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Mama, Papa, Kind?

Von Singles, Co-Eltern und anderen Familien

Von Jochen König
13 Minuten
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Mama, Papa, Kind?: Von Singles, Co-Eltern und anderen Familien von Jochen König

Traditionell besteht eine Familie aus Mutter, Vater und Kindern. Aber ist diese Definition heute noch relevant? In den letzten Jahrzehnten haben sich viele unterschiedliche Familienformen etabliert, die den klassischen Begriff der Familie infrage stellen und neu definieren. In Mama, Papa, Kind? betrachtet Jochen König verschiedene Familienkonstellationen und deren Bedeutung für unsere Gesellschaft.

  • Eltern (in spe)
  • Jeder, der an freie Lebensentwürfe glaubt
  • Jeder, der traditionelle Rollenverteilungen für veraltet hält

Jochen König ist Autor und Blogger und legt seinen Fokus auf alternative Beziehungs-, Lebens- und Erziehungsmodelle. Sein erstes Buch Fritzi und ich erschien 2013. Mama, Papa, Kind? folgte 2015.

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Mama, Papa, Kind?

Von Singles, Co-Eltern und anderen Familien

Von Jochen König
  • Lesedauer: 13 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 8 Kernaussagen
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Mama, Papa, Kind?: Von Singles, Co-Eltern und anderen Familien von Jochen König
Worum geht's

Traditionell besteht eine Familie aus Mutter, Vater und Kindern. Aber ist diese Definition heute noch relevant? In den letzten Jahrzehnten haben sich viele unterschiedliche Familienformen etabliert, die den klassischen Begriff der Familie infrage stellen und neu definieren. In Mama, Papa, Kind? betrachtet Jochen König verschiedene Familienkonstellationen und deren Bedeutung für unsere Gesellschaft.

Kernaussage 1 von 8

Der Begriff der Familie ist dynamisch und umfasst heutzutage mehr Formen als früher.

Was bedeutet eigentlich Familie? Viele sehen darin das traditionelle Bild: Vater, Mutter, Kind. Doch die Realität sieht mittlerweile ganz anders aus. Ob alleinerziehender Elternteil, gleichgeschlechtliche Elternpaare oder Patchworkfamilie – der Begriff ist in den letzten Jahren immer dehnbarer geworden.

Bis vor wenigen Jahrzehnten akzeptierte unsere Gesellschaft weitgehend nur das traditionelle Familienkonzept. Alle anderen Konstellationen waren mit Stigmatisierung und Vorurteilen behaftet. Doch was vor ein paar Generationen noch als besonders galt, gehört heute zum Alltag. Regenbogenfamilien treten beispielsweise viel häufiger auf und die Elternzeit etwa ist nicht mehr allein der Frau vorbehalten.

Der Autor selbst lebt ein Familienbild, das diese Diversität widerspiegelt. Er hat ein Kind mit seiner Ex-Partnerin, mit der er aber nie zusammenlebte. Diese Tochter lebt überwiegend bei ihm, ein Drittel der Zeit bei der Mutter. Außerdem hat er eine weitere Tochter, deren Mutter in einer lesbischen Beziehung lebt. Mit der Mutter hatte er nie Sex. Das Kind lebt jeweils zu 50% bei der Mutter und beim Autor, sodass der Autor auch immer wieder Tage ganz ohne Kind hat. Die Verantwortung wird unter den Eltern geteilt, und das unabhängig vom Konzept der Paarbeziehung.

Trotz der steten Entwicklung des Begriffs Familie suchen viele bei dem Thema eine allgemeingültige Definition, was „normal“ ist. Doch wenn man diese festklopft, wird Wandel und Toleranz unmöglich. Die traditionelle, als normal anerkannte Definition der Familie stammt hauptsächlich aus dem 19. Jahrhundert, entwickelte sich aber auch in den letzten Jahrzehnten etwas weiter.

Mütterliche Fürsorge rund um die Uhr gehörte z.B. nicht immer dazu, denn früher wurden Kinder schnellstmöglich in die Arme von Ammen und Kindermädchen gegeben oder sich selbst überlassen. Auch gewaltfreie Erziehung existiert rechtlich gesehen erst seit 2000. Bis 1969 war Ehebruch eine Straftat und bis 1997 galt die Ehe sogar als grundsätzliche Zustimmung zum Geschlechtsverkehr.

Was nach der heutigen Definition als normal empfunden wird, hat sich teilweise also erst in den letzten Jahrzehnten zur Normalität entwickelt. Hinzu kommen der jeweilige individuelle Kontext und sich stetig ändernde Gesellschaftsnormen, die es unmöglich machen, ein allgemeingültiges Modell der „Familie“ zu fixieren. Nicht nur das Konzept der Familie erlebt einen Wandel, sondern auch die damit verbundenen Rollenbilder.

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