüllende Beziehungen führen.

Mit Premium freischalten Jetzt lesen oder anhören

Inhalt

Mit Premium freischalten Jetzt lesen oder anhören

Bringe mehr Wissen in deinen Alltag!

Sichere dir jetzt Zugang zu den Kernaussagen der besten Sachbücher – praktisch in Text & Audio in nur 15 Minuten pro Titel.
Created with Sketch.